Noch keine Entwarnung

Nach Corona-Gespräch: Bund und Länder zu Kontaktverbot und Maskenpflicht

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Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten beraten sich über das weitere Vorgehen gegen das Coronavirus. Das Kontaktverbot bleibt bis einschließlich 19. April bestehen.

  • Kontaktverbot wegen Covid-19 gilt seit 22. März.
  • Kanzlerin und Ministerpräsidenten ziehen Coronavirus-Zwischenbilanz.
  • Corona-Regelungen gelten vorerst bis einschließlich 19. April.

Coronavirus Baden-Württemberg: Bund und Länder zu Kontaktverbot und Maskenpflicht

Update 1. April, 17.30 Uhr: Im Anschluss an die heutige Telefonkonferenz stellt sich auch Winfried Kretschmann der Öffentlichkeit und schildert seine Sicht der Dinge zu den weiteren Maßnahmen gegen das Coronavirus. Der Grünen-Politiker und Ministerpräsident von Baden-Württemberg liefert klare Aussagen: "Die zentrale Botschaft dieser Gespräche ist: Es gibt keinen Grund zur Entwarnung. Ausstiegsdebatten sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll und wir werden sie nicht führen. Nur so können wir das Leben von Menschen retten."

Nach wie vor gelte es, das Gesundheitssystem in der Corona-Krise nicht zu überlasten, für mehr Kapazitäten in den Krankenhäusern zu sorgen und weitere Beatmungsgeräte zu beschaffen. Kretschmann: "Nach Ostern werden wir wieder ein Gespräch mit der Kanzlerin haben, um danach weiter zu beraten, wie es weitergehen wird."

Trotz Kontaktverbot sieht Kretschmann die Freiheitsrechte nicht geopfert. Er verspricht außerdem eine radikale Rückkehr zur Normalität.

Coronavirus: Kontaktverbot ändert Osterfest 2020

Gerade die Osterfeiertage werden sich laut Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann 2020 anders gestalten, als man das aus den vergangenen Jahren kennt. Auf Besuche von Freunden und Verwandten gilt es, aufgrund des Kontaktverbots zur Eindämmung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu verzichten. Kretschmann: "Bleiben Sie Ostern möglichst zu Hause, feiern sie nur mit den Menschen, mit denen sie sowieso zusammenleben." Denkbar sei am kommenden Osterfest lediglich ein Osterspaziergang - möglichst allein oder nur mit den Menschen aus dem eigenen Haushalt. Auch Ostergottesdienste mit persönlicher Anwesenheit wird es in diesem Jahr in Baden-Württemberg und bundesweit keine geben.

Und auch zum Thema Maskenpflicht äußert sich Kretschmann. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz habe in seinem Land die Maskenpflicht beim Einkaufen gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 angekündigt. "Da im Moment aber nicht genügend Masken vorhanden sind, haben wir uns geeinigt, dass es in Deutschland auf absehbare Zeit keine Maskenpflicht geben wird." Dies solle verhindern, dass etwa im Pflegebereich für das Personal nicht ausreichend Masken vorhanden sind.

Am 15. April wollen Bund und Länder erneut über eine Lockerung der Corona-Maßnahmen diskutieren.

Coronavirus: Regierung berät Zwischenbilanz - Kontaktverbot bis nach Ostern

Update 1. April, 16.40 Uhr: Nach der heutigen Telefonkonferenz zwischen Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus erklärte Merkel gegenüber der Öffentlichkeit: "Eine Pandemie kennt keine Feiertage." Deshalb sollen sich die Bürger auch weiterhin an die Reduzierung von Kontakten aufgrund der Ausbreitung von Covid-19 halten und auf Besuche über Ostern verzichten. Merkel: "Kontakte müssen weiterhin auf ein absolutes Minimum reduziert werden." Bei allen im Medizin- und Pflegebereich Tätigen bedankt sich Kanzlerin Merkel herzlich.

