50 Prozent der Hautoberfläche verbrannt

Freunde mussten seine Haut löschen! Jugendlicher nach leichtsinnigem "Spaß" in Lebensgefahr

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In Bruchsal verletzt sich ein Jugendlicher durch einen vermeintlichen Spaß lebensgefährlich.
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Der Jugendliche erlitt schwerste Verbrennungen der Haut. Er hatte zuvor wegen eines vermeintlichen Spaßes einen Stromschlag abbekommen.

Update, 25.10., 12 Uhr:

Nach dem Vorfall in Bruchsal, bei dem ein 16-Jähriger durch einen Stromschlag lebensgefährlich verletzt wurde, ermittelt die Polizei derzeit nicht wegen einer Straftat, sondern wegen eines Unfalls. Der Jugendliche war auf einen Güterzug geklettert und hatte bei dem Schlag aus der Oberleitung schwerste Verbrennungen erlitten.

Um das tragische Geschehen zu rekonstruieren, will die Polizei im Lauf der nächsten Woche die Begleiter des jungen Mannes befragen. Insgesamt sechs Mädchen und Jungen hatten sich demnach an der Unfallstelle in Bruchsal aufgehalten. Sie hatten auch die Flammen gelöscht, nachdem die Kleidung des 16-Jährigen durch den Stromschlag in Brand geraten war.

16-Jähriger nach Unfall in Bruchsal in Lebensgefahr: Freunde löschten Flammen

Wie eine Polizeisprecherin erklärte, sollen die Zeugen Zeit bekommen, das Geschehene zu verarbeiten, ehe sie sich zu dem Vorfall äußern müssen. Dabei waren zwei der Jungs auf einen Waggon gestiegen. Einer der beiden war aber rechtzeitig heruntergestiegen.

Der 16-Jährige schwebte nach dem gefährlichen Spaß in akuter Lebensgefahr. Wie es ihm zwei Tage nach dem Unfall gesundheitlich geht, ist derzeit unklar.

Andere mussten seine Haut löschen! Jugendlicher nach leichtsinnigem "Spaß" in Lebensgefahr

Ursprungsmeldung, 25.10., 9.45 Uhr:

Ein Jugendlicher ist in Bruchsal wegen seiner waghalsigen Idee lebensgefährlich verletzt worden. Durch einen Stromschlag erlitt der 16-Jährige schwerste Verbrennungen. Der Vorfall ereignete sich bereits am 23. Oktober.

Bruchsal: Jugendlicher schwebt nach leichtsinnigem "Spaß" in Lebensgefahr

Gegen kurz vor acht Uhr war der junge Mann mit einem Freund aus einem Jugendtreff nahe der Haltestelle Tunnelstraße in Bruchsal gekommen. 

Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei stand offenbar ein Zug an der Haltestelle und wartete auf die Freigabe seiner Weiterfahrt. Dies brachte die beiden Jugendlichen auf eine Idee mit fatalen Folgen.

Bruchsal: Jugendlicher stand nach Stromschlag in Flammen

Beide Jungen entschlossen sich, auf den Zug aufzusteigen. Während sein Freund absprang, kletterte der 16-Jährige allerdings weiter auf das Dach eines Waggons.

Hier wurde er bei etwa einem Meter Abstand von der Spannung der Oberleitung erfasst und bekam einen furchtbaren Stromschlag. Es entstand ein Lichtbogen und der in Flammen stehende Jugendliche fiel auf den Bahnsteig.

Bruchsal: 16-Jähriger in akuter Lebensgefahr - über Hälfte der Hautoberfläche verbrannt

Anwesende löschten daraufhin zwar den brennenden Jugendlichen und ein in Bruchsal vor Ort wohnender Arzt übernahm die Erstversorgung. Dennoch schwebt der 16-Jährige in akuter Lebensgefahr.

Nach Eintreffen des Notarztes war der junge Mann mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Ludwigshafen gebracht worden. Über 50 Prozent seiner Hautoberfläche wurden nach Angaben der Polizei bei dem Vorfall verbrannt. Die Bundespolizeiinspektion Karlsruhe ermittelt derzeit weiter.

S-Bahn-Surfer: Leichtsinniger "Spaß" endet oft dramatisch

Leider ist der Jugendliche aus Bruchsal kein Einzelfall. Immer wieder werden sogenannte S-Bahn-Surfer bei waghalsigen Manövern schwer verletzt oder kommen sogar ums Leben. 

Erst im September war in Frankfurt ein junger Mann brennend von einem Zug gefallen. In Stuttgart hatte eine Gruppe Glück bei ihrer leichtsinnigen Aktion. Verletzt wurde trotz eines Sturzes offenbar niemand. Dafür wurden zwei junge Männer vorläufig festgenommen.

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