Coronavirus im Hohenlohekreis

Coronavirus-Hotspot: Positive Zahlen aus dem Hohenlohekreis - Zahl der genesenen Patienten steigt

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Das Coronavirus breitet sich rasant in Baden-Württemberg aus. Aus dem Hohenlohekreis gibt es derweil positive Nachrichten.

  • Das Coronavirus breitet sich weiter in Baden-Württemberg aus.
  • Die Zahl der Neuinfektionen im Hohenlohekreis stieg zuletzt stark an.
  • Menschen sterben an Covid-19

Coronavirus-Hotspot: Im Hohenlohekreis steigt die Zahl genesenen Patienten

Update, 14. April: Das Coronavirus hat Deutschland und somit auch Baden-Württemberg hart getroffen. Noch immer gibt es keinen Impfstoff und die Zahlen der Neuinfektionen mit Covid-19 steigen täglich weiter an. Aber nicht mehr so stark wie noch vor einigen Wochen, auch dank drastischer Maßnahmen wie einem Kontaktverbot.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Der Hohenloher Landrat Matthias Neth erklärt gegenüber dem SWR, dass von den 670 Erkrankten im Hohenlohekreis bereits 439 Menschen wieder als Gesund gelten. Insbesondere in den beiden Hotspot-Gemeinden Pfedelbach und Kupferzell gebe es besonders viele Fälle in denen Menschen wieder als gesund gelten. Neth betont aber: "Wir müssen aber weiter achtsam und vorsichtig sein. Weil jederzeit natürlich weitere Erkrankungen entstehen können."

Coronavirus-Hotspot: Bundesweiter Trend erkennbar

Damit liegt der Hohenlohekreis im bundesweiten Trend. Wie aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigen, übersteigt die Zahl der vom Coronavirus genesenen Menschen die Zahl der Neuerkrankungen. Insgesamt gelten mehr als die Hälfte der an Covid-19 erkrankten wieder als gesund.

Coronavirus-Hotspot: Im Hohenlohekreis steigt die Zahl der Infizierten langsamer an

Update, 2. April: 478 Menschen haben sich im Hohenlohekreis mit dem Coronavirus infiziert, zwölf sind an den Folgen der Erkrankung mit Covid-19 gestorben (Stand: 1. April). In Anbetracht der Fallzahlen pro 100.000 Einwohner ist der Hohenlohekreis damit DER Coronavirus-Hotspot in Baden-Württemberg. Doch es gibt Hoffnung!

Im Gespräch mit der "Hohenloher Zeitung" erklärt Landrat Matthias Neth, dass die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten im Hohenlohekreis nicht mehr so schnell ansteige: "Die Verdopplungszeit hat sich Stand Montag auf neun Tage erhöht." Dem von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgegebenen Zwischenziel von zehn Tagen sei man also nah. Aber Neth weiß auch, dass diese Zahlen schnell wieder schwanken können. Mittlerweile ist im Hohenloher Krankenhaus in Öhringen eine Fieberambulanz eingerichtet worden.

Coronavirus-Hotspot Hohenlohe: Zwei weitere Pflegeheime unter Quarantäne!

Update, 30. März: Der Hohenlohekreis wird immer mehr zum Hotspot des Coronavirus in Baden-Württemberg. Nun sind zwei weitere Pflegeheime aus der Region unter Quarantäne gestellt worden, wie das Landratsamt am Montagabend mitteilte. Hintergrund sind positive Testergebnisse auf das Coronavirus unter Mitarbeitern und Bewohnern der Pflegeheime.

Das bedeutet nun für alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass sie bis auf Weiteres als Kontaktpersonen der Kategorie 1 gelten. Heißt auch: Sie dürfen das Gelände nicht mehr verlassen und keinen Besuch empfangen. Lediglich die Mitarbeiter dürfen weiterhin arbeiten, da sie zu der Gruppe der systemrelevanten Berufe zählen - zumindest solange sie keine Krankheitssymptome haben. 

Coronavirus Baden-Württemberg: Deshalb ist Hohenlohekreis Hotspot

Update, 26. März: Zum ersten Mal seit längerer Zeit wurden gestern aus dem Hohenlohekreis keine neuen Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Trotzdem ist der Heilbronner Nachbarlandkreis mit 278 Infektionen mit Covid-19 (Stand 26. März, 10.30) einer der Hotspots für das Coronavirus.

