Corona-Test im Auto startet

Drive-in-Schalter für Corona-Verdachtsfälle in BaWü - Mega-Andrang und elf Infizierungen!

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In Baden-Württemberg gibt es erste Drive-in-Stationen, wo auf das Coronavirus getestet wird.
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In Baden-Württemberg gibt es erste Corona-Testzentren, die mit dem Drive-in-Prinzip arbeiten. Heißt: Die Untersuchung findet im eigenen Auto statt. Es gibt erste Ergebnisse. 

  • In Baden-Württemberg kann man sich seit neustem am Drive-in-Schalter auf das Coronavirus testen lassen.
  • Aktuell gibt es solche Drive-in-Testzentren in Stuttgart, Herrenberg und Schorndorf.
  • Der Andrang ist groß. Es gibt erste positive Ergebnisse.

Coronavirus: Erste Ergebnisse am Drive-in für Verdachtsfälle in Baden-Württemberg

Update, 11. März: Im Kreis Esslingen war der Ansturm gleich zu Beginn groß. Rund 500 Menschen ließen sich gleich am ersten Tag imDrive-In für Verdachtsfälle testen. Die ersten Ergebnisse sind da. 

Wie der SWR berichtet, liegen die meisten der über 460 Testergebnisse vor. Laut Landratsamt sind elf Ergebnisse positiv. Das entspricht rund 2,4 Prozent. Im Bericht heißt es außerdem: "Auch am Dienstag war die Nachfrage in den sogenanntenCorona-Drive-ins in Nürtingen und auf der Landesmesse in Leinfelden-Echterdingen (beide Kreis Esslingen) groß."

Baden-Württemberg: Corona-Test am Drive-in-Schalter stark überlastet

Update vom 10. März: Der Drive-in-Schalter fürCorona-Verdachtsfälle in Baden-Württemberg. Eine Idee, mit der verhindert werden soll, dass Infizierte mit anderen Personen oder Gegenständen in Kontakt kommen. Das Prinzip: Man fährt mit demeigenen Auto vor und öffnet das Fenster. Ein Mitarbeiter in Schutzkleidung entnimmt anschließend eine Speichelprobe für die Laboruntersuchung

Der Patient wiederum fährt zurück nach Hause und bleibt solange in häuslicher Quarantäne, bis der Test postalisch vorliegt. Ist der positiv, entscheidet der Arzt über weitere Schritte. Ist der negativ, kann der Patient wieder zurück in die Öffentlichkeit.

Baden-Württemberg: Lange Schlangen vor Drive-in-Teststationen 

Schon jetzt ist klar: Das Drive-in-Angebot in Baden-Württemberg kommt an. Das zeigen die am Montag eingerichteten Corona-Abstrichzentren in Nürtingen und auf der Messe in Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen), wo allein am Vormittag schon rund 100 Abstriche von Autofahrern entnommen wurden. Am Abend stieg die Zahl der Drive-in-Patienten dann auf rund 500 an, wie das Landratsamt Esslingen erklärt. 

Vor allem Verdachtsfälle aus Risikogebieten (wie Südtirol) - die in den vergangenen 14 Tagen zurückgekehrt sind und Anzeichen einer Atemwegserkrankung aufweisen - werdenin Baden-Württemberg auf das Coronavirus getestet.

Drive-in-Test auf Coronavirus: in Baden-Württemberg warten Verdachtsfälle mehrere Stunden

Das Resultat: Die Drive-in-Schalter in Nürtingen und Leinfelden-Echterdingen gleichen der A6 am Weinsberger Kreuz. Denn aufgrund des großen Andrangs warten Patienten mehrere Stunden in der Warteschlange. Als Reaktion darauf erklärt das Landratsamt Esslingen, dass die Corona-Abstrichzentren erst am Dienstag oder in den darauffolgenden Tagen wieder angefahren werden sollen. Lange Wartezeiten sind das eine, feste Abläufe das andere. Denn gerade beim hoch ansteckenden Coronavirus sind Sicherheitsvorkehrungen unerlässlich. Und so läuft es ab:

