Audi-Fahrplan für Juni

Audi Neckarsulm: Kurzarbeit im Juni - So geht es weiter

  • Jason Blaschke
    vonJason Blaschke
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Die Coronavirus-bedingte Kurzarbeit wird für die Audi-Mitarbeiter auch am Standort Neckarsulm verlängert. Gleichzeitig will der Autokonzern die Produktion wieder hochfahren.

  • Im Audi-Werk Neckarsulm gibt es auch im Juni Coronavirus-bedingte Kurzarbeit.
  • Ab Juni wird die Produktion einzelner Modelle wieder hochgefahren.
  • Coronavirus-bedingt kommt es zu einzelnen produktionsfreien Tagen im Audi-Werk-Neckarsulm.

Coronavirus Neckarsulm: Audi verlängert Kurzarbeit bis 30. Juni

Eine schlechte Nachricht für alle Audi-Mitarbeiter: Die Coronavirus-bedingte Kurzarbeit wird auch am Standort Neckarsulm weiter verlängert. "Vorerst um einen Monat bis zum 30. Juni", erklärt ein Audi-Sprecher gegenüber von echo24.de. Als Grund nennt der Autokonzern anhaltende Lieferengpässe und den Nachfragerückgang im Zuge der Corona-Krise.

An allen deutschen Standorten wolle man aber die Produktion wieder hochfahren. Heißt: In den nächsten Wochen werden wieder mehr Audi-Mitarbeiter an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Kurzarbeit? Ja. Aber eben nicht mehr für alle. Speziell in Neckarsulm werden im Juni weniger Bereiche von Kurzarbeit betroffen sein. Grundsätzlich abschaffen könne man die Kurzarbeit aber nicht.

Coronavirus Neckarsulm: Produktionsstart trotz Kurzarbeit: Das ist der Fahrplan

"Wir danken aber den Audi-Mitarbeitern weiterhin für ihre Flexibilität und das Verständnis für die Situation", erklärt Stefanie Ulrich, Personalleiterin bei Audi Neckarsulm. Ulrich freut sich, dass in Zeiten der Coronavirus-Pandemie in Baden-Württemberg die Produktion am Standort wieder anläuft und mehr Audi-Mitarbeiter wieder ihrer Arbeit nachgehen können.

Zwar wurde die Kurzarbeit bei Audi Neckarsulm verlängert, die Produktion soll in den nächsten Wochen aber wieder steigen.

"Schrittweise wollen wir am Audi-Standort Neckarsulm auf das Produktionsniveau von vor der Coronavirus-Pandemie zurückkehren", erklärt ein Sprecher. Die Situation bleibt allerdings eine Herausforderung. Vor allem wegen der schwächelnden Nachfrage und der weiterhin schwierigen Situation mit den Lieferanten, die selbst oft noch in Kurzarbeit sind.

Coronavirus Neckarsulm: So geht die Produktion ab Juni weiter

Der Audi-Konzern steuert daher die Produktion am Standort Neckarsulm flexibel unter Berücksichtigung der Nachfrage der jeweiligen Modelle. Heißt: Es wird nur das produziert, was von den Kunden auch nachgefragt wird. Für Juni bedeutet das konkret:

  • Beim Audi-A8 fährt die Produktion komplett auf zwei Schichten wieder hoch.
  • In der C-Reihe (A6 und A7) wird in der ersten Juniwoche im Einschichtbetrieb produziert.
  • Ab der zweiten Juniwoche wird in der C-Reihe wieder in zwei Schichten produziert.
  • Beim Audi-R8 arbeitet die Montage weiterhin in einer Schicht.
  • Der Karosseriebau der R8-Reihe ruht in der ersten Juniwoche, danach wird in zwei Schichten produziert.
  • Die B-Reihe (A4 und A5) wird weiterhin in einer Schicht produziert.
  • Zur Steuerung des Produktionsvolumens ruht die Montage beim A4 und A5 in der ersten Juniwoche.  

Darüber hinaus kommt es Coronavirus-bedingt zu "vereinzelten produktionsfreien Tagen" in Neckarsulm. Wegen der aktuellen Situation wurde die Fertigung seit Mitte März heruntergefahren. Seit 4. Mai wird am Audi-Standort Neckarsulm wieder produziert - meist aber nur im Einschichtbetrieb.

Nach Dieselskandal und Kurzarbeit macht Audi wieder von sich reden. Doch diesmal hat der Autobauer gute Neuigkeiten: neue Markteinführungen sind geplant.

Rubriklistenbild: © AUDI AG

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