Das liegt auch an der niedrigen Einwohnerzahl im Hohenlohekreis - die Region ist der bevölkerungsärmste Kreis im Südwesten. Auf 100.000 Einwohner kommen im Hohenlohekreis 248 Infiziert. Aber auch bei den absoluten Zahlen ist der Hohenlohekreis in Baden-Württemberg weit vorne dabei. Aber warum ist das so?

Coronavirus in Baden-Württemberg: Zwei Hotspots im Hohenlohekreis

Ein Faktor ist sicher das trotz Warnungen vom Landratsamt durchgeführte Rebenglühen. Allerdings gilt auch ein Konzert mit mehreren Posaunenchören am 1. März in Kupferzell als Infektionsherd. Wie focus.de berichtet, gibt es dort derzeit 74 Coronavirus-Fälle. In Pfedelsbach - wo einer der Chöre herkommt - sind es 92 Infektionen mit dem Coronavirus.

In den anderen 14 Kommunen im Hohenlohekreis in Baden-Württemberg sind die Zahlen deutlich niedriger und meist sogar einstellig. Für den Kreis lassen sich die hohen Zahlen damit erklären, dass sehr viel getestet wurde. Tatsächlich gab es im Hohenlohekreis sehr früh eine zentrale Abstrichstelle und eine Drive-In-Station. Anders als in anderen Kreisen wurden zudem nur Menschen mit Symptomen getestet. 

Coronavirus in BaWü: Entwickelt sich der Hohenlohekreis zum Hotspot?

Erstmeldung, 20. März: Seit Wochen hat das Coronavirus Deutschland und vor allem die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg fest im Griff. Täglich gibt es Meldungen über neue Infektionen und Todesfälle. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen wurde sogar das öffentliche Leben stark eingeschränkt.

Als nächster Schritt im Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 droht gar eine Ausgangssperre, wie es sie in einigen Nachbarländern wie Frankreich längst gibt. Denn die Zahlen steigen noch immer weiter, auch weil sich viele Menschen nicht an die Beschränkungen halten wollen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Todesfall im Hohenlohekreis

Besonders betroffen ist derzeit der Hohenlohekreis. Dort ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt besonders stark gestiegen. Laut SWR  musste der Hohenlohekreis in dieser Woche den ersten Todesfall, im Zusammenhang mit der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19, beklagen. Bei dem Toten handelt es sich um eine ältere Person, die aufgrund von Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehörte.

Blickt man auf die Entwicklung in Stadt- und Landkreis Heilbronn, fällt auf wie rasant die Entwicklung in Hohenlohe ist. Die erste Infektion im Landkreis Heilbronn erfolgte am 28, Februar, der erste Fall im Hohenlohekreis wurde am 5. März gemeldet. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Immer mehr Menschen im Hohenlohekreis infizieren sich

Für den Landkreis Heilbronn sind inzwischen 110 Fälle des Coronavirus gemeldet, hinzukommen 19 in Heilbronn selbst. Im Hohenlohekreis sind derzeit 154 Menschen (Stand 19. März, 15:00) mit dem Coronavirus infiziert.

Ins besonders in der letzten Woche hat sich der Hohenlohekreis zu einer Art Hotspot für das Coronavirus entwickelt. Bis zum 13. März lag die Anzahl der Infizierten bei grade acht Personen. Nur einen Tag später gab es schon 29 Fälle des Coronavirus im Heilbronner Nachbarkreis. Danach ging es sprunghaft weiter. Am 17. März waren es schon 64 Infizierte, nur einen Tag später schon 135 bis zu den 154 Infizierten am 19. März.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Neuinfektionen auch in Heilbronn 

In derselben Zeit stiegen zwar auch die Zahlen der Infektionen mit dem Coronavirus in Heilbronn merklich an, aber eben nicht so stark wie im Hohenlohekreis. Im Stadtkreis Heilbronn kamen seit dem 13. März 18 Neuninfektionen mit dem Coronavirus hinzu. 

Im Landkreis stieg die Zahl der Coronavirus-Patienten von 32 auf 110. Wie auch der Hohenlohekreis musste der Landkreis Heilbronn am 17. März ein Todesopfer in einem Altenheim in Bad Rappenau beklagen. Eine Pflegerin der Einrichtung ringt noch um ihr Leben.

Rubriklistenbild: © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

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