Risiko liegt an Menschenansammlungen und nicht am Wasser

Corona-Lockerungen: Badeseen öffnen - diese Regeln gelten

  • Daniel Hagmann
    vonDaniel Hagmann
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  • Violetta Sadri
    Violetta Sadri
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Wegen des Coronavirus blieben Badeseen und in Baden-Württemberg lange geschlossen. Ab dem 15. Juni dürfen diese im Heilbronner Landkreis wieder öffnen - unter strengen Regeln.

  • Über Pfingsten war in Baden-Württemberg kein Badesee-Besuch möglich.
  • Abstands- und Kontaktverbotsregeln gelten weiterhin.
  • Seit 15. Juni haben die Badeseen in der Region Heilbronn wieder geöffnet.

Coronavirus Baden-Württemberg: Badeseen im Heilbronner Landkreis dürfen öffnen - strenge Regeln gelten

Update 16. Juni: Die Badesaison ist eröffnet! Zwar später als geplant - aber immerhin besser gar nicht. Badegäste dürfen wieder Freibäder und Badeseen im Heilbronner Landkreis stürmen - wenn auch nur teilweise. Denn die Öffnung ist, wie auch in anderen Branchen, mit einigen Regeln verbunden. 

Am Breitenauer See bei Obersulm dürfen die Liegewiesen wieder genutzt werden. Das Absperrband wurde entfernt, das Bade-, Grill und Wassersportverbot aufgehoben. Doch Achtung! Derzeit gilt am Breitenauer See Baden auf eigene Gefahr, berichtet swr.de. Eine DLRG-Badeaufsicht ist erst ab dem 27. Juni vor Ort. Wie überall gilt auch am See ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Wer sich nicht an die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg hält, könnte vom Ordnungsamt oder der Polizei angesprochen werden - es wird nämlich weiterhin kontrolliert!

Diese Badeseen sind im Heilbronner Landkreis geöffnet: Breitenauer See in Obersulm, die Ehmetsklinge in Zaberfeld sowie der Mühlbacher und der Elsenzer See in den Eppinger Teilorten. Seit Kurzem sind am Breitenauer See in Obersulm im Landkreis Heilbronn zur Sicherheit der Badegäste auch wieder die Einsatzkräfte der DLRG vor Ort.

Coronavirus Baden-Württemberg: Badeseen geöffnet - strenge Regeln gelten

Update 15. Juni: Ab diesem Montag geht es wieder los: Die Badeseen im Landkreis Heilbronn - wie etwa der Breitenauer See in Obersulm, die Ehmetsklinge in Zaberfeld sowie der Mühlbacher und der Elsenzer See in den Eppinger Teilorten sind für Schwimmer und Besucher wieder geöffnet. Wie der SWR berichtet, weisen Schilder an den Seen aber darauf hin, die geltende Coronavirus-Verordnung des Landes Baden-Württemberg unbedingt zu beachten. Nach wie vor besteht schließlich Ansteckungsgefahr in Bezug auf Covid-19. Die Ordnungsämter der jeweiligen Städte und Gemeinden im Landkreis Heilbronn achten darauf, dass die Besucher sich an die Regeln halten. Je nach Menge der Besucher ist auch denkbar, dass am Breitenauer See ein privater Sicherheitsdienst für das Einhalten der Ordnung sorgt.  

Coronavirus Baden-Württemberg: Badeseen dürfen im Juni wieder öffnen

Update 9. Juni: Kurz vor dem kalendarischen Sommeranfang soll es losgehen. Ab dem 15. Juni, können die Badeseen in Baden-Württemberg und der Region Heilbronn wieder öffnen. Wie die Stadt Eppingen nun mitteilt, gilt die Öffnung auch für die Badeseen in Eppingen-Elsenz und Eppingen-Mühlbach. Ab dem kommenden Montag sind diese wieder zum Baden freigegeben. Auch der Aufenthalt auf den Liegewiesen wird möglich sein.

Die Stadt Eppingen erklärt aber: Beim Aufenthalt an den Badeseen sind die Abstandsregelungen der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg in der jeweils gültigen Fassung einzuhalten. Dies bedeutet aktuell, dass der Aufenthalt im öffentliche Raum - wie etwa beim Seegelände - nur alleine oder im Kreis der Angehörigen des eigenen sowie eines weiteren Haushalts gestattet ist. Zu anderen Menschen sind im Wasser der Badeseen und auf der Liegewiese ein Mindestabstand von eineinhalb Metern einzuhalten. Das Verwenden einer Atemschutzmaske ist an den Badeseen nicht zwingend notwendig.

