Drei Balkone brechen aus dem Nichts ab

So geht es Vater und Sohn nach dem furchtbaren Balkon-Absturz

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Bei dem schrecklichen Vorfall stürzen Vater und Sohn mehrere Meter in die Tiefe.

Er telefoniert seelenruhig auf seinem Balkon, legt auf, nimmt seinen Sohn auf den Arm. Dann passiert das Unglaubliche. Was einem 33-Jährigen und seinem zweijährigen Sohn am Montagabend in Nußloch passierte, grenzt an ein Wunder.

Aus dem Nichts bricht der Balkon eines Mehrfamilienhauses in der Heidelberger Straße, auf dem der Mann mit seinem Sohn stand, ab und kracht sechs Meter in die Tiefe. Dabei nimmt er zwei weitere Balkone mit, die sich unter seinem befunden haben. Vater und Sohn verletzten sich nur leicht.

Einen Tag nach dem Unglück sitzt der Schock noch tief. "Ich war gerade in der Stadt, als mich unser Vermieter angerufen hat. Er hat mir alles erzählt. Ich dachte sofort, es muss ein Missverständnis sein", sagt Angela P. (21), die Schwester des 33-Jährigen. "Ich habe mir natürlich Sorgen um meinen Bruder und meinen Neffen gemacht. Ich kann das alles noch nicht glauben. Ich brauche selbst noch Zeit, um das Ganze zu verarbeiten."

So geht es Vater und Sohn nach dem furchtbaren Balkon-Absturz

Auch die Nachbarn zeigen sich sichtlich bestürzt. Ein Anwohner berichtet: "Ich habe einen lauten Knall gehört. Mein erster Gedanke war: Hoffentlich liegt niemand unter dem ganzen Schutt. Man kann nur von Glück reden, dass sich niemand unter den Balkonen aufgehalten hat." Der Nachbar habe noch beobachtet, wie der 33-Jährige und sein Sohn mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus abtransportiert wurden.

Wie es den beiden jetzt geht? Angela P. erklärt: "Sie liegen im Krankenhaus, beide sind ansprechbar und ihnen geht es den Umständen entsprechend gut. Mein Bruder hatte eine Platzwunde, die genäht wurde. Ansonsten haben beide Schürfungen und kleinere Wunden." Ob die beiden Brüche davon getragen haben, zeigen weitere Untersuchungen, die am heutigen Dienstag stattfinden sollen.

Balkon abgebrochen: Vater und Sohn stürzen in die Tiefe

Weshalb es zu dem Unglück kam, konnte noch nicht geklärt werden. Ein Nachbar der Familie sagt: "Wer oder was Schuld an dem Unglück hat, ist schwer zu sagen. Jeder meint was anderes." Angela P.: "Ich finde es komisch, dass keine Drähte oder Stahlträger aus der Wand, wo die Balkone angebracht waren, herausragen. Da ist nichts. Das braucht man doch für die Stabilität." Für die 21-Jährige steht fest: "Ich stelle mich nicht mehr unter die Balkone, die noch da sind. Vielleicht krachen sie auch noch runter."

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