Bis zu 25.000 Euro Bußgeld

Maskenpflicht in BaWü: Diese Bußgelder drohen bei Verstößen gegen Corona-Regeln

  • Daniel Hagmann
    vonDaniel Hagmann
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  • Julia Cuprakowa
    Julia Cuprakowa
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Wer sich nicht daran hält, gefährdet das Leben anderer. Und das wird entsprechend geahndet.

  • Noch immer gibt es wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg keine Entwarnung.
  • Menschen müssen Kontakte zu Fremden weiterhin meiden.
  • Wer sich nicht an Regeln hält, dem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.

Diese Bußgelder drohen bei Verstößen gegen Corona-Regeln in Baden-Württemberg

Update vom 28. April: Seit Montag, dem 27. April, herrscht in Baden-Württemberg Maskenpflicht. Der Mundschutz muss während eines Einkaufs und in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Der Grund: Die Ausbreitung von Coronavirus so weit wie möglich zu unterbinden aber trotzdem etwas Normalität zurückzubekommen. Und wer sich nicht an die Pflicht hält, dem droht ein Bußgeld zwischen 15 und 30 Euro

Nach einer ersten Eingewöhnungswoche ohne Strafen sollen Menschen, die dann keine Masken tragen, ein Bußgeld von 15 Euro abdrücken. Wer erneut gegen die Corona-Verordnung verstößt, der muss mit einer Strafe von 30 Euro rechnen. Zu dem genauen Zeitraum der Maskenpflicht in Baden-Württemberg konnte Verkehrsminister Winfried Hermann noch keine konkreten Angaben machen. "Man sollte sich darauf einrichten, dass es eine Weile geht", sagte er am Montag in Stuttgart. Auch zu einer Forderung nach dem Ende der Maskenpflicht aus Mecklenburg-Vorpommern hat die Landesregierung eine klare Meinung und erteilt dieser eine klare Absage.

Maskenpflicht in Baden-Württemberg: Bußgelder bei Verstößen 

Nach Eindruck des Verkehrsministers und des Fahrgastverbandes hielten sich die Menschen am Montagmorgen an die neue Corona-Verordnung. Man brauche durch die Maskenpflicht keine Angst in den Bahnen haben, sagte Hermann: "Wir haben eher Angst, dass die Leute, die bisher im öffentlichen Verkehr unterwegs waren, wieder ins Auto steigen." In dem Fall gebe es mit Umweltbelastungen und Coronavirus-Pandemie einen doppelten Schaden.

Die Maskenpflicht in Baden-Württemberg gilt ebenso für Kinder ab sechs Jahren. Doch welche Masken gehen in Ordnung? Und wo bekommt man die Masken her? Selbstgemachte Modelle sowie Tücher oder Schals, die Mund und Nase bedecken, sind bei der neuen Maskenpflicht ausreichend. In der ersten Woche sind laut Landesregierung Baden-Württemberg keine Strafen vorgesehen, damit sich alle darauf einstellen können. Ab dem 4. Mai soll es dann Bußgelder für Verstöße geben. Diese belaufen sich auf 15 bis 30 Euro. 

Ostern: Diese Bußgelder drohen bei Verstößen gegen Coronavirus-Regeln in Baden-Württemberg

Ursprungsmeldung vom 12. April: Solange sich das Coronavirus weiterhin in Baden-Württemberg ausbreitet - und es mittlerweile mehr als 11.000 Infizierte gibt, ist es nur korrekt, dass das Land klare Regeln in Bezug auf die Einschränkungen sozialer Kontakte aufgestellt hat. Und wer sich nicht daran hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus legt das Land Baden-Württemberg einen Zahn zu: Nach der geänderten Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen, die am Sonntag in Kraft trat, drohen empfindliche Strafen. Wer sich mit mehr als zwei Personen, die nicht zur Familie gehören, auf Straßen und Plätzen aufhält, dem droht jeweils ein Bußgeld zwischen 100 und 1000 Euro. Wer etwa einen wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 geschlossenen Friseursalon, eine Bar oder einen Club trotzdem weiterbetreibt, muss mit Strafen zwischen 2.500 und 5.000 Euro rechnen. Und wer trotz Verbots ein Krankenhaus oder ein Pflegeheim besucht, riskiert ein Bußgeld zwischen 250 und 1.500 Euro.Bei wiederholten Verstößen kann es bis 25.000 Euro teuer werden.

Am Samstag zeigten sich viele Menschen uneinsichtig und hielten sich nicht an das Kontaktverbot: Über 100 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und sechs Straftaten nach der Coronaverordnung! 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Einige Uneinsichtige halten sich nicht an Regeln

Die weit überwiegende Zahl der Menschen verhalte sich verantwortungsvoll, erklären der in Heilbronn lebende Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) in einer gemeinsamen Mitteilung. "Dafür sind wir sehr dankbar - denn das ist absolut notwendig, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und um Menschenleben zu retten." Doch es gebe noch immer eine "gewisse Zahl von Uneinsichtigen." Wie zum Beispiel die rund 20 Personen, die sich am Samstag in einer Shisha-Bar in Stuttgart getroffen haben - und daher einen großen Polizei-Einsatz ausgelöst haben.

Viele Menschen halten sich nicht an das Kontaktverbot. 

Mit dem neuen Bußgeldkatalog in Baden-Württemberg gegen die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 hätten die Kommunen eine einheitliche Handhabe, und für die Bürger bringe er Transparenz. Strobl: "Unsere Landespolizei wird die Einhaltung der Corona-Verordnung weiter mit Hochdruck und mit starken Kräften überwachen. Denn ob die Regeln eingehalten werden oder nicht, entscheidet am Ende des Tages über Menschenleben."

Coronavirus-Regeln: Harte Konsequenzen in Baden-Württemberg

Gesundheitsminister Lucha appellierte: "Alle Bürgerinnen und Bürger, die sich an die Verordnung halten, ihre sozialen Kontakte drastisch einschränken und räumliche Distanz einhalten, helfen dabei mit, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten." Sie schützten sich, Mitmenschen und vor allem Ältere oder chronisch Kranke in Baden-Württemberg vor dem Coronavirus. Die Corona-Krise sei nur zu meistern, wenn alle Bürger sich auch an die neue Regeln halten. "Denjenigen, die noch immer uneinsichtig sind und damit nicht nur sich selbst, sondern die gesamte Bevölkerung gefährden, drohen entsprechende Konsequenzen."

Neu sind in der Verordnung auch Verhaltensregeln für alle Betriebe und Einrichtungen in Baden-Württemberg, die weiterhin offen bleiben dürfen: Sie müssen den Zutritt steuern, Warteschlangen vermeiden und dafür sorgen, dass ein Abstand von möglichst zwei Metern, mindestens aber von eineinhalb Metern, zwischen Personen eingehalten wird.

Ausnahmen vom Veranstaltungs- und Ansammlungsverbot gibt es in Baden-Württemberg während der Zeit des Coronavirus für Blutspende-Termine sowie für andere Veranstaltungen der medizinischen Versorgung. Poststellen und Paketdienste dürfen ihren Betrieb aufrechterhalten. Auch Einzelhändler für Gase, insbesondere medizinische Gase, dürfen weiter geöffnet haben.

Um die Bürger stets über die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg auf dem Laufenden zu halten, hat das Land einen Corona-Messenger-Dienst eingerichtet, den die Menschen mit Hilfe der Apps "Telegram" und "Threema" empfangen können.

Rubriklistenbild: © Bilder: Pixabay/ Collage: Sadri

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