Merkel berät mit Ministerpräsidenten Corona-Zwischenbilanz: Kontaktverbot bis nach Ostern

Update 1. April 16 Uhr: Das derzeit bestehende Kontaktverbot aufgrund des Coronavirus soll weiter bestehen bleiben. Nach einer Telefonkonferenz haben sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder heute Nachmittag darauf geeinigt, dass man in Deutschland vor Ostern auf keinen Fall Entwarnung in Bezug auf die Ausbreitung des Coronavirus geben kann.

Wie die Deutsche-Presse-Agentur vermeldet, bleiben die Bürger "angehalten, auch während der Osterfeiertage Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum zu reduzieren". Die Bürger sollen daher aufgrund des Coronavirus private Reisen und Besuche von Freunden möglichst unterlassen.Auch über die Osterfeiertage. Dies gelte auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge, heißt es in dem Papier weiter. Die entsprechenden Regelungen sollen nach diesen Informationen zunächst bis zum 19. April gelten.

Eine Diskussion zur Lockerung dieser Maßnahmen stehe laut Kanzlerin Angela Merkel vor Ostern auf keinen Fall zur Debatte. Am 14. April - dem Dienstag nach Ostern - wolle man erneut über die Lage beraten. Es habe zudem große Einigkeit bestanden, dass es keine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken geben solle. Es sei deutlich gemacht worden, dass man sich an die bestehenden Auflagen halten müsse, selbst wenn man solche Masken trage.

Coronavirus: Regierung berät Zwischenbilanz - kommt Maskenpflicht?

Erstmeldung 1. April 14.30 Uhr: Um die Ausbreitung des Coronavirus möglichst einzudämmen und das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, hatten sich Bund und Länder in Zusammenarbeit mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 22. März auf ein Kontaktverbot geeinigt. Die Regelungen gilt zunächst für zwei Wochen.

Doch gestern erklärte Winfried Kretschmann (Grüne), Ministerpräsident von Baden-Württemberg: In Bezug auf Sars-CoV-2 gibt es noch lange keinen Grund zur Entwarnung. Die aktuelle Corona-Verordnung in Baden-Württemberg gilt weiterhin bis zum 15. Juni 2020. Diese Verordnung regelt unter anderem Maßnahmen wie das Kontaktverbot.

Bundeskanzlerin Merkel hat sich heute mit den Ministerpräsidenten am Telefon beraten.

An diesem Mittwoch jedoch besprechen sich die Ministerpräsidenten der einzelnen Bundesländer und Kanzlerin Angela Merkel seit 14 Uhr erneut zur Covid-19-Situation. In einer Telefonkonferenz diskutieren die Politiker dabei, welche Erfolge die bisherigen Regelungen gegen Covid-19 gebracht haben, wie mit dieser Zwischenbilanz im Rücken weiterhin zu verfahren ist und, ob die Maßnahmen gegen das Coronavirus in den kommenden Wochen weiterhin verschärft werden müssen. 

In diesem Zusammenhang wird auch eine mögliche Maskenpflicht ein zentrales Thema sein. Im Anschluss an die Konferenz werden die Ministerpräsidenten ab etwa 16.30 Uhr über die Ergebnisse und das weitere Vorgehen gegen Covid-19 berichten.

Coronavirus-Kontaktverbot auch über Ostern hinaus?

Wie der SWR mitteilt, seien sich die Bundesregierung und die jeweiligen Landeschefs offenbar einig darüber, dass das geltende Coronavirus-Kontaktverbot auch über Ostern hinaus bestehen bleiben soll. Noch härtere Maßnahmen wie etwa ein komplettes Ausgehverbot seien aber wohl nicht zu erwarten.

Wie die Tagesschau berichtet, können sich mögliche neue Regelungen gegen das Coronavirus aber vor allem auf den Osterreise-Verkehr auswirken. Würden die Menschen während der anstehenden Feiertage bundesweit unterwegs sein und dabei Verwandte oder Freunde besuchen, hätte dies unweigerlich eine weitere Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 zur Folge.

Zuletzt ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Baden-Württemberg erschreckend schnell weiter gestiegen. Nach aktuellem Stand gibt es 13.313 bestätigte Sars-CoV-2-Fälle. Im Stadt- und Landkreis Heilbronn sind 595‬ Infektionen bekannt.

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/dpa             

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