Es wurde ein Sperrgebiet errichtet 

Vogelgrippe-Schock in Bretzfeld: Das sind die Folgen für Betriebe und die Region

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Der Bestand von infizierten Tieren wurde getötet. 
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Auf einem Hof in Bretzfeld bei Heilbronn wurde die Vogelgrippe festgestellt. Die Geflügelpest hat für Betriebe im Sperrgebiet Folgen. 

  • Vogelgrippe ist auf einem Hof in Bretzfeld bei Heilbronn ausgebrochen. 
  • Der Bestand an infizierten Tieren wurde getötet. 
  • Die Geflügelpest hat für landwirtschaftliche Betriebe rund um Bretzfeld Folgen.

In einem Geflügelbetrieb in Bretzfeld bei Heilbronn wurde am vergangenen Samstag, dem 8. Februar, der Ausbruch der Geflügelpest mit dem hochansteckenden Influenza A Virus H5N8 amtlich festgestellt.

Vogelgrippe in Bretzfeld bei Heilbronn: Folgen für Geflügelhalten  

Update vom 14. Februar: Vergangene Woche wurde in einem Betrieb mit Kleinbestand in Bretzfeld bei Heilbronn Vogelgrippe festgestellt. Als Vorsicht- und Sicherheitsmaßnahme wurde ein Sperrgebiet rund um den Betrieb errichtet. Seitdem müssen sich Geflügelhalter in Bretzfeld bei Heilbronn und in unmittelbarer Umgebung an besondere Vorschriften halten.

Die Vogelgrippe ist für den Menschen zwar ungefährlich, für die Tiere ist sie jedoch tödlich. Um ihr Federvieh zu schützen, müssen sich Geflügelhalter im Sperrbezirk in Bretzfeld bei Heilbronn und der Region strenge Auflagen erfüllen. So dürfen die landwirtschaftlichen Erzeugnisse von den Betrieben im Sperrgebiet nicht ohne Sondergenehmigung verkauft werden, berichtet der SWR.de. 

Bretzfeld bei Heilbronn: Folgen für Betriebe - Kleintierschau fällt aus  

Am Wochenende startet in Öhringen, etwa 30 Kilometer von Heilbronn entfernt, der Pferdemarkt. Für den Markt wurde eine Kleintierschau vorgesehen - die wegen der Vogelgrippe aber nicht mehr stattfindet. Öhringen gehört zwar nicht zum Sperrgebiet, befindet sich aber im Beobachtungsbezirk. Offenbar handelt es sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme der Stadt

Bretzfeld bei Heilbronn: Vogelgrippe-Virus vermutlich durch Zugvögel übertragen

Update vom 11. Februar: Bereits im Januar wurde der Vogelgrippe-Erreger bei einer Gans in der Nähe der polnischen Grenze nachgewiesen. Vermutlich wurde die Gans durch Zugvögel mit dem hochansteckendem Virus infiziert. Seit dem Befund kam es zu plötzlichen überregionalen Ausbrüchen der Vogelgrippe in Geflügelbetrieben in Osteuropa, wie StN.de berichtet. Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) handelt es sich bei den Betrieben überwiegend um Putenhaltungen und Wassergeflügel, wie zum Beispiel Enten- und Gänsehaltungen. 

Vogelgrippe in Bretzfeld bei Heilbronn: FLI schätzt Ansteckungsrisiko als gering ein 

Ob es zu einer schlimmen Epidemie kommen könnte, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Das Risiko einer Infizierung mit dem Vogelgrippe-Virus in Nutzgeflügelhaltungen und Vogelbestände in Zoos durch direkte Kontakte zu Wildvögeln wird vom FLI als mäßig eingestuft - ebenso das Ansteckungsrisiko für Wassergeflügelhaltungen in Deutschland. 

Allerdings bergen die Lebendtransporte ein gewisses Risiko durch direkten Viruseintrag in deutsche Geflügelbetriebe aus betroffenen EU-Mitgliedstaaten. Aber auch das wird vom FLI als gering erachtet. Die in der Heilbronner Region betroffenen Betriebe haben die nötigen Schritte zu Eindämmung des Virus eingeleitet und ein Sperrgebiet errichtet. 

Karte der Restriktionsgebiete zur Allgemeinverfügung vom 11.02.2020 im Hohenlohekreis. 

Müssen sich Menschen jetzt vor einer Ansteckung mit dem Virus fürchten?  Eine Übertragung der Vogelgrippe auf den Menschen ist bislang noch nicht bekannt. Dieser Virus darf nicht mit dem um sich greifenden Coronavirus, verwechselt werden. Denn auch dieser Virus soll von Tieren auf den Menschen übertragen worden sein. 

Bretzfeld bei Heilbronn: Vogelgrippe auf Hof - Tierbestand getötet 

Ursprungsmeldung vom 10. Februar: Bei rund 30 Tieren wurde die sogenannte Vogelgrippe auf einem Hof in Bretzfeld bei Heilbronn festgestellt. Bei dem betroffenen Betrieb handelt es sich um einen Hof mit Kleinbestand. Deswegen konnten die betroffenen Tiere nach der Verdachtsmitteilung sofort isoliert werden. Die Bestätigung des Verdachts auf die Vogelgrippe erfolgte am Freitagnachmittag. Daraufhin wurden die Tiere getötet und unschädlich über die Tierkörperbeseitigung entsorgt. 

Nun wird ein Sperrbezirk mit einem Radius von mindestens drei Kilometern um den Hof in Bretzfeld bei Heilbronn errichtet, sowie ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von insgesamt zehn Kilometern. In diesem Sperrgebiet in Bretzfeld bei Heilbronn müssen Geflügelhalter entsprechende Maßnahmen zum Schutz der eigenen Geflügelbestände treffen. Dazu gehören unter anderem die Stallpflicht für Geflügel. Diese Maßnahmen werden vom Landratsamt Hohenlohekreis mittels einer Allgemeinverfügung bestimmt.  

Vogelgrippe in Bretzfeld bei Heilbronn: Auch Heilbronn von Sperrmaßnahmen betroffen 

Nähere Informationen werden am Dienstag, 11. Februar, offiziell im Amtsblatt veröffentlicht. Die Allgemeinverfügung mitsamt ihren Maßnahmen sowie einer Karte der Sperrzone kann aber schon ab Montagnachmittag auf der Internetseite www.hohenlohekreis.de eingesehen werden. Die Sperrmaßnahmen betreffen auch die Landkreise Heilbronn und Schwäbisch Hall. 

Wie kam es aber zu der Ansteckung mit der Vogelgrippe? Der betroffene Geflügelbestand auf dem Betrieb in Bretzfeld bei Heilbronn wurdein Auslaufhaltung in der Nähe eines Fließgewässers gehalten. Aufgrund dessen haben die Tiere Kontakt mit wildlebenden Wasservögeln wie zum Beispiel Stockenten. Eben dieser Kontakt wird als wahrscheinliche Infektionsursache vermutet. Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen. Eine Ansteckung von Menschen durch den Virus  ist jedoch unwahrscheinlich. 

Das Veterinäramt hat dementsprechende Ermittlungen und Untersuchungen zum Seuchenausbruch eingeleitet. Es werden alle Betriebe im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet kontrollieren.

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