Über 1.000 Kontaktpersonen

Coronavirus in BaWü: Auf dem Rebenglühen infiziert - Kontaktpersonensuche läuft

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Das Coronavirus verbreitet sich weiterhin. Mehrere Infizierte besuchten offenbar das Rebenglühen in Bretzfeld.

  • Der Hohenlohekreis hat eine Sonderabteilung gegründet.
  • 1350 Kontaktpersonen wurden bereits ermittelt.
  • Wer Symptome hat, soll sich an den Hausarzt wenden.

Coronavirus in BaWü: Mehrere Personen auf dem Rebenglühen in Bretzfeld infiziert

Guckt man derzeit in die Veranstaltungskalender der Region, herrscht dort gähnende Leere. Wegen des Coronavirus wurden erst alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Leuten und schließlich alle Veranstaltungen abgesagt.

Vor rund zwei Wochen sah das noch ganz anders aus. Großveranstaltungen wie das Rebenglühen in Bretzfeld fanden trotz steigender Anzahl der Coronafälle in Baden-Württemberg statt. Rückblickend könnte das ein Fehler gewesen sein. Denn auch im Hohenlohekreis steigen die gemeldeten Erkrankungen am Coronavirus rapide an.

Coronavirus in BaWü: Ansteckungsgefahr auf dem Rebenglühen

Dafür gibt es verschiedenste Gründe. So ist es seit kurzem im Hohenlohekreis möglich, eine Erkrankung am Coronavirus auch ohne Test zu diagnostizieren. Allerdings ist inzwischen auch klar, dass sich einige Menschen auf dem Rebenglühen in Bretzfeld mit dem Coronavirus infiziert haben.

Inzwischen ist klar: An einem Stand auf dem Rebenglühen hatte eine mit dem Coronavirus infizierte Person gearbeitet. Die Behörden im Hohenlohekreis sind sich aber sicher: Es waren mehrere Personen dort, die das Coronavirus in sich trugen.

Coronavirus in BaWü: Suche nach Kontaktpersonen auf dem Rebenglühen läuft

"Aufgrund der aktuellen Erkenntnisse kann nicht ausgeschlossen werden, dass Besucher des Rebenglühens vor zwei Wochen in Kontakt mit infizierten Personen gekommen sind“, sagt die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Antje Haack-Erdmann. "Hier die Kontakte nachzuvollziehen ist objektiv kaum möglich."

Entsprechend ist es wichtig, dass Besucher des Rebenglühens Kontakt zum Hausarzt aufnehmen, sollten die typischen Symptome auftreten. Denn eine individuelle Nachverfolgung aller Kontakte ist nicht möglich - obwohl der Hohenlohekreis versucht, so viele Kontaktpersonen wie möglich zu ermitteln.

Coronavirus: Hohenlohe gründet Sonderabteilung

Dazu wurde innerhalb des Landratsamts eine eigene Aufbauorganisation geschaffen. "Wir haben eine komplett neue Struktur im Gesundheitsamt aufgebaut und die Büroarbeitsplätze in mehreren Verwaltungsgebäuden entsprechend umgerüstet“, erklärt Annette Schmidt, kommissarische Amtsleitung des Personal- und Organisationsamtes.

Dazu wurde aus allen Verwaltungsbereichen Personal abgezogen. Die Maßnahmen zeigen erste Erfolge. Alleine innerhalb der letzten Wochen gelang es, 1.350 Personen, die mit Coronavirus-Patienten Kontakt hatten, zu ermitteln. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, alle Kontaktpersonen zu erreichen - ob per Mail, telefonisch aber auch auf dem Postweg, um sie über die angeordnete Quarantäne zu informieren“, sagt Mike Weise, Verwaltungsleiter der Besonderen Aufbauorganisation im Gesundheitsamt.

Rubriklistenbild: © Nicole Mücke

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