Zuvor galt: Baden auf eigene Gefahr

Schritt Richtung Normalität: Das ändert sich für Badegäste am Breitenauer See

  • Daniel Hagmann
    vonDaniel Hagmann
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  • Violetta Sadri
    Violetta Sadri
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Bislang galt für Besucher am Breitenauer See im Landkreis Heilbronn: Baden auf eigene Gefahr. Seit Samstag ist die DLRG wieder aktiv - diese Corona-Regeln gelten.

  • Seit vergangenem Samstag übernimmt die DLRG wieder die Aufsicht am Breitenauer See
  • Das erste DLRG-Wochenende am beliebten Badesee im Landkreis Heilbronn verlief recht ruhig.
  • Coronavirus-Maßnahmen gelten für Badegäste weiterhin.

Breitenauer See/Heilbronn: DLRG wieder aktiv - das gilt jetzt für Besucher

Update 6. Juli: Das ist ein weiterer Schritt in Richtung altbekannter Normalität - und Sicherheit: Da im Rahmen der Lockerungen der Corona-Regeln immer mehr Menschen die Öffentlichkeit suchen und sich in diesen herrlichen Sommertagen auch beim Baden vergnügen wollen, ist seit Samstag am Breitenauer See in Obersulm im Landkreis Heilbronn wieder die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Einsatz. In den vergangenen Wochen badeten die Besucher des beliebten Sees auf eigene Gefahr.

Wie der SWR berichtet, war der Breitenauer See im Landkreis Heilbronn zum DLRG-Saisonstart am Samstag seitens der Badegäste gut besucht. Das Einsatzaufkommen blieb aber entspannt. Im Wasser geriet niemand in Notlage. Die größten Probleme machten vor allem Wespenstiche sowie eine Kopfverletzung nach einem Sturz auf dem Spielplatz.

Breitenauer See im Landkreis Heilbronn: DLRG wieder da, Abstandsregeln gelten weiterhin

Dennoch hatte die Badesaison am Breitenauer See im Landkreis Heilbronn bereits einen dramatischen Notfall zu verzeichnen: Am Pfingstmontag ist ein 17-jähriger Jugendlicher in dem Badesee untergegangen. Er soll 30 Minuten unter Wasser gewesen sein, musste reanimiert werden. Damals war der Breitenauer See noch nicht von der DLRG beaufsichtigt gewesen.

Seit Samstag beaufsichtigt die DLRG wieder die Badegäste am Breitenauer See.

Wichtig: Trotz der zunehmenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg gelten am Breitenauer See - wie auch an jedem anderen Badesee im Landkreis Heilbronn - weiterhin die Abstandsregelungen und gängigen Sicherheitsmaßnahmen. Schließlich bergen große Menschenansammlungen nach wie vor Gesundheitsrisiken, die jeder einzelne Besucher eines Sees durch achtsames Handeln entscheidend minimieren kann.

Polizei Heilbronn gegen Corona-Partys vor: Droht Sperrung des Breitenauer Sees?

Update 3. April: Und noch immer scheinen manche den Ernst der Lage nicht begriffen zu haben: Am vergangenen Wochenende hielten sich manche unbelehrbare Menschen nicht an das von der Regierung erlassene Kontaktverbot gegen die Ausbreitung des Coronavirus und machten sich in gemütlichen Gruppen schöne Stunden am Breitenauer See bei Obersulm im Landkreis Heilbronn. Mit Lautsprecherdurchsagen versuchte die Polizei Heilbronn, die Corona-Partys aufzulösen.

Und das hat nun Folgen für das anstehende Wochenende: Wie die Heilbronner Stimme in ihrer gedruckten Ausgabe berichtet, überlegt Tilman Schmidt, Bürgermeister von Obersulm, ernste Konsequenzen: Sollte es weiterhin zu Corona-Partys und Fällen kommen, in denen Menschen das Infektionsschutzgesetz nicht beachten, ist es durchaus möglich, dass das Naherholungsgebiet und die Parkplätze rund um den Breitenauer See im Landkreis Heilbronn geschlossen und gesperrt werden.

Breitenauer See bei Heilbronn: Weitere Corona-Partys an diesem Wochenende

Sollte es tatsächlich dazu kommen, würde Schmidt diesen Schritt bedauern. Schließlich ist es ja gerade im erwachenden Frühling und in Zeiten des Coronavirus gesundheitsfördernd, an die frische Luft zu gehen und Sonne zu tanken. Nur eben nicht in Gruppen, sondern möglichst alleine oder zu zweit. Eine denkbare Sperrung des Breitenauer Sees bei Heilbronn hätte zudem die unschöne Folge, dass dort nicht nur keine Corona-Partys mehr stattfinden, sondern dass auch Spaziergänger, die sich an das Infektionsschutzgesetz halten, dort keine Runden mehr drehen können.

Solange die Menschen keine Massen-Zusammenkünfte am Breitenauer See abhalten, wird dieser auch zugänglich bleiben.

Klar ist auch: In Zeiten der Corona-Krise rund um Sars-CoV-2 wird die Polizei an Hotspots wie dem Breitenauer See verstärkt Präsenz zeigen, um mögliche Corona-Partys aufzulösen. Und dann wird für alle, die sich nicht an die Regeln halten, ein saftiges Bußgeld  fällig.

Breitenauer See bei Heilbronn: Obersulm verhängt Verbote

Erstmeldung 20. März: Die Regierung versucht seit einer Woche die rasante Ausbreitung des Coronavirus durch verschiedene Maßnahmen zu verlangsamen. Doch wie es scheint, warten die meisten Menschen nur auf eine Ausgangssperre. In einer Sondersitzung des Landtags am Donnerstag drohte Kretschmann mit Ausgangsverboten, sollten die Maßnahmen nicht eingehalten werden. 

Breitenauer See bei Heilbronn: Corona-Partys verboten!

Doch trotzdem treffen sich immer wieder Menschen und versammeln sich an öffentlichen Plätzen- oder feiern gefährliche Corona-Partys. Wie zum Beispiel am Breitenauer See. Die Gemeinde Obersulm greift nun zu härteren Maßnahmen und spricht ein Verbot aus für die Nutzung von Liegewiesen. 

Das Naherholungsgebiet darf jetzt nur noch zum Spazierengehen und Fahrradfahren genutzt werden. Jegliche Versammlungen sind nun untersagt. Während der Corona-Krise gilt ein Grillverbot im gesamten Seebereich, Spielplätze sind abgesperrt - genauso wie Sportstätten. Als Grundlage für diese Anordnungen bezieht die Gemeinde Obersulm sich auf das Infektionsschutzgesetz

Nach einem sonnigen Wochenende in Heilbronn und ganz Baden-Württemberg zeigt sich die Polizei Heilbronn am Montag, den 6. April zufrieden. Es wurde zwar einige Verstöße begangen, aber es musste keine Anzeige geschrieben werden

Rubriklistenbild: © Mario Berger

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