Ein Experte äußert sich 

Coronavirus: "Hamsterkäufe machen keinen Sinn" - Ministerium informiert

Coronavirus in Baden-Württemberg: "Hamsterkäufe machen keinen Sinn!"
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Das Ministerium klärt zum Thema "Hamsterkäufe" auf. 
  • Anna-Maureen Bremer
    vonAnna-Maureen Bremer
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Die Angst vor dem Coronavirus hat in Baden-Württemberg vielerorts zu "Hamsterkäufen" geführt. Ein Experte des Ministeriums stellt dazu etwas klar.

  • Die Zahl der Coronavirus-Infizierungen steigt.
  • Viele haben Angst und decken sich mit Vorräten ein. 
  • Das Ministerium äußert sich zu Hamsterkäufen. 

Das Coronavirus sorgt auch in Baden-Württemberg weiter für Verunsicherung. Aus Angst später keine Versorgung zu haben, decken sich viele Bürger mit Lebensmitteln ein, während die Zahl der Infizierten steigt. Ein Experte hat dazu ein klares Statement. 

Coronavirus: Baden-Württembergisches Innenministerium zu "Hamsterkäufen"

Aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus legen viele Menschen auch in Baden-Württemberg derzeit Vorräte an - nach Ansicht eines Experten ist das allerdings nicht notwendig. Angesichts des Coronavirus "macht es überhaupt keinen Sinn, irgendwelche Lagerbestände anzuschaffen", sagte der Referatsleiter in der Abteilung fürBevölkerungsschutz und Krisenmanagement im baden-württembergischen Innenministerium, Michael Willms, in Stuttgart. 

Zwar könnten Bilder von leeren Supermarktregalen Versorgungsengpässe suggerieren. "Die gibt es aber de facto nicht. Es muss keiner befürchten, in nächster Zeit in einen Mangel von Bedarfsgegenständen zu kommen."

Coronavirus in Baden-Württemberg: Versorgung wird nicht eingeschränkt

Willms vermutet zwei Gründe hinter den Hamsterkäufen, von denen der Handel zum Teil berichtet. "Auf der einen Seite ist das ein Stück weit Psychologie, dass die Menschen sich sicher fühlen, wenn sie was tun können", sagt der Experte. 

Zudem hätten viele Menschen Bilder von Ausgangssperren etwa in China im Kopf, was das Verhalten auslöse. Aber selbst wenn jemand in Deutschland wegen möglicher Infektion in Quarantäne müsse, werde für ihn gesorgt - entweder durch das soziale Umfeld oder auch die Gemeinde. "Es muss keiner befürchten, in einer häuslichen Isolation von der Außenwelt, Nahrungsmitteln und Bedarfsgegenständen abgeschnitten zu sein." Hamsterkäufe von Lebensmitteln wie Nudeln, Reis und Co. können zudem eine gesundheitliche Gefahr bergen, wie ein Schädlingsbekämpfer aus Heilbronn erklärt.

Durch die Hamsterkäufe haben die Mitarbeiter im Einzelhandel, der Logistik und im Vertrieb momentan besonders viel zu stemmen. Die Schwarz-Gruppe kündigte an, 140.000 Lidl- und Kaufland-Mitarbeiterin eine Prämie in der Corona-Krise zu zahlen.

Über die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg hat echo24.de einen Übersichtsartikel angelegt. Hier gibt es aktuelle Zahlen, Tipps und Aktuelles. 

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