Bilder: So verabschiedet man sich am Breitenauer See vom Sommer 

Coronavirus Baden-Württemberg: Badeseen dürfen im Juni wieder öffnen

Update 4. Juni: Badesee-Fans in der Region Heilbronn müssen sich noch gedulden. Denn: Obwohl das Land Baden-Württemberg gestattet, dass Badeseen unter Auflagen am kommenden Samstag, 6. Juni, öffnen dürfen, haben sich die Bürgermeister im Landkreis Heilbronn, das Landratsamt und die Stadt Heilbronn darauf verständigt, dass Freibäder und Seen in der Region erst ab Montag, 15. Juni, öffnen sollen. Das berichtet die Heilbronner Stimme.

Coronavirus Baden-Württemberg: Badeseen über Pfingsten geschlossen

Erstmeldung 26. Mai: Das anstehende lange Pfingstwochenende ist eigentlich wie geschaffen für Aktivitäten im Freien. Gerade, wenn das Wetter stimmt, sind herrliche Stunden an den Bagger- und Badeseen der Region eigentlich vorprogrammiert. Doch damit sieht's in diesem Jahr an Pfingsten wegen des Coronavirus schlecht aus. Die Badeseen in der Region Heilbronn, etwa der Breitenauer See in Obersulm oder die Ehmetsklinge in Zaberfeld, sind nicht nur für Schwimmer gesperrt. Sowohl zum Baden als auch, was die Liegewiesen angeht. Zwar ist die Entwicklung rund um die Ausbreitung des Coronavirus in den vergangenen Wochen in Baden-Württemberg erfreulich, jedoch geschehen die derzeitigen Corona-Lockerungen mit Bedacht, um einen Rückfall zu vermeiden. Ab der kommenden Woche sollen zwar wieder Veranstaltungen mit bis zu 100 Menschen erlaubt sein, Schwimmer schauen aber weiterhin in die Röhre.

Die Gemeinde Obersulm etwa schreibt auf ihrer Facebook-Seite, dass bis in der Woche nach Pfingsten und bis auf Weiteres die geltenden Corona-Regeln am Breitenauer See aufrechterhalten bleiben. Heißt: Das Betreten der Liegewiesen ist ebenso verboten wie das Baden, Wassersport-Aktivitäten oder das Grillen. Denn all diese Tätigkeiten würden ein Einhalten der in Baden-Württemberg geltenden Abstandsregeln und Kontaktverbote gefährden.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Menschenmengen an Badeseen gefährden Abstandsregeln

Jedoch gilt laut der Gemeinde Obersulm am Breitenauer See auch: "Zugänglich ist der knapp vier Kilometer lange Seerundweg zum Spazierengehen, Joggen oder Radfahren. Geöffnet sind der Kinderspielplatz im Naherholungsgebiet am See sowie an schönen Tagen der Kiosk 1 und der Tretbootverleih entsprechend der allgemein im Land geltenden Abstandsregeln und Vorgaben."

In Bezug auf die beliebte Ehemetsklinge und den Katzenbachsee in Pfaffenhofen erklärt die Gemeinde Zaberfeld, dass ein Sperren des Naherholungsgebiets alternativlos sei, um auf der sicheren Seite zu sein. Das Gebiet würde bei Öffnung einen Anziehungspunkt für Menschen aller Altersklassen darstellen - und damit natürlich auch Menschen mit Vorerkrankungen anlocken.

Gerade bei gutem Wetter sei das Risiko viel zu hoch, durch die Menschenansammlungen an dem Badesee eine Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu begünstigen. "Die Corona-Verordnung der Landesregierung untersagt bislang weder die Benutzung von Gewässern, noch die Benutzung von Liegewiesen. Auf Grund der hohen Infektionsgefahr untersagt die Corona-Verordnung jedoch den Betrieb von Schwimm- und Hallenbädern. Das Infektionsrisiko ist bei offenen Gewässern nicht geringer."

An Hotspots wie dem Breitenauer See prüft die Polizei genau, ob die Menschen die Abstandsregeln einhalten.

Wie die Heilbronner Stimme berichtet, ist weder in den Becken von Schwimmbädern, die derzeit ebenfalls wegen des Coronavirus nicht zugänglich sind, noch in den Badeseen mit einer risikoreichen Ausbreitung von Covid-19 zu rechnen. Die Sperrungen der Badeseen für Schwimmer haben allein den Hintergrund, dass bei bestem Wetter und dichten Menschenansammlungen das Einhalten der Abstandsregeln weder gesichert noch problemlos durchzusetzen ist. Daher sollen Badeseen im Landkreis Heilbronn so lange gesperrt bleiben, bis das Land Baden-Württemberg eine generelle Öffnungsempfehlung ausspricht. Und solange bleibt das Dicht-an-Dicht-Liegen, Sonnenbaden und das Sehen und gesehen werden an den Liegewiesen und Badeseen in Baden-Württemberg und der Region Heilbronn zunächst nur eine schöne Erinnerung aus den vergangenen Jahren.

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