  1.  Mögliche Verdachtsfälle wenden sich zuerst telefonisch an ihren Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst.
  2. Dann erhält man vom Arzt einen Code. Den braucht man, um auf das Gelände des Corona-Abstrichzentrums (CAZ) fahren zu können.
  3. Auf dem CAZ angekommen,  muss die Krankenversicherungskarte vorgelegt werden.
  4. Anschließend beginnt die eigentliche Untersuchung, wo ein Mitarbeiter in Schutzkleidung an das Auto herantritt und einen Abstrich aus Mund und Nase des Autoinsassen nimmt.
  5. DieProbe wird anschließend an ein Labor geschickt.

Neben Code und Versichertenkarte ist Voraussetzung, dass der Verdachtsfall in den vergangenen14 Tagen ein Risikogebiet besucht haben muss. Darunter fallen neben teilen Chinas auch Italien und aktuell diebeliebte Ski-Region Südtirol. Gerade auch deshalb dürfte die Nachfrage nach einem Test auf das Coronavirus demnächst steigen. Spontan sollen deshalb die Teams in denbaden-württembergischen Drive-ins aufgestockt werden, wie der SWR in Bezug auf das Coronavirus zuvor berichtet. Eine Übersicht der aktuellen Corona-Fälle in Baden-Württemberg liefert der Übersichtsartikel auf echo24.de.

Großer Andrang beim Coronavirus-Test: Baden-Württemberg baut Kapazitäten aus

Um der Lage Herr zu werden, soll im Kreis Böblingen ein weiteres ambulantes Testzentrum errichtet werden. Hierfür werden - ähnlich wie in Herrenberg - acht Container aufgestellt. Hier könnenim 15-Minuten-Takt Abstriche von möglichen Coronavirus-Infizierten genommen werden. Standort der provisorischen Test-Station ist der Parkplatz der Gemeinschaftspraxis der Laborärzte in Sindelfingen - direkt neben dem Obi-Baumarkt. 

Nach wie vor gilt: schwere Akutfälle mit Symptomen, wie Atemnot oder Verdacht auf Lungenentzündung, müssen vom Hausarzt ins Krankenhaus eingewiesen werden. Hierfür stehen in ganz Baden-Württemberg Quarantäne-Stationen bereit, die auf infizierte Patienten eingestellt sind. Alternativ ist nachts und am Wochenende der ärztliche Bereitschaftsdienst (Telefonnummer: 116117) der erste Ansprechpartner. Generell gilt: Nicht direkt zum Arzt gehen, die Gefahr einer Ansteckung ist zu groß. Das zeigen dieCorona-Fälle in Baden-Württemberg, die aktuell auf 232 bestätigte Fälle gestiegen sind. 

Baden-Württemberg: Am Drive-in-Schalter auf Coronavirus testen lassen

Drive-in gibt es nicht nur bei McDonalds und Co. Hintergrund: Seit sich der Coronavirus in Baden-Württemberg rasant ausbreitet, haben sich sogenannteDrive-in-Testzentren in Stuttgart, Herrenberg und Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) bewährt. Jetzt soll der Drive-in-Test auf dasCoronavirus in Baden-Württemberg weiter ausgebaut werden. Heißt: Künftig kann man sich vom Fahrzeug aus auf den Coronavirus testen lassen. Geplant sind zwei weitere Drive-in-Stationen in Nürtingen sowie in Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen). 

