Brackenheimer eroberte die Herzen der Zuschauer

Boris Biggör: "The Taste ist das Beste, was mir passieren konnte"

+
Boris Biggör belegte bei "The Taste" Platz drei.
  • schließen

Der Brackenheimer erobert in der TV-Kochshow die Herzen der Zuschauer.

Am Ende war es Platz drei. Überragend! Denn von selbst hätte sich Boris Biggör niemals bei der Sat1-Kochshow "The Taste" angemeldet. Seine Freundin drängte ihn dazu. Und dass er so weit kommt – das hätte er nicht gedacht. Doch der bescheidene 38-Jährige überzeugte nicht nur als professioneller Koch, sondern auch als richtig coole Socke. Mit seinem verschmitzten Lächeln und den lockeren Sprüchen mauserte sich Biggör schnell zum Publikumsliebling. Das merkt der Brackenheimer – zurück von "The Taste" – auch in der Region.

"Es ist total schön. Die Leute sprechen mich zum Beispiel auf dem Weihnachtsmarkt an", verrät der 38-Jährige im Gespräch mit echo24.de. Durch die TV-Show ist der Koch eine kleine Berühmtheit geworden. "Das ist schon witzig. Die Leute trauen sich erst, mich anzusprechen, wenn ich sie freundlich anlächle." Dabei ist Biggör alles andere als unnahbar – sondern sympathisch, offen, einfach gut drauf.

Mit seiner Art kam Biggör auch bei den "The Taste"-Juroren super an. Team-Chef Roland Trettl lobte immer wieder seine Gelassenheit am Herd. Und das, obwohl die Situation vor der Kamera absolut ungewohnt war. Biggör: "Ich bin sicher nicht fernsehgeil. Aber in der Küche war ich in meinem Wohlfühlkreis. Das hat einfach gepasst."

Die große Herausforderung bei der Show: Jede Runde ganze Gerichte auf einen Esslöffel zaubern. "Es musste am Ende immer schön aussehen. Das ist aber auch manchmal schief gegangen", erklärt Biggör. Die kleine Menge dagegen war kein Problem: "Wir haben trotzdem große Mengen gekocht. Genau wie sonst auch."

Dass es trotzdem nicht zum Sieg gereicht hat, ändert für Biggörs Zukunft kaum etwas. "The Taste ist das Beste, was mir passieren konnte. Ich habe viele kleine Ideen mitgenommen." Doch ansonsten ist der Plan derselbe geblieben. Eine Familie gründen und irgendwann ein kleines Restaurant im eigenen Wohnzimmer eröffnen. "Dann würde ich ein- bis zweimal pro Woche für wenige Gäste kochen."

Schauen Sie gerne Koch-Sendungen?

Wie schon bei "The Taste" muss es dabei zwar ästhetisch, aber keinesfalls abgehoben zugehen. "Mir ist eine richtig leckere Roulade in der urigen Küche von Oma manchmal lieber, als ein schlecht gemachtes Rinderfilet im Sterne-Restaurant." Kein Wunder also, dass es selbst beim herausragenden Koch auch mal Burger oder Pizza-Baguette gibt. "Am liebsten mit dunklem Brot und direkt aus dem Ofen." Die Lieblingsspeise ist dann aber doch wieder selbstgemacht: "Linsen mit Spätzle, dazu Saitenwurst und Landjäger fein geschnitten."

Ehe er das vielleicht einmal im Wohnzimmer servieren kann, muss Biggör noch ein bisschen sparen. "Dafür reise ich einfach zu gern." Bis dahin kehrt der Brackenheimer an seine alte Wirkungsstätte zurück. Allerdings in einer neuen Position. Mit dem Food-Consulting im Adler am Schloss wartet eine neue, spannende Herausforderung auf ihn. Hier muss er kochen, planen, anrichten UND bei allem cool bleiben. Aber dass er das beherrscht, hat Biggör ja ohnehin längst bewiesen.

Mehr zum Thema:

Finale: Biggör traurig über seinen Rausschmiss

Platz drei: Für Biggör reicht es im Finale nicht ganz

Brackenheimer im Finale: "Wünschen ihm viel Glück"

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare