Schal oder Tuch sind auch möglich

Kretschmann macht Ernst: Jetzt gilt in BaWü Maskenpflicht - alle Details

  • Violetta Sadri
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Baden-Württemberg: Die Landesregierung führt ab dem 27. April eine Maskenpflicht im ÖPNV und Geschäften ein. 

  • Die Landesregierung hat in der vergangenen Woche einige Lockerungen vorgenommen.
  • Ab dem 27. April gilt eine Maskenpflicht in Geschäften und ÖPNV in BaWü.

Kretschmann zu Maskenpflicht in Baden-Württemberg - alle Details

Update vom 21. April, 12.30 Uhr: In der heutigen Kabinettssitzung hat die baden-württembergische Landesregierung über eine Maskenpflicht diskutiert. Ministerpräsident Kretschmann verkündete in der Pressekonferenz um 12 Uhr, dass ab 27. April beim Einkaufen und im öffentlichen Personenverkehr eine Mund-Nasen-Bedeckungen Pflicht ist, da sich viele Menschen nicht an das Maskengebot, welches Bund und Länder am vergangenen Mittwoch beschlossen hatten, gehalten haben. 

Bei der Maskenpflicht muss es kein medizinischer Mundschutz sein. Auch ein Schal oder ein Tuch sind zulässig. "Das kann helfen die Verbreitung des Virus zu bremsen." Kretschmann appellierte außerdem erneut an alle Bürger den Mindestabstand von 1,5 Metern konsequent einzuhalten.  

Doch wie wird das kontrolliert und bei einer Missachtung sanktioniert? Das soll erst noch besprochen werden, heißt es von der Landesregierung. Kretschmann erklärt, dass er sich vorstellen könne, dass die Polizei die Maskenpflicht in Zukunft kontrollieren würde. Auch auf die Fragen wie lang die Maskenpflicht gelten soll und ob auch Kinder eine Maske tragen müssen, hat Kretschmann noch keine konkreten Antworten: "Die Feinregelung wird noch beschlossen."

Baden-Württemberg: Landesregierung über die aktuelle Corona-Lage 

Auch die Kultusministerin Susanne Eisenmann äußerte sich zu der Öffnung von Schulen. Bei 1,5 Millionen Schülern und Schülerinnen sollen ab dem 4. Mai 330.000 wieder zur Schule gehen können. 75 Prozent der Lehrkräfte in Baden-Württemberg stehen für 22 Prozent der Schüler zur Verfügung. "Ausreichend Lehrer und Lehrerinnen sind da." Los geht es zunächst für die Schüler der allgemeinbildenden Schulen, bei denen in diesem oder nächstem Jahr Abschlussprüfungen bevorstehen. Auch für die Schüler der Prüfungsklassen der beruflichen Schulen geht es am 4. Mai wieder los. Eisenmann kündigte an, dass keine Prüfungen und Klausuren geschrieben werden, da Prüfungsinhalte jetzt im Vordergrund stehen und den Schülerinnen und Schülern vermittelt werden sollen, um sie bestmöglich vorzubereiten. Außerdem soll kein Schüler dieses Jahr sitzenbleiben.

Schüler, die in diese Kategorie fallen und zu Hause mit Personen leben, die zur Risikogruppe gehören, können selbst entscheiden, ob sie wieder zur Schule gehen möchten. Schülerinnen und Schülern, die nicht erreicht werden können oder die Schwierigkeiten haben, sollen eine Art Nachhilfe erhalten.

Außerdem soll es eine erweiterte Notbetreuung ab dem 27. April geben. Auf die Frage, ob Kita-Gebühren erlassen werden, antwortete Kretschmann, dass die Entscheidung bei den einzelnen Kommunen liege. 

Baden-Württemberg: Wird es eine Maskenpflicht geben - Entscheidung heute

Erstmeldung vom 21. April, 10.30 Uhr: Um die rasante Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 einzudämmen, hatte die baden-württembergische Landesregierung in der Vergangenheit immer wieder Maßnahmen ergriffen und verschärft. Schulen und Kindergärten wurden geschlossen, ein Kontaktverbot erlassen. Läden und Geschäfte, die nicht lebensnotwendig sind, mussten dicht machen. Viele Restaurants waren zur Umstrukturierung gezwungen - bieten in der Corona-Krise einen Liefer- oder Abholservice an. 

Am vergangenen Mittwoch, 15. April, hatten Bund und Länder über erste Lockerungen diskutiert. Das Ergebnis: Geschäfte mit einer Ladenfläche von maximal 800 Quadratmetern dürfen unter besonderen Hygiene-Auflagen wieder öffnen. Großveranstaltungen sollen vor dem 31. August nicht stattfinden. Ab dem 4. Mai soll der Schulbetrieb schrittweise wieder aufgenommen werden. Zudem wurde eine Empfehlung zum Tragen eines Mundschutzes in Geschäften und ÖPNV ausgesprochen. Sulz am Neckar führte als erste Stadt in Baden-Württemberg die Maskenpflicht ein. 

Maskenpflicht in Baden-Württemberg? Landesregierung entscheidet heute

Am Dienstag, 21. April möchte sich die Landesregierung erneut mit dem Thema Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und Geschäften befassen. Im Anschluss wollen Ministerpräsident Windfried Kretschmann, Kultusministerin Susanne Eisenmann und Sozialminister Manne Lucha die Öffentlichkeit in einer Pressekonferenz um 12 Uhr auch über die aktuelle Corona-Lage, die Notbetreuung von Kindern und erste Schritte der Schulöffnung informieren. 

Maskenpflicht in Baden-Württemberg? Gesichtsmaske einfach selbst nähen!

Auch ohne eine Maskenpflicht entscheiden sich immer mehr Menschen dazu einen Mundschutz in der Öffentlichkeit zu tragen. Aufgrund der Engpässe in Kliniken und Praxen nähen manche Deutsche ihre eigenen Gesichtsmasken selbst. echo24.de hat Tipps, wie eine selbstgenähte Maske gelingt!

Weil es Engpässe bei FFP3 Masken und Mundschützen gibt, nähen sich viele Menschen ihre eigenen Masken aus Stoff.

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