Urteil am 22. Februar

Brandanschlag auf Lauffener Moschee: Müssen Angeklagte lange hinter Gitter?

+
Drei junge Männer sind seit Jahresbeginn vor dem Heilbronner Landgericht angeklagt. Insgesamt waren es mindestens fünf Täter.
  • schließen

Laut der Staatsanwältin sei eine Tötungsabsicht klar erkennbar.

Sieben Jahre Haft sowie zwei Mal je rund vier Jahre hinter Gittern. Diese Strafe fordert Staatsanwältin Tomke Beddies gestern in ihrem Plädoyer vor dem Heilbronner Landgericht für die drei Angeklagten.

Brandanschlag auf Moschee in Lauffen: Staatsanwältin spricht von versuchtem Mord

Seit dem 8. Januar wird gegen drei junge, kurdische Männer zwischen 20 und 24 Jahren verhandelt, die mutmaßlich für das Werfen mehrerer Molotowcocktails auf die Räume der Islamischen Gemeinschaft in Lauffen in den frühen Morgenstunden des 9. März 2018 verantwortlich sind. Wie die Heilbronner Stimme berichtet, sieht die Staatsanwältin nicht nur genügend Belege für die Täterschaft der Angeklagten, sondern unterstellt den drei Kurden auch noch versuchten Mord, da der Imam der Moschee zur Tatzeit im Gebäude schlief.

Anschlag auf Muslimische Gemeinschaft in Lauffen ein Racheakt?

Grund für den Anschlag sei laut Staatsanwältin Beddies die Verbundenheit der Angeklagten mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Der Anschlag in Lauffen sei demnach ein Racheakt für türkische Militär-Aktionen in Syrien gewesen.

Obwohl der Anschlag glücklicherweise nur überschaubaren Sachschaden zur Folge hatte, sei eine klare Tötungsabsicht der mutmaßlichen Täter erkennbar. Die Plädoyers der Verteidiger stehen noch aus. Das Urteil soll am Freitag, 22. Februar, fallen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare