Neuer Corona-Beschluss für Schulen

Coronavirus in Baden-Württemberg: Können nach den Pfingstferien alle Kinder wieder in die Schule?

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  • Olaf Kubasik
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Wegen des Coronavirus sind Schulen seit dem 17. März in Baden-Württemberg geschlossen. Nach den Pfingstferien soll es weitergehen - und es gelten wieder neue Regeln.

  • Die Schule ist am Montag wieder gestartet - aber nicht für alle.
  • Nach den Pfingstferien gelten für alle Schüler neue Regeln.
  • Präsenzunterricht in den Schulen wird mit Lernen daheim kombiniert.
  • Ende Juni sollen Schulen und Kitas in Baden-Württemberg wieder vollständig öffnen. Das erklärt Kultusministerin Susanne Eisenmann am 26. Mai.

Baden-Württemberg: So geht es für alle Schüler nach den Pfingstferien weiter

Update vom 6. Mai: Bund und Länder haben sich heute über weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen beraten. Bezüglich Schulen und Kitas wurde für Baden-Württemberg folgendes beschlossen: Ab 18. Mai gibt es für Grundschüler der vierten Klasse wieder zeitweise Präsenzunterricht. Damit sollen sie auf den Wechsel auf weiterführende Schulen vorbereitet werden. Wie Kultusministerin Susanne Eisenmann mitteilte, sollen ebenfalls an diesem Tag die Kitas "für bis zu 50 Prozent der Kinder geöffnet werden".

Weiterhin plant Eisenmann, dass nach den Pfingstferien Schüler aller Klassenstufen von Grundschulen, Gymnasien, Realschulen, Haupt- und Werkrealschulen sowie Gemeinschaftsschulen zumindest wieder zeitweise zur Schule gehen. Dieser Präsenzunterricht wird dann mit Homeschooling kombiniert - im wöchentlichen Wechsel. Auch die beruflichen Schulen sollen nach den Pfingstferien in den zeitweisen Präsenzunterricht einbezogen werden.

Coronavirus Baden-Württemberg: Schule für alle Klassen nach den Pfingstferien?

Vorgesehen ist dabei, dass die Jahrgangsstufen zu unterschiedlichen Zeiten in die Schulen kommen. Außerdem werden die Klassen verkleinert, um den Mindestabstand zu wahren. Erst wenn diese Maßnahmen nicht mehr notwendig seien, könne Eisenmann zufolge "ein normaler Betrieb" stattfinden.

Bisher galten Kinder als am wenigstens gefährdete Gruppe für eine Covid-19-Erkrankung. Doch jetzt berichten Kinderärzte von einem seltsamen Syndrom namens Kawasaki bei Kindern. Wie hängen beide Erkrankungen zusammen?

Baden-Württemberg: Schulen öffnen wieder - das ist der Plan für dieses Schuljahr!

Update vom 1. Mai: Am Montag ist es soweit: Die Schulen in Baden-Württemberg öffnen wieder! Vom regulären Schulalltag ist der Schulstart nach der Corona-Pause jedoch noch weit entfernt. Unter strengen Abstands- und Hygieneregeln geht es zunächst mit den rund 330.000 Schülerinnen und Schülern an den allgemein bildenden Schulen, die in diesem und im nächsten Jahr ihre Abschlussprüfungen ablegen, sowie mit den Schülerinnen und Schülern der Prüfungsklassen der beruflichen Schulen los.

Diese Prüfungsklassen konzentrieren sich ab Montag ausschließlich auf die Vorbereitung der Abschlussprüfungen. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann drückt allen die Daumen und gibt ein wichtiges Versprechen ab: "Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern viel Erfolg bei der Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen, aber auch die nötige Portion Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Unser Versprechen gilt, dass wir bei den Prüfungen die aktuelle Sondersituation berücksichtigen."

Baden-Württemberg: 4. Klasse als nächstes dran - kein regulärer Unterricht vor den Sommerferien!

Im nächsten Schritt sollen Kinder der 4. Klasse wieder an die Schulen zurückkommen. Eisenmann: "Wir wollen die Viertklässler so rasch wie möglich ebenfalls wieder in den Präsenzunterricht einbeziehen, denkbar wäre dieser Schritt noch vor Pfingsten." Und die baden-württembergische Kultusministerin geht noch weiter: "Unser Ziel ist außerdem, dass alle Schülerinnen und Schüler in allen Schularten und Jahrgangsstufen in diesem Schuljahr zumindest zeitweise Präsenzunterricht erhalten, um auch eine bessere Verknüpfung mit den Fernlernangeboten zu ermöglichen." Aktuell arbeitet das Ministerium an den notwendigen Details für den Zeitraum nach den Pfingstferien.

