Angst um Arbeitsplätze geht weiter

Bosch-Betriebsrat befürchtet weiteren Stellenabbau!

+
Der Bosch Betriebsrat geht von einem weiteren Stellenabbau aus.
  • schließen

Insgesamt 2840 Mitarbeiter bangen um ihre Arbeitsplätze. Nun sollen weitere Stellen hinzukommen.

+++ Update 13. November +++ Bosch-Betriebsrat befürchtet weiteren Stellenabbau

Insgesamt 2840 Stellen an drei Standorten in Baden-Württemberg sind derzeit vom Stellenabbau bei Bosch betroffen. Und es könnten sogar mehr werden, vermutet der Bosch-Betriebsrat. Dabei geht es derzeit um 3.300 Stellen im Automobilbereich in den kommenden zwei Jahren. Die neue Zahl bestätigte das Unternehmen nicht, berichtet die dpa. Bereits in den vergangenen zwei Jahren kam es zu 2.500 Stellenstreichungen. 

Eine aktuelle Abfrage bei den Betriebsräten der deutschen Standorte ergab die Zahl 3300. Der Gesamtbetriebsratschef befürchtet, dass man in den kommenden Monaten mit weiteren Zahlen konfrontiert werde. 

Ein Bosch-Sprecher sagte, dass derzeit Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern an diversen Standorten geführt werden. Dabei soll es um die Frage gehen, wie man mit der Transformation in der Autoindustrie umgehen könne. Er verwies auch auf Bamberg. Dort wurde vergangene Woche eine Vereinbarung zur Standortsicherung ausgehandelt.

Audi: Was bedeutet die Krise für die Wirtschaft in der Region?

+++ Update 24. Oktober +++ Bosch baut weitere 1000 Stellen ab

Der Automobilzulieferer Bosch will weitere 1000 Arbeitsplätze in Baden-Württemberg abbauen. Betroffen ist der Geschäftsbereich Automotive Steering (Lenksysteme) in Schwäbisch Gmünd. "Wir müssen jetzt handeln, um uns mit einer tiefgreifenden Restrukturierung wieder wettbewerbs- und damit zukunftsfähig zu machen", teilte der Vorsitzende des Bereichsvorstands, Christian Sobottka, mit wie die "Rems-Zeitung" berichtete.

Derzeit sind 5000 Mitarbeiter am Bosch-Standort in Schwäbisch Gmünd beschäftigt. Am vergangenen Dienstag hatte Bosch bereits bekanntgegeben, dass angesichts der sinkenden Nachfrage nach Diesel- und Benzinautos in den kommenden zwei Jahren gut 1600 Arbeitsplätze in Stuttgart-Feuerbach und Schwieberdingen abgebaut werden. 

Bosch beschäftigt weltweit momentan rund 410 000 Menschen, davon 140 000 in Deutschland.

+++ Ursprungstext vom 23. Oktober +++

Die Automobilbranche sieht sich vor einem großen Umbruch, rechnet mit einer sinkenden Nachfrage nach Diesel- und Benzinautos. Und das hat ernste Folgen: Nachdem bereits der Audi Standort Neckarsulm mit einer rückläufigen Produktion zu kämpfen hat, sollen jetzt bei Bosch 1.600 Arbeitsplätze wegfallen. Treffen wird es die Standorte Schwieberdingen und Feuerbach - dort sollen in den nächsten beiden Jahren je 800 Stellen gestrichen werden, berichtet die dpa.

Bosch streicht 1.600 Arbeitsplätze - Verkürzung der Arbeitszeit geplant

Wie eine Bosch-Sprecherin auf dpa-Nachfrage bestätigt, sollen die Arbeitsplätze in der Antriebssparte wegfallen - die Segmente Verwaltung, Vertrieb und Forschung müssen sich 2020 und 2021 auf diese Kürzungen einstellen. Der SWR berichtet weiter, dass am Montag bereits alle Mitarbeiter informiert worden seien, am Dienstag wurden die Pläne auf Betriebsversammlungen diskutiert.

Um Kündigungen zu vermeiden, favorisiere Bosch eine Verkürzung der Arbeitszeit - und zwar auf 35 Stunden pro Woche. So könnten bereits etwa 500 Arbeitsplätze eingespart werden. Die IG Metall Stuttgart und IG Metall Baden-Württemberg fordern den Automobilzulieferer dazu auf, die kommenden Veränderungen gemeinsam anzugehen anstatt Personal abzubauen.

Diesel-Affäre und Automobilkrise - auch Heilbronner Region betroffen

In einem Verfahren zum Abgas-Skandal weigerte sich Bosch laut einem Spiegel-Bericht im Mai letzten Jahres, dem zuständigen Landgericht Einsicht in Dokumente zu geben. Auch Heilbronn wurde Anfang des Jahres endgültig von der Dieseldebatte erreicht: Ein Brief des Kraftfahrt-Bundesamts forderte Diesel-Besitzer dazu auf, ihr Fahrzeug einzutauschen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare