Corona-Krise an Schulen 

Lernen in den Sommerferien wegen Corona? So sollen Schüler in BaWü Wissenslücken schließen

  • Julia Cuprakowa
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Ferienbeginn in Baden-Württemberg - doch nicht für alle Schüler. Um die coronabedingten Wissenslücken zu schließen, finden an Schulen  "Lernbrücken" statt.  

  • In Baden-Württemberg haben die Sommerferien begonnen. 
  • Sechs ganze Woche frei - doch nicht für alle Schüler. 
  • Kultusministerin Eisenmann ruft "Lernbrücken" ins Leben, um wegen des Coronavirus entstandenen Wissenslücken zu schließen. 

Endlich ist es soweit! Ausschlafen, verreisen oder einfach die Seele baumeln lassen - für die Schüler in Baden-Württemberg beginnen die Sommerferien. Für die nächsten sechs Wochen heißt es ab jetzt: keine Mathematik, keine Fremdsprachen und auch keine Hausaufgaben mehr - oder etwa doch? Um die entstandenen Wissenslücken aus der Corona-Krisenzeit zu schließen, haben die Schüler die Möglichkeit freiwillig an Lern- und Förderkursen, sogenannten "Lernbrücken", teilzunehmen. 

Ferien in Baden-Württemberg: Wissenslücken von Schülern sollen geschlossen werden 

Als das Coronavirus über Baden-Württemberg kam, mussten viele öffentliche Einrichtungen schließen, darunter auch alle Schulen des Landes. Der Unterricht fiel wochenlang entweder komplett aus oder fand online statt. Dadurch entstanden bei einigen Schülern Wissenslücken, die es jetzt zu füllen gilt. Aufgrund dessen hat das Kultusministerium die "Lernbrücken" ins Leben gerufen. Das Angebot soll in den letzten zwei Ferienwochen stattfinden. 

Wie das Ministerium für Kultur, Jugend und Sport mitteilt, richtet sich das kostenlose Angebot insbesondere an Schülerinnen und Schülern, die während des Fernunterrichts Schwierigkeiten hatten oder aufgrund der Schulschließungen schwieriger als andere erreicht werden konnten. "Die Rückmeldungen aus den Schulen sind durchweg positiv. Besonders erfreulich ist, dass wir mit den Lernbrücken eindeutig genau die Kinder und Jugendlichen erreichen, für die eine zusätzliche Förderung auch besonders wichtig ist", sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. 

Baden-Württemberg: Freiwilliger Einsatz bei "Lernbrücken" nicht selbstverständlich 

Das Interesse an den Lern- und Förderkursen "Lernbrücken" ist landesweit groß. An mehr als 1.900 allgemeinbildenden Schulen und mehr als 160 beruflichen Schulen im Land werden in den letzten beiden Sommerferienwochen etwa 5.030 "Lernbrücken" eingerichtet. Insgesamt rund 61.500 Schülerinnen und Schüler wollen daran teilnehmen und die Möglichkeit nutzen, Lerninhalte zu wiederholen und gezielt an Lernschwierigkeiten zu arbeiten. 

Ministerin Dr. Susanne Eisenmann: "Mit den Lernbrücken erreichen wir genau die Kinder und Jugendlichen, für die eine intensive Förderung auch besonders wichtig ist."

Die sogenannten "Lernbrücken" sind aber nicht nur für die Schüler freiwillig, sondern auch für alle Lehrkräfte. Nichtsdestotrotz haben sich insgesamt mehr als 6.550 freiwillig für den Einsatz in den "Lernbrücken" gemeldet. Darunter sind knapp 5.100 ausgebildete Lehrkräfte, rund 200 Lehramtsanwärter und Referendare, etwa 730 Lehramtsbewerber sowie 520 weitere pädagogisch geeignete Personen. 

Ministerin Eisenmann dankt allen, die sich in den Sommerferien dafür einsetzen, den Schülerinnen und Schülern einen guten Start in das neue Schuljahr zu ermöglichen: "Außergewöhnliche Zeiten erfordern bekanntlich außergewöhnliche Maßnahmen. Gleichwohl ist es keineswegs selbstverständlich, sich nach diesem besonders herausfordernden Schuljahr noch für einen freiwilligen Einsatz in den Sommerferien zu melden. Dieses beachtliche Engagement schätzen wir und sind sehr dankbar."

Baden-Württemberg: Das Coronavirus greift immer noch um sich 

Das Coronavirus ist immer noch ein großes Thema - und nicht nur an Schulen, sondern auch in Kindergärten. Denn vor allem kleine Kinder erkälten sich schnell und haben Schnupfen. Aber muss es gleich Corona sein? Darf das Kind dann noch zur Schule oder in den Kindergarten? Diese und andere Fragen will das Kultusministerium in Baden-Württemberg jetzt klären. 

Die meisten Schulen hatten bis zu den Sommerferien geöffnet, aber nicht alle Kitas. Wegen des Verdachts auf Coronavirus-Infektionen schloss auch in der Region Heilbronn vorübergehend eine Kita ihre Pforten. Aber: Wer entscheidet, ob zugemacht wird? echo24.de hat nachgefragt und sich die Details erklären lassen.

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