Maske Marke-Eigenbau

Schutzmaske selbst nähen: Mit diesen Tipps gelingt es jedem

  • Jason Blaschke
    vonJason Blaschke
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Ein Mundschutz ist in der Coronavirus-Pandemie ein rares Gut. Zum Glück können Schutzmasken auch selber genäht werden. echo24.de hat die besten Anleitungen ausgesucht. 

Maskenpflicht wegen Coronavirus Baden-Württemberg: Schutzmasken selbst nähen - Anleitung

Bilder mit Menschen, die mit einer Atemschutzmaske durch die Innenstadt laufen, kennt man bisher nur aus asiatischen Ländern. Doch seit Kurzem tragen auch immer mehr Deutsche in der Öffentlichkeit einen Mundschutz - oft Marke-Eigenbau. Aber sind solche Masken eigentlich wirkungsvoll? Oder sind sie vielmehr ein neuer Trend, der durch prominente Vorbilder - wie zuletzt Joko Winterscheidt oder Lena Meyer-Landrut - immer populärer wird? 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Mundschutz ist in der Corona-Krise weißes Gold

Fakt ist jedenfalls: Mundschutz ist Mangelware. Und insbesondere in Kliniken und Arztpraxen in Baden-Württemberg fehlt es an diesen dringend benötigten Medizinprodukten. Daher gilt: keine professionellen Atemschutzmasken kaufen, welche die FFP2 oder FFP3 Norm erfüllen. Grund: gerade die werden von Ärzten und Pflegekräften dringend gebraucht. Deswegen sind solche Spenden willkommen, wie sie ein Unternehmer aus Heilbronn gemacht hat.

Auch in Europa gehen in der Coronavirus-Pandemie immer mehr Menschen mit Mundschutz auf die Straße.

Auch sollte man sich im Klaren sein, dass ein Mundschutz - egal wie sicher er ist - eine Ansteckung mit Covid-19 oder anderen Erregern nicht zu hundert Prozent verhindern kann. Einepotenzielle Ansteckungsgefahr besteht immer. Trotzdem kann ein selbst gebastelter Mundschutz effektiv sein. Das belegt eine Studie der Cambridge-Universität, die herausgefunden hat, dass auch Atemschutzmasken der Marke-Eigenbau einen Teil der schädlichen Mikropartikel aus der Luft filtern können. 

Es macht also durchaus Sinn, einenselbst gebastelte Gesichtsmaske in der Öffentlichkeit zu tragen. Mittlerweile werden die sogar auf Plattformen wie ebay oder etsy vertrieben - teilweise zu Wucher-Preisen. Das muss nicht sein. Denn eine Gesichtsmaske kann auch ganz leicht selber gebastelt werden.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Mundschutz Marke-Eigenbau - so funktioniert's

Kompliziert? Nicht unbedingt. Viele Anleitungen auf Plattformen wie YouTube, Instagram oder Facebook zeigen detaillierte Vorgehensweisen. Zudem gehören Materialien wie Geschirrtuch oder Kissenbezug ohnehin schon zum häuslichen Repertoire. Ein gutes Beispiel dafür ist die Bastelanleitung von burda style, die in einfachen Schritten und mit vielen Bildern Schritt für Schritt zur selbst gebastelte Gesichtsmaske führt.

Besonders praktisch ist zudem die Tatsache, dass solche Self-Made-Stoffmasken in der Regel mit sechzig oder neunzig Grad gewaschen werden können. Als Filter dient in der Regel ein Stück Stoff, das kostengünstig ausgewechselt werden kann. Und wer tatsächlich kein geeignetes Bastelmaterial zu Hause hat, findet  in immer mehr Online-Shops schon fertig gepackte Bastel-Pakete. All das zeigt: Für guten Schutz muss nicht unbedingt das Sparschwein geschlachtet werden. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Auch Kliniken setzen auf Eigenproduktion bei Schutzmasken

Auch ganze Krankenhäuser sind mittlerweile auf den Zug aufgesprungen und stellen eigene Masken her. Vorreiter: Die Uni-Klinik Freiburg, die Atemschutzmasken im 3D-Druckverfahren produziert. Die sind natürlich um einiges professioneller, da sie für denKrankenhaus-Gebrauch tauglich sein müssen. Und auch Firmen im Land wollen in derCorona-Krise die Ärzte und Pflegekräfte vor Ort unterstützen und suchen bereits nach Möglichkeiten, Medizinprodukte in Baden-Württemberg herzustellen. Ganz vorne mit dabei ist der Sportbekleidungshersteller Trigema, der bereits die Massenproduktion von Atemschutzmasken investiert hat. 

Und auch Daimler und BMW sind schon aktiv geworden und spenden mehr als 200.000 Atemschutzmasken anbaden-württembergische Kliniken und Arztpraxen. Fazit: Das Land wird aktiv und versucht eine Ausweitung der Coronavirus-Pandemie in Baden-Württemberg einzudämmen. Zuvor hatten schon die Stuttgarter Nachrichten über selbst gebastelten Masken berichtet. Aber trotz aller Ideen muss klar sein, dass selbst gebastelte Schutzmasken gut für den Eigengebrauch sind, dringend benötigte Medizinprodukte für Kliniken und Arztpraxen aber nicht ersetzen können.

Doch nicht nur, wer selbst Atemschutzmasken herstellt, kann seinen Teil gegen die Ausbreitung von Covid-19 beitragen. Auch findige Gin-Hersteller aus Schwaigern-Niederhofen im Raum Heilbronn gehen gegen das Coronavirus vor - und produzieren mit ihrem Alkohol nun Desinfektionsmittel.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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