Fakt ist aber auch: Es wird keinen regulären Schulbetrieb bis zu den Sommerferien geben. Denn: Eine Ausweitung des Schulbetriebs steht grundsätzlich unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung der Pandemie. Eisenmann: "Uns allen ist klar, dass wir Schritt für Schritt und unter Einhaltung des Abstandsgebots auch im weiteren Schulbetrieb zu Lockerungen kommen müssen, sofern sich die Infektionszahlen weiter auf einem niedrigen Niveau bewegen." 

Wichtig ist jedoch, den Schulen und Familien Perspektiven und einen groben Fahrplan in Aussicht zu stellen. Eisenmann: "Die Familien brauchen Verlässlichkeit – und die Schülerinnen und Schüler dringend wieder einen direkten Kontakt zu ihren Lehrerinnen, Lehrern und Mitschülern. Deshalb werden wir Schritt für Schritt Perspektiven entwickeln und diese an klare Bedingungen zum Schutz der Gesundheit knüpfen." Laut einer Umfrage halten allerdings etwa die Hälfte der Menschen in Baden-Württemberg die Lockerungen der Corona-Maßnahmen für zu voreilig.

Coronavirus Baden-Württemberg: Schulstart im Mai - aber kein normaler Schulalltag

Update, 20. April: Es zeichnet sich immer mehr ab, wie es weitergeht mit der Schule während der Corona-Krise. Zum einen startet der Unterricht stark eingeschränkt ab dem 4. Mai wieder in Baden-Württemberg. Es wird ein stufenweise geführter Einstieg. Der Präsenzunterricht beginnt mit Schülerinnen und Schülern aller allgemein bildenden Schulen, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen, sowie mit den Schülerinnen und Schülern der Prüfungsklassen der beruflichen Schulen.

Heißt: Es starten die Kursstufe (erste und zweite Jahrgangsstufe) der allgemein bildenden Gymnasien und entsprechender Gemeinschaftsschulen, die Klassenstufen 9 und 10 der Haupt-, Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen. Das gilt auch für entsprechende Schülerinnen und Schüler an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ).

Schule in Baden-Württemberg: Nicht alle Lehrkräfte dürfen in der Corona-Krise unterrichten!

Ein normaler Schulalltag wie vor der Corona-Krise wird also noch nicht stattfinden. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann: "Damit gehen wir erste, kleine Schritte zu mehr schulischer Normalität. Dabei müssen wir uns aber auf das Wesentliche konzentrieren. Klar ist, dass der Infektionsschutz immer Vorrang haben muss und der Unterricht auchnach dem 4. Mai bis Schuljahresende nur stark eingeschränkt erfolgen wird."

Ein großes Problem bei der Wiedereinführung des Schulalltags: Das Ministerium geht davon aus, dass ein Viertel der Lehrkräfte zu Risikogruppen zählt und nicht für den Präsenzbetrieb eingeplant werden kann! Der Grund: Sie sind also über 60 Jahre alt, schwanger oder haben relevanten Vorerkrankungen. Wobei die über 60-jährigen Lehrkräfte sich freiwillig für den Dienst an der Schule entscheiden dürfen.

Schulstart in Baden-Württemberg: Besondere Corona-Regeln für Schülerinnen und Schüler - kein "Sitzenbleiben" möglich

Gleich gilt auch für Schüler/innen mit relevanten Vorerkrankungen und die, in deren Haushalt Personen leben, die einer der genannten Risikogruppen angehören. Bei diesen Jugendlichen entscheiden die Erziehungsberechtigten über die Teilnahme am Unterricht. Am Ende zählt für die Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg vor allem die Prüfungsvorbereitung. Heißt: Es soll keine Klassenarbeiten für Prüflinge geben. 

Und dann ist da noch das Thema "Versetzung". Grundsätzlich werden die Versetzungsentscheidungen auf der Grundlage der Noten im Jahreszeugnis getroffen, aber: Das ist in diesem Schuljahr nicht durchweg möglich. Eisenmann: "Da die Leistungsbewertung allerdings in den letzten Wochen ausgesetzt wurde und auch in der kommenden Zeit nur sehr stark eingeschränkt möglich sein wird, werden alle Schülerinnen und Schüler grundsätzlich ins nächste Schuljahr versetzt. Keine Schülerin und kein Schüler darf einen Nachteil aus der aktuellen Situation haben, das hat absolut Vorrang." Bedeutet: Sitzenbleiben gibt es in diesem Jahr nicht.