Aber Achtung: Nicht jeder kann mit dem eigenen Auto vorfahren. Voraussetzung ist, dass der Hausarzt telefonisch einen Test auf das Coronavirus anordnet. Heißt: Erst beim Arzt anrufen und dann - nach ärztlicher Anweisung - am Drive-in-Schalter vorfahren. Ganz wichtig: "Nicht in die Arztpraxis gehen, sondern immer erst zum Hörer greifen", erklärt das Gesundheitsamt Heilbronn zum Coronavirus gegenüber von echo24.de. Ist man nach vorheriger, telefonischer Anweisung des Arztes am Testzentrum angekommen, fährt man - wie bei McDonalds - am Drive-in-Schalter vor. Anschließend wird bei heruntergelassenem Fenster ein Abstrich entnommen.

Coronavirus-Test am Drive-in-Schalter: So funktioniert's

Dabei gilt: Auto nicht verlassen. Ärzte und Helfer die ans Auto kommen - und den Abstrich entnehmen - tragen Schutzkleidung. Mit derDrive-in-Methode will man verhindern, dass Corona-Verdachtsfälle in Kontakt mit Gegenständen oder Personen kommen. Wie schnell das nämlich gehen kann, zeigt einFall aus Bad-Rappenau (Landkreis Heilbronn), wo wegen des Verdachts auf den Coronavirus 100 Senioren in Quarantäne sind. Gerade in Krankenhäusern und speziell in Notaufnahmen wäre ein Ausbruch der Viruserkrankung fatal.

Danach gilt: Zurück nach Hause und in Quarantäne bleiben. Und zwar so lange, bis das Testergebnis vorliegt. Ist der Test positiv, liegt es im Ermessen des Arztes, ob der Patient in häuslicher Quarantäne bleibt, oder stationär behandelt werden muss. Ist Letzteres der Fall, gibt esspezielle Quarantäne-Stationen für die Patienten. Im Kreis Heilbronn gibt es fürCoronavirus-Infizierte in Löwenstein eine Isolierstation.

Die Idee sich am Drive-in-Schalter auf das Coronavirus testen zu lassen, ist nicht neu. In Südkorea und Hessen hat sich das Drive-in-Verfahren mittlerweile bewährt, berichtet swr.de.

Die neuen Abstrichzentren in Nürtingen und Leinfelden-Echterdingen (bei der Stuttgarter Messe) sollen von Montag bis Freitag in der Zeit von 10 bis 19 Uhr geöffnet haben.

Coronavirus-Test in Baden-Württemberg: Hier sind weitere Drive-in-Schalter geplant

InBaden-Württemberg werden die Drive-in-Schalter vom Malteser Hilfsdienst koordiniert. Wer Außerhalb der Öffnungszeiten auf den Coronavirus getestet werden muss, ist nach wie vor auf denärztlichen Bereitschaftsdienst angewiesen. Und der ist rund um die Uhr und auch am Wochenende unter der Telefonnummer 116117 erreichbar. Zudem gibt es in vielen Landesteilen von Baden-Württemberg eine Info-Hotline zum Coronavirus. Hier können sich Betroffene, Verdachtsfälle und Bürger mit allgemeinen Fragen melden, wenn noch kein Arztbesuch erforderlich ist. 

Auch für all diejenigen, die nicht mit dem Auto zum Corona-Test kommen können, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst zuständig. Und auch der reagiert. So gibt es seit neustem bei denSLK-Kliniken in Heilbronn einen separaten Eingang für Coronavirus-Erkrankte. Dort kümmert sich medizinisches Personal in Schutzkleidung um Erkrankte und Verdachtsfälle im Raum Heilbronn. 

DasDrive-in-Angebot kommt an. Jetzt will auch der Landkreis Ludwigsburg ein kreiseigenes Corona Testzentrum im Drive-in-Modell eröffnen. Die Inbetriebnahme ist am Freitag geplant. Das neue Testzentrum soll am Klinikum in Ludwigsburg angesiedelt werden, es verfüge aber über einen eigenen Eingang, erklärt ein Sprecher vom Ludwigsburger Landratsamt gegenüber dem SWR.  

Auch der Hohenlohekreis plant die Umsetzung eines Corona-Drive-In-Schalters.   

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