Als Reaktion auf Pandemie

Wegen Corona: Krankenhäuser in Baden-Württemberg wappnen ihre Intensivstationen

  • Isabell Kähny
    vonIsabell Kähny
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Um für den Coronavirus-Notfall gewappnet zu sein,  erhöhen die Kliniken in Baden-Württemberg die Anzahl der Betten auf den Intensivstationen.

  • Wegen der Corona-Pandemie rüsten Kliniken in Baden-Württemberg auf.
  •  Ziel der Kliniken ist es, die Plätze auf der Intensivstation zu verdoppeln.
  •  Mehr Beatmungsplätze für schwer erkrankte Covid-19-Patienten.

Wegen Coronavirus: Kliniken in Baden-Württemberg rüsten weiter auf

Update vom 26. März: Noch ist es ruhig auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg angesichts der Coronavirus-Pandemie. Zu dieser Feststellung kommt zumindest die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft. Deren Geschäftsführer Matthias Einwag erklärt: "Bislang werden nur wenige schwer erkrankte Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen behandelt." Dennoch sei es nun das Ziel der Krankenhäuser, die Plätze auf den Intensivstationen zu verdoppeln.

Von den 45 Corona-Patienten, die momentan an der Uniklinik Freiburg behandelt werden, liegen 14 auf der Intensivstation. Einem Sprecher zufolge bereite sich das Klinikum aber darauf vor, bis zu 150 beatmungsbedürftige Corona-Patienten gleichzeitig zu behandeln. In Tübingen stehen bis zu 110 Beatmungsplätze zur Verfügung, 17 an Covid-19 erkrankte Menschen liegen auf der Intensivstation.

Coronavirus-Pandemie: Klinikum Stuttgart kann Intensivbetten um 50 aufstocken

Das Klinikum Stuttgart hat knapp 100 Intensivbetten, an denen Patienten beatmet werden können. Ein Sprecher sagt: "Wenn es hart auf hart geht, kann das Klinikum mindestens 150 Intensivbetten mit Beatmung in Betrieb nehmen." Eine niedrige zweistellige Zahl an Coronavirus-Patienten werde derzeit dort behandelt - vier davon seien schwer erkrankt.

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Das Klinikum Stuttgart setzt seit Montag die Empfehlung der Bundesregierung um und sagt plan- und verschiebbare ambulante wie auch stationäre Operationen ab. Auch die Sprechstunden bei den operativen Fachabteilungen und in den Anästhesie-Ambulanzen werden auf dringliche Vorstellungen reduziert. Die Notfallversorgung, beispielsweise nach Unfällen oder bei akutem Schlaganfall, wird selbstverständlich fortgesetzt. Durch die Absagen werden Kontakte reduziert und so Patienten und Mitarbeiter geschützt. Wir schaffen so auch vorsorglich weitere Ressourcen für die Behandlung von schwereren COVID19-Verläufen. #klinikumstuttgart #Katharinenhospital #Olgahospital #Stuttgart #Corona #covid_19 #Krankenhaus #Klinik

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Am Diakonie-Klinikum Stuttgart sind acht Patienten in Behandlung, die am Coronavirus erkrankt sind - drei befinden sich laut einem Sprecher in einem kritischen Zustand und werden beatmet. Die Zahl der Beatmungsplätze sei auf zwölf erhöht worden.

Corona-Krise in der Region: Krankenhäuser wappnen sich für mehr Intensiv-Patienten

Erstmeldung vom 23. März: Die Krankenhäuser in der Region sind von der Corona-Krise betroffen. Um die Patienten bestmöglich zu behandeln, soll die Anzahl der intensivmedizinischen Betten angehoben werden. 

Nach Berichten von swr.de gibt es normalerweise 120 intensivmedizinische Plätze in Krankenhäusern der Region Heilbronn-Franken. Darauf entfallen 75 Intensiv-Betten auf die SLK-Kliniken. Aufgrund der Corona-Pandemie solle die Anzahl der Intensiv-Betten in den regionalen Krankenhäusern verdoppelt werden. Hiervon betroffen sei auch das Diakoneo in Schwäbisch Hall, wo derzeit 20 Plätze zur Verfügung stehen. Auf einer extra eingerichteten Isolierstation sollen weitere Intensiv-Betten zur Verfügung gestellt werden.

Krankenhäuser in der Region rüsten wegen Corona auf: Mehr Betten auf Intensivstationen sind geplant.

Corona-Pandemie in der Region Heilbronn-Franken: neue Isolierstationen geplant

Auch das Crailsheimer Krankenhaus kann eine weitere Isolierstation vorweisen. In Öhringen wolle man von sieben auf zwölf Betten erhöhen. Für die Kliniken in Bad Mergentheim und in Tauberbischofsheim liegen keine Angaben diesbezüglich vor.

Derweil schnellen die Zahlen der Coronavirus-Infizierten nach oben. Auch die Zahl der Todesfälle steigt weiter an.

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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