Coronavirus Baden-Württemberg: So könnte der Schulalltag bald aussehen

Update vom 16. April:  Ab dem 4. Mai sollen die Schulen  in Baden-Württemberg schrittweise wieder öffnen. Der Unterricht soll vorerst nur für einige Schüler weitergehen. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann kündigt gegenüber swr.de aber vorweg schon an: Es könne kein normaler Unterricht stattfinden. 

Zunächst soll der Unterricht in den Klassen der allgemeinbildenden Schulen, bei denen in diesem oder nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen, wieder aufgenommen werden. Auch für die Abschlussklassen der Berufsschulen soll die Schule am 4. Mai wieder starten. Schüler der vierten Klassen, die dieses Jahr auf eine weiterführende Schule wechseln, sind bislang noch vom Unterricht ausgeschlossen. Ein Datum für die Rückkehr der Viertklässler steht bisher noch nicht fest. Über eine Lösung für diese Schüler will das Kultusministerium in der kommenden Zeit beraten und abwägen.

Als Voraussetzung für die Öffnung von Schulen soll es aber strikte Hygienevorschriften geben. Die Schulen in Baden-Württemberg seien in Sachen Hygiene gut gerüstet. Älteren Schülern seien die Maßnahmen leichter zu vermitteln, meint die CDU-Politikerin. Doch wie könnte der Schulalltag in der Corona-Krise aussehen? 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schule startet bald für einige Schüler - Wie könnte der neue Schulalltag aussehen?

Der Mindestabstand von 1,5 Metern an öffentlichen Plätzen, der auch im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus von Bund und Ländern beschlossen wurde, soll dann auch weiterhin im Klassenzimmer eingehalten werden. Auch bei den Pausen könnte sich Einiges ändern. So werden diese versetzt und in reduziertem Maß stattfinden. Im Unterricht sollen prüfungsrelevante Themen vorrangig behandelt werden.  "Alles andere kann sein, muss aber nicht."

Auch bei Lehrern soll es laut Eisenmann keine Engpässe geben. An erster Stelle steht aber natürlich der Schutz der Risikogruppen. Rund 25 Prozent der Lehrkräfte sind betroffen. Auch Schüler, für die das Virus Sars-CoV-2 lebensbedrohlich sein könnte, sollen geschützt werden und nicht zur Schule geschickt werden. Für sie sollen Angebote entwickelt werden, die das Lernen von zu Hause ermöglichen.

Immer wieder wurde bundesweit auch über die Sommerferien diskutiert: verschieben oder komplett streichen? Für Eisenmann kommt keins der Vorschläge infrage. Denn das würde nur für weitere Probleme im Zusammenhang mit Prüfungszeiträumen im kommenden Schuljahr oder bei Familienplanungen für die Sommerferien sorgen. 

Im Vorfeld hatte auch die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Vorschläge für einen Exit-Plan vorgestellt. In diesem war jedoch die Rückkehr zuerst für die Schüler aus den jüngeren Klassenstufen vorgesehen. 

Coronavirus Baden-Württemberg: Schule startet bald wieder -  aber nicht für alle

Update 15. April: Die Kinder sitzen zu Hause, Eltern müssen als Lehrkräfte agieren und gleichzeitig als Motivatoren, Freizeitbespaßer und Sorgenhelfer auf oft engstem Raum. Die Corona-Krise ist für viele Familien eine echte Herausforderung. Eine der häufigsten Fragen deshalb: Wann geht die Schule wieder los? Jetzt ist klar: Der Schulbetrieb soll in Baden-Württemberg ab dem 04. Mai wieder starten. Aber: Stark eingeschränkt und schrittweise!

Das teilte das Kultusministerium am Mittwoch nach Beratungen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise mit. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann: "Wir beginnen dabei mit den Schülerinnen und Schülern aller allgemein bildenden Schulen, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen, sowie den Abschlussklassen der beruflichen Schulen." 

Die Prüfungen sollen gesichert werden. Dennoch: Es werden besondere Prüfungen für die Schüler werden, die sie ihr Leben lang in Erinnerung behalten werden. Aber was ist mit den Grundschülern? Eisenmann: "In einem nächsten Schritt sollen die Viertklässler an die Grundschulen zurückkehren, damit der Übergang auf die weiterführenden Schulen möglichst geordnet gestaltet werden kann."

