Maskenpflicht ab Montag

Unterschiedliche Masken  gegen das Coronavirus - das sind die Vor- und Nachteile!

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Ab Montag gilt in Baden-Württemberg wegen des Coronavirus eine Maskenpflicht. Doch welche Unterscheide und Gefahren haben die Masken?

  • Ab Montag muss jeder Mensch ab sechs Jahren in Baden-Württemberg eine Maske tragen.
  • So soll die Verbreitung des Coronavirus eingedämmt werden.
  • Doch welche Vor- und Nachteile haben die Masken?

Coronavirus in Baden-Württemberg: Unterschiede und Gefahren der Masken

Schrittweise geht es im Kampf gegen das Coronavirus für die Menschen in Baden-Württemberg wieder in Richtung Normalität. Viele Geschäfte dürfen wieder öffnen, sofern sie sich an die Vorgaben halten und Hygienemaßnahmen ergreifen. 

Mit der ab Montag geltenden Maskenpflicht kommt allerdings eine neue Maßnahme hinzu. Wer demnächst Einkaufen möchte oder sich mit dem öffentlichen Personennahverkehr bewegt, der muss einen Mundschutz tragen. Wie bei unseren Nachbarn in Österreich sind aber auch Schals und Tücher als Mundschutz erlaubt, da Masken noch immer Mangelware sind und viele Menschen nicht wissen, wo sie eine Maske bekommen. Die Nachfrage ist dennoch ungebrochen. Einen "Masken-Drive-In" musste die Polizei in Ludwigsburg am Donnerstag schließen. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: So wirken die unterschiedlichen Masken

Bleibt die Frage: Welche Arten von Mundschutz gibt es und wie effektiv sind diese? Das Onlinemagazin "NOISE" hat eine Übersicht der gängigen Masken zusammengefasst:

  • Mund-Nasen-Schutz (MNS): Der Mund-Nase-Schutz ist der Klassiker unter den Masken und wird oft in Kliniken, aber auch im asiatischen Raum verwendet. Allerdings schützt der Mund-Nasen-Schutz nur das Umfeld, nicht aber den Träger.
  • FFP-2/FFP-3-Maske ohneVentil: Beim sogenannten "Filtering Face Piece" oder auch FFP, gibt es verschiedenste Stufen und Ausführungen. Je höher die Zahl, desto besser der Virenschutz. Ohne Ventil schützen die FFP-Masken sowohl Träger als auch das Umfeld und sind somit für das Klinikpersonal besonders wichtig.
  • FFP-2/FFP-3-Maske mit Ventil: Die FFP-Masken mit Ventil schützen lediglich den Träger, aber auch diese werden im Krankenhausalltag benötigt.
  • Selbstgebastelte Masken aus Baumwolle: Wie der Mund-Nasen-Schutz wird hier vor allem das Umfeld geschützt, aber in einem gewissen Maß auch der Träger. Diese Masken sind für den Alltag geeignet, nicht jedoch für den intensivmedizinischen Bereich.
  • Schal/Halstuch: Beide sind im Sinne der Maskenpflicht erlaubt, bieten aber nur mäßigen Schutz für Träger und Umfeld. Größere Tröpfchen werden nicht aufgehalten.
Diese FFP-3-Maske schützt lediglich den Träger.

Eine Garantie, dass der Träger gegen eine Infektion mit dem Coronavirus geschützt ist besteht jedoch bei keiner der Masken. Durch das Tragen eines Mundschutzes ist jedoch das nähere Umfeld besser vor großen Tröpfchen geschützt und genau das ist auch das Ziel der Maskenpflicht. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Darauf sollten man beim Tragen der Masken achten

Allerdings birgt dies auch eine Gefahr wie das Wissensmagazin "Quarks" erklärt, denn zum einen vermitteln sie schnell ein falsches Sicherheitsgefühl, sodass die Träger weniger auf den nötigen Sicherheitsabstand achten. Zum anderen verwenden viele Menschen die Masken falsch.

 Das passiert schnell und unbewusst, Beispielsweise durch einen Griff an die Maske um den Sitz zu prüfen und diesen im Zweifel zu korrigieren. Oftmals sieht man aber auch, das Menschen ihre Maske zwischenzeitlich unters Kinn schieben und erst wieder in einer vermeintlich gefährlichen Situation ins Gesicht ziehen. Dadurch setzten sie sich der Gefahr einer Schmierinfektion aus. Daher gilt:

  • Immer so verhalten, als würde man keine Maske trage.
  • Immer davon ausgehen, dass die Maske mit Viren verunreinigt ist.
  • Die Masken unter keinen Umständen anfassen. Nach dem Absetzten sofort die Hände waschen. Wichtig: Berührungen im Gesicht und an der Maske sind zu vermeiden.
  • Trotz Maske den Abstand zu anderen Menschen einhalten.
  • Auch wenn man eine Maske trägt, immer in die Armbeuge husten und niesen.
  • Maskeregelmäßig bei 60 °C waschen.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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