Geld für angebliche Behandlungskosten

Kriminelle nutzen Angst vor Coronavirus für Betrugsmasche - LKA warnt

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Kriminelle nutzen jetzt das Coronavirus für eine neue Form des Enkeltricks.
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Das Coronavirus verunsichert in Baden-Württemberg viele Menschen. Das nutzen Kriminelle mit einer neuen Form des Enkeltrickbetrugs aus.

  • Betrüger angeblich mit Coronavirus infiziert.
  • Masche eine neue Form des Enkeltricks.
  • LKA Baden-Württemberg warnt während Corona-Krise vor Internet Fake-Shops.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kriminelle mit neuem Enkeltrick-Betrug

Der Enkeltrick-Betrug sollte eigentlich bekannt sein - und gelingt doch immer wieder - wie etwa vor wenigen Wochen in Heilbronn-Neckargartach: Kriminelle rufen in Baden-Württemberg bei Menschen an, deren Vornamen etwas in die Jahre gekommen klingen und darauf schließen lassen, dass es sich um Senioren handelt. Und dann geben sie sich bei den arglosen Angerufenen als Enkel oder Freund des Enkels aus. 

Im Anschluss schicken die Kriminellen einen Boten vorbei, um Geld abzuholen, da sie selbst oder der Enkel sich angeblich in einer Notlage befinden. Und jetzt - in der Zeit des Coronavirus - haben die Betrüger ihr Verhalten angepasst. Sie nutzen die derzeit herrschende Angst und Verunsicherung der Bürger aus!

Kriminelle nutzen Angst vor Coronavirus für Betrugsmasche - LKA warnt

Kriminelle verwenden die aktuelle Corona-Krise und versuchen als vermeintliche Angehörige, alten Menschen für angebliche Behandlungskosten des Coronavirus das Geld aus der Tasche zu ziehen. "Die Betrüger machen sich die Sorgen der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Coronavirus schamlos zunutze. Das ist eine besonders abstoßende und niederträchtige Vorgehensweise skrupelloser Krimineller", sagte der Präsident des Landeskriminalamtes (LKA) von Baden-Württemberg, Ralf Michelfelder, in Stuttgart.

Coronavirus: Betrüger verlangen Geld für angebliche Behandlung

Die Anrufer geben sich demnach am Telefon als Verwandte aus, die angeblich mit dem Coronavirus infiziert seien und finanzielle Unterstützung für die Corona-Behandlungskosten bräuchten. Sie bitten um Geld oder Wertgegenstände, die ein Freund abholen werde.

Michelfelder vom LKA in Baden-Württemberg riet, auch in den Zeiten des Coronavirus niemals Fremden Eigentum auszuhändigen. Die älteren Menschen sollten darauf bestehen, dass die Anrufer selbst ihren Namen sagen, anstatt sich dazu verleiten zu lassen, den Namen von Enkeln oder Neffen und Nichten zu erraten. Denn dies ist meist die Masche der Enkeltrick-Betrüger am Anfang des Telefongesprächs.

Baden-Württemberg: Polizei warnt vor Fake-Shops während Corona-Krise

Hilfreich sei auch, nach Begebenheiten zu fragen, die nur echte Verwandte wissen. So können die verunsicherten Angerufenen prüfen, ob wirklich der Enkel am Telefon ist. Zudem können sie den angeblichen Verwandten im Anschluss an das Telefonat unter der ihnen bekannten Nummer kontaktieren und die am Telefon aufgestellten Behauptungen prüfen. Weitere Empfehlung des LKA-Chefs von Baden-Württemberg: Details zu Verwandtschafts- und Vermögensverhältnissen nie preisgeben und es der Polizei unter 110 melden, wenn ein Betrug vermutet wird. Das gilt auch während der Corona-Krise.

Michelfelder warnte zudem auch vor Fake-Shops auf Online-Plattformen, die vorgeben, rare Schutzmasken oder Desinfektionsmittel gegen das grassierende Coronavirus, das in Baden-Württemberg schon mehr als 5.000 Menschen infiziert hat, zu vertreiben, die Artikel nach Erhalt des Geldes aber nicht liefern. Andere Internetverkäufer verlangten horrende Preise für die Ware. Währenddessen ist das Land Baden-Württemberg damit beschäftigt, durch immer erweiterte Maßnahmen die Ausbreitung des Coronavirus möglichst zu verlangsamen.

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