Die Schulen hätten durch die Entscheidung ausreichend Zeit, um sich organisatorisch wie auch für die unabdingbaren Hygiene- und Abstandsregelungen vorzubereiten, sagte Eisenmann. Lehrkräfte, die wegen ihres Alters, einer Vorerkrankung oder einer Schwangerschaft zur Risikogruppe gehörten, würden bis auf Weiteres nicht unterrichten. Gleiches gelte für Schüler, die vorerkrankt seien oder deren Eltern zur Risikogruppe gehörten. Eine Rückkehr zur Normalität wird es also nicht, aber immerhin ein Anfang.

Coronavirus Baden-Württemberg: Schulen sollen Schrittweise den Unterricht wieder aufnehmen

Update 14. April: Schon einen Tag bevor sich Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Coronakrise beraten wollen, ist ein Papier für die Schaltkonferenz publik geworden. Demnach könnten die Schulen in Baden-Württemberg schon am 27. April wieder öffnen.

Zunächst sollen in der 18. oder 19. Kalenderwoche die Schüler wieder in die Schule zurückkehren die kurz vor dem Abschluss stehen. "Dann folgen die Jahrgänge, die unmittelbar danach folgen", heißt es in dem Schreiben. Anders als von den Leopoldiner empfohlen, sollen die Grundschüler also erstmal noch warten.

Coronavirus Baden-Württemberg: Mehr Vertsändnis für die Krise bei älteren Schülern

Das liegt auch daran, dass in Grundschulen und Kindergärten die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln nicht garantiert werden kann. Bei den älteren Schülern setzten Bund und Länder laut dpa auf mehr Verständnis

Aus dem Schreiben geht zudem hervor, dass die Sommer- oder Pfingstferien in Baden-Württemberg weder verkürzt noch gestrichen werden sollen. Die Notbetreuung für Kinder unter 14 Jahren wird zudem aufrechterhalten und bei Bedarf ausgebaut. Lehrer, die aufgrund ihres Alters oder Vorerkrankungen zur Risikogruppe zählen, müssen ebenfalls vorerst nicht unterrichten. In Baden-Württemberg betrifft das 25 Prozent aller Lehrer.

Das Coronavirus führt auch in Bremen und Niedersachsen zu drastischen Einschnitten im öffentlichen Leben - das berichtet kreiszeitung.de. Die Landesregierungen haben die Schließung von Schulen und Kitas beschlossen. Nach den Osterferien könnte die Schule schrittweise anlaufen.

Coronavirus Baden-Württemberg: Regierungsberater fordern Öffnung von Schulen

Update 13. April:Am kommenden Mittwoch, 15. April, soll in einer Beratung des Bundes und der Länder über das weitere Vorgehen in der Coronavirus-Krise entschieden werden. Aktuell gilt, dass Schulen bis zum 19. April geschlossen sind. Jetzt empfiehlt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina: Grundschulen und die Sekundarstufe I sollen so bald wie möglich schrittweise wieder geöffnet werden - unter bestimmten Voraussetzungen.

Wie die dpa berichtet, veröffentlichten Wissenschaftler der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina eine Stellungnahme. Diese besagt unter anderem: Die Infektionen müssten auf niedrigem Niveau stabilisiert und die bekannten Hygieneregeln eingehalten werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Studie der Leopoldina als "sehr wichtig" für das weitere Corona-Vorgehen bezeichnet.

Unterricht trotz Coronavirus in Baden-Württemberg? Das kann sich in Schulen ändern 

Update 12. April: Gerade ist die Situation für die Schüler in Baden-Württemberg ein wenig entspannter als noch in den vergangenen Wochen: Es sind Osterferien. Die Aufgaben, die per E-Mail aufgrund der geschlossenen Schulen in der Coronavirus-Krise von den Lehrern kommen, halten sich also in Grenzen - oder fallen gleich ganz weg. So lange können die Schüler das herrliche Wetter über Ostern genießen. Doch noch immer herrscht die bange Frage: Wie geht es in gut einer Woche, nach den Osterferien in Baden-Württemberg weiter? Öffnen die Schulen wieder? Und wenn ja: In welcher Form findet für die Schüler dann der Unterricht statt?

