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Ergebnisse des Corona-Gipfel: Kontaktverbot wird gelockert, Fußball erlaubt - was noch? 

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  • Melissa Sperber
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  • Julia Cuprakowa
    Julia Cuprakowa
  • Simon Mones
    Simon Mones

Heute entscheiden Bund und Länder über weitere Coronavirus-Lockerungen. Nach ersten Informationen sollen Kontaktverbot, Tourismus und Gastrobetriebe besprochen werden. 

  • Das Coronavirus breitet sich in Baden-Württemberg weiter aus. 
  • In den nächsten Tagen beraten sich Bund und Länder über weitere Coronavirus-Lockerungen
  • Corona-Lockerungen sind momentan im Gespräch und werden möglicherweise am Mittwoch, 6. Mai, beschlossen und bekannt gegeben. 

Ergebnisse des Corona-Gipfel: Kontaktverbot wird gelockert, Fußball erlaubt - was noch? 

Update, 16.20 Uhr: Es war eine sehr konstruktive Diskussion, wenn man Bundeskanzlerin Angela Merkel glauben darf. Am heutigen Mittwoch berieten Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Rund zwei Wochen nach dem letzten großen Corona-Gipfel, bei dem erste Öffnungen beschlossen wurden. Und das Ergebnis? Es gibt weitere Öffnungen, was auch an den Zahlen der letzten zwei Wochen liegt. Die Neu-Infektionen liegen nicht mehr jeden Tag bei über 1.000 Menschen. Gut so, findet die Politik und gibt deshalb grünes Licht - unter Auflagen. 

Das Wichtigste zuerst: Die Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen - aber werden gelockert. Heißt: Man darf nicht mehr nur als Hausstand oder mit einer weiteren Person draußen unterwegs sein. Ab sofort können sich Menschen aus zwei Hausständen wieder treffen. Diese neuen Kontaktbeschränkungen gelten vorerst bis zum 05. Juni

Bundeskanzlerin Angela Merkel präsentierte am Mittwoch die Ergebnisse des Corona-Gipfels.

Es wurde nicht lange diskutiert, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern und die Maskenpflicht beispielsweise beim Einkaufen bestehen bleiben. Auch das Thema Fußball wurde besprochen: Die Bundesliga darf in der zweiten Mai-Hälfte wieder starten, jedoch mahnte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in Hinblick auf die Peinlich-Aktion von Hertha BSC-Spieler Salomon Kalou an, dass die Hygienevorschriften nicht nur für normale Menschen, sondern auch "für Menschen die sehr viel Geld verdienen" gelten. Söder: "Ich kann nur appellieren: Es sollten auch Spieler, die sich unvernünftig verhalten, mit Konsequenzen rechnen müssen. Es war von dem einen Spieler von Hertha BSC schon ein schweres Eigentor."

Weitere Lockerungen sind bereits vor der Pressekonferenz bekannt geworden, wie echo24.de im Verlauf dieses Tickers zu sehen ist. Aber: Alle Lockerungen sind sozusagen auf Bewährung, denn es wird regional auf die Entwicklung geschaut. Sollte es mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geben, greift ein Notfallplan, der Lockerungen regional wieder aufheben kann bis die Zahl der Neuinfektionen wieder sieben Tage am Stück unter 50 liegt. 

Generell zeigten sich Merkel und Söder zufrieden mit der Sitzung aber auch den Fortschritten in Deutschland. Dennoch mahnten beide zur Vorsicht. Söder: "Wir öffnen, aber nicht überstürzt, sondern bedacht." Und Merkel stellt klar: "Wichtiger ist, dass wir Schritte vorankommen und Perspektiven geben, als dass wir gar nicht vorankommen." Am Ende gab die Bundeskanzlerin noch ein klares Bekenntnis ab: Sie vertraut der Bevölkerung, dass alle an einem Strang ziehen, und stellt das auch nicht in Frage.

Coronavirus Baden-Württemberg: Freude bei der DFL

Update 6. Mai, 15:07: Nach dem Breiten- und Freizeitsport sollen Bund und Ländern nun auch der Bundesliga das Okay für Geisterspiele gegeben haben. Laut Informationen der dpa haben Bund und Länder das Hygienekonzept der DFL akzeptier, somit darf die Bundesliga, als erste Profi-Liga in Europa, Mitte Mai ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen.

Coronavirus Baden-Württemberg: Grünes Licht auch für Breitensport - mit einer Einschränkung

Update 6. Mai, 14:32: Auch der Breiten- und Freizeitsport, kann laut Informationen der Deutschen Presse Agentur zumindest den unterbrochenen Trainingsbetrieb wiederaufnehmen. Allerdings mit einer Einschränkung: Das Training muss an der frischen Luft stattfinden. Darauf sollen sich Angela Merkel und die Ministerpräsidenten in ihrer Telefonkonferenz verständigt haben.

Coronavirus Baden-Württemberg: Öffnungsbeschränkung fällt

Update 6. Mai, 14.14: Der Corona-Gipfel von Bund und Ländern dauert noch immer an. Derweil gelangen immer mehr Informationen über die Beschlüsse über die Deutsche Presse Agentur an die Öffentlichkeit. So sollen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten darauf geeinigt haben, dieÖffnungsbeschränkung auf eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern aufzuheben.

Coronavirus Baden-Württemberg: Rückkehr zur Normalität? Einigung auch beim Kontaktverbot

Update 6. Mai, 13.56 Uhr: Unmittelbar vor der Pressekonferenz von Angela Merkel, Markus Söder und Peter Tschentscher in Berlin vermeldet die Deutsche Presseagentur eine weitere Einigung zwischen Bund und Ländern. Die durch das Coronavirus bedingte Kontaktbeschränkung soll grundsätzlich bis zum 5. Juni verlängert werden. Sie soll aber gelockert werden: Künftig sollen sich demnach auch angehörige von zwei Haushalten treffen können. 

Coronavirus Baden-Württemberg: Rückkehr zur Normalität? Erste Einigung zwischen Bund und Ländern

Update vom 6. Mai, 12.32 Uhr: Eine erste Entscheidung soll in der Telefonkonferenz von Bund und Ländern gefallen sein. Wie die dpa aus Teilnehmerkreisen der Schalte erfahren hat, haben sich Angela Merkel und die Ministerpräsidenten auf die Infektionsobergrenze von 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage für Landkreise und kreisfreie Städte geeinigt.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Weitere Lockerungen im Gespräch  - Pressekonferenz am 6. Mai 

Update vom 6. Mai:  Am Mittwoch, 6. Mai, wollen Bund und Länder eine Video-Konferenz abhalten. Dabei sollen weitere Corona-Lockerungen besprochen werden. Laut bild.de gibt es bereits jetzt erste Informationen, welche weitere Lockerungen kommen könnten. So soll eine mögliche Lockerung des Kontaktverbotes im Gespräch sein. Im Vorfeld der Telefonkonferenz von Bund und Ländern wurde bild.de die Beschlussvorlage zugespielt. Wie die bild.de berichtet werden unter anderem diese Punkte diskutiert: 

  • Eine Lockerung des geltenden Kontaktverbots. Das heißt, dass eine Versammlung bis zu fünf Personen wieder erlaubt werden könnte, so wie es in Sachsen-Anhalt bereits möglich ist.
  •  Die Bundesliga soll auch im öffentlichen TV übertragen werden. Die für Mai geplante Geisterspiele sollen auch im öffentlichen TV zu sehen sein, damit es zu keinen Fußball-Partys bei Menschen mit einem Sky-Abo kommt. 
  • Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga am 15. oder 21. Mai gilt als wahrscheinlich, einen genauen Termin gibt es jedoch nicht. Der Beschlussvorlage nennt jedoch eine Bedingung: "Dem Beginn des Spielbetriebs muss einezweiwöchige Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers, vorweggehen."
  • Neben der Bundesliga soll nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters auch der Amateursport unter freiem Himmel wieder erlaubt werden.
  • Für die Gastronomie soll auch ein Plan erarbeitet werden, unter welchen Auflagen die Restaurants, Gaststätte und Bars bis Pfingsten wieder öffnen könnten. 

Corona-Gipfel mit Angela Merkel und Winfried Kretschmann: Rückkehr zur Normalität? Erste Details für Exit-Plan

  • Auch die Tourismus-Branche in Deutschland soll vorsichtig wieder angeschoben werden - denkbar seien hier die Vermietung von Ferienwohnungen wieder zu erlauben. 
  • Zudem soll laut Reuters über die Grenze von 800 Quadratmetern bei Geschäften diskutiert werden. Im Saarland, Sachsen-Anhalt gilt diese bereits nicht mehr, nun könnte sie verbunden mit weiteren strengen Hygieneregeln auch bundesweit fallen. Laut der Beschlussvorlage ist es zudem wichtig, dass eine maximale Personenzahl von Kunden und Personal bezogen auf die Verkaufsfläche vorgegeben wird.
  • Zudem beschäftigen sich Bund und Länder mit dem Arbeitsumfeld in Industrie und Mittelstand. Hier soll ein möglichst "umfassendes Arbeiten ermöglicht werden", nicht nötige Kontakte zwischen Kunden und Belegschaft, sollen aber weiterhin vermieden werden. Die allgemeinen Hygienemaßnahmen müssen zugleich umgesetzt werden und bei nötigen Kontakten durch besondere Maßnahmen ergänzt werden, um die Infektionsrisiken zu minimieren. Unterstützung bieten hier die für den Arbeitsschutz zuständigen Behörden und Unfallversicherer.
  • Öffnungsbeschlüsse werden außerdem für Schulen und Kitas erwartet. Bei den Schulen habe in den Vorgesprächen bereits weitgehend Einigkeit bestanden, diese schrittweise für alle Kinder nach einem rotierenden System zu öffnen.

Coronavirus Baden-Württemberg: Bund und Länder beraten über nächste Maßnahmen und Lockerungen

  • Für die Schulen sieht die Beschlussvorlage  vor, unter Auflagen eine schrittweise Rückkehr aller Schüler bis zu den Sommerferien zu ermöglichen. Eine "möglichst umgehend gezielte pädagogische Präsenzangebote an den Schulen erhalten" sollen Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf, beispielsweise aufgrund der häuslichen Situation oder der technischen Ausstattung.
  • Bundesweit kann an den Kindergärten ab dem 11. Mai eine erweitere Notbetreuung eingeführt werden, damit sollen Familien mit Kindern unterstützt werden. Dieses Angebot richtet sich besonders an Kinder mit besonderem pädagogischen oder Sprachförderbedarf, sowie an Kinder die auf engem Wohnraum leben oder bald zur Vorschule oder Schule gehen.
  • Auch die Reglungen für Krankenhäuser, Pflege und Seniorenheime in den einzelnen Ländern sollen sich ändern und um eine Reglung erweitert werden, "die jedem Patienten/Bewohner einer solchen Einrichtung die Möglichkeit des wiederkehrenden Besuchs durch eine definierte Person ermöglicht wird, sofern es aktuell kein aktives Sars-Cov-2-Infektionsgeschehen in der Einrichtung gibt".
  • Großveranstaltungen bleiben auch weiterhin mindestens bis zum 31. August verboten. Großveranstaltungen sind demnach: Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Straßen- oder Schützenfeste sowie Kirmes-Veranstaltungen.
  • Auf der Tagesordnung steht auch die Tracing-App, hier weist die Beschlussvorlage erneut auf die "doppelte Freiwilligkeit" der Nutzung und Weitergabe der Daten an das Robert-Koch-Institut (RKI) hin. Bürger die ihre Daten nicht freigeben wollen, haben keine Nachteile bei der Nutzung der App, für die noch immer kein Startdatum genannt wird.

Corona-Gipfel über weitere Maßnahmen: Länder sollen in bestimmten Bereichen freie Hand haben

  • In diesen Bereichen lässt der Bund den Ländern freie Hand: "Kontaktbeschränkungen, Vorlesungsbetrieb an Hochschulen, Übergang der Kinderbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb gemäß Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz, Volkshochschulen, Musikschulen und sonstige öffentliche und private Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich, Gastronomiebetriebe, Bars, Clubs und Diskotheken, Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen (Übernachtungsangebote für private Reisen), Messen, Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe, Theater, Opern, Konzerthäuser und ähnliche Einrichtungen, Sportbetrieb in allen öffentlichen und privaten Indoor-Sportanlagen,Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen, Betrieb von sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wiederaufnahme von Wettkampf- und Leistungssport, Kleinere öffentliche oder private Veranstaltungen oder Feiern sowie Veranstaltungen ohne Festcharakter, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen."
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) mit einem Mundschutz.

Coronavirus Baden-Württemberg: Regionaler Lockdown denkbar? Corona-Gipfel am Mittwoch 

Update vom 5. Mai: Bevor am Mittwoch, 6. Mai, Bund und Länder in einem weiteren Corona-Gipfel über die nächsten Schritte in der Corona-Krise sprechen, dringen bereits im Vorfeld immer mehr Details über die Inhalte dieser Gespräche an die Öffentlichkeit. So soll nach Bild-Informationen Kanzleramtschef Helge Braun bei einer Telefon-Schalte klare Forderungen für nächste Lockerungen gestellt haben.

Vor Corona-Gipfel mit Bund und Ländern: Strenge Regeln für Lockerungen im Gespräch

Schon gestern wurde bekannt, dass bei dem Corona-Gipfel über Lockerungen des Kontaktverbots sowie für Gastronomie, Tourismus und Sport diskutiert werden soll. Doch diese Lockerungen will das Bundeskanzleramt wohl an strenge Regeln binden - so berichtet die Bild.

Doch was heißt das genau? Gäbe es in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 neue Infektionen pro 100.000 Einwohner, müsse der Landkreis zu den Beschränkungen des 20. April zurückkehren. Die Ausnahme: Die Infektionen treten an einem Ort, wie beispielsweise einem Altenheim, auf.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Neue Lockerungen ab dem 4. Mai gültig

Erstmeldung vom 4. Mai: Das Coronavirus hat den Alltag in Baden-Württemberg und in ganz Deutschland verändert und weitestgehend eingeschränkt. Schulen, Kindergärten und Museen wurden geschlossen. Das öffentliche Leben kam zum Erliegen. Das Ziel der Einschränkungen war, das Coronavirus so weit es geht einzudämmen und die Reproduktionszahl unter eins zu drücken - und diese auch dort zu halten. 

Und die Maßnahmen zeigten Wirkung - am 15. April wurden die ersten Lockerungen vom Bund und Länder beschlossen. Schulen dürfen schrittweise wieder geöffnet werden. Los gehen soll es mit den Abschlussklassen. Friseure dürfen - unter bestimmten Hygieneauflagen - ab dem 4. Mai wieder öffnen. 

Rubriklistenbild: © dpa

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