Am kommenden Mittwoch soll in einer Beratung des Bundes und der Länder über das weitere Vorgehen in der Coronavirus-Krise entschieden werden. Vorab hat Doro Moritz, die Chefin der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Baden-Württemberg, aber klare Forderungen, wie es für Schüler nach den Osterferien mit dem Unterricht in den Schulen weitergehen MUSS.

Unterricht trotz Coronavirus in den Schulen in Baden-Württemberg?

In einem Interview mit der Heilbronner Stimme erklärt Moritz, dass ein weiteres Verschieben der Prüfungstermine, die in Baden-Württemberg auf den 18. Mai gelegt sind, inakzeptabel sei. Deshalb sollten, laut Doro Moritz, die entsprechenden Prüfungsklassen spätestens Ende April den Unterricht in den Schulen wieder aufnehmen. Die drei Wochen Vorlauf seien für ein erfolgreiches Ablegen der Prüfungen unbedingt notwendig. Doch ob das angesichts von Covid-19 zu bewältigen ist?

Doro Moritz hat klare Vorstellungen, was sich nach den Osterferien in den Schulen ändern muss.

Doch selbst, wenn der Unterricht in Baden-Württemberg nach den Osterferien weitergehen sollte, wird er doch ein anderer sein. Moritz betont: "Der Gesundheitsschutz steht über allem." Heißt: Schüler sollen eher in kleinen Gruppen unterrichtet werden, um die Hygienevorschriften einzuhalten sind zusätzliche Atemschutzmasken gegen Covid-19 und Desinfektionsmittel erforderlich. Zudem müssen dringend mehr Seifenspender und Einweghandtücher in die Schulen. Zudem müsse geklärt werden, wie die Schüler in die Schule gelangen. Überfüllte Busse sind in Zeiten von Covid-19 offensichtlich kontraproduktiv.

Baden-Württemberg: Ist in diesem Corona-Schuljahr noch Unterricht möglich?

Und was, wenn in diesem Schuljahr wegen der Corona-Krise gar kein Unterricht mehr möglich ist? Dann unterstützt Doro Moritz die Idee, dass die Abschlüsse dann in Orientierung an die bisherigen Leistungsnachweise der Schüler in Baden-Württemberg vergeben werden. Unterricht anstelle der Pfingst- und Sommerferien lehnt Moritz aber ab. Nicht erledigter Unterrrichtsstoff müsse in den Schulen dann nach den Sommerferien im kommenden Schuljahr nachgeholt werden.

Coronavirus Baden-Württemberg: Wie geht es nach den Osterferien an Schulen weiter?

Update 7. April: Kommt es nach den Osterferien wieder zu einer langsamen Rückkehr in die Normalität? Wird der wegen des CoronavirusMitte März in den Schulen in Baden-Württemberg unterbrochene Unterricht ab dem 20. April zumindest wieder schrittweise aufgenommen - wie es ein mögliches Szenario von Susanne Eisenmann, Kultusministerin von Baden-Württemberg, ist? Nach derzeitigem Stand soll in der kommenden Woche, in den Tagen nach Ostern, eine Entscheidung fallen, wie es für die Schüler in Baden-Württemberg in den kommenden Monaten weitergeht.

Doch wenn es nach dem renommierten Virologen Hendrik Streeck von der Universität Bonn geht, der kürzlich in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" zu Gast war, sollte man die Öffnung der Schulen auf keinen Fall überstürzen: Wie welt.de berichtet, besteht laut Streeck die Gefahr, dass bei zu früher Öffnung der Schulen mit dieser Maßnahme ein Multiplikator geschaffen werde, der die Anzahl der mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Menschen wieder rasant nach oben schnellen lässt.

Schul-Unterricht in Baden-Württemberg nach Ostern: Hohes Risiko wegen Coronavirus 

Einen konkreten Rat, wie es mit dem Unterricht an den Schulen aufgrund des Coronavirus in der nächsten Zeit weitergehen soll, habe Streeck aber nicht. Das Risiko rund um die Entwicklung von Sars-CoV-2 sei ungewiss. Virologe Streeck erklärt: "Wir wissen, dass die allermeisten Kinder gut mit einer Infektion umgehen können. Es gibt aber noch keine gesicherten Erkenntnisse darüber, wie oft Kinder ihre Eltern oder Großeltern unbemerkt anstecken."

Die Schulen in Baden-Württemberg sind seit Wochen verwaist. Noch ist unklar, ob der Unterricht nach den Osterferien weitergeht.

Vor diesem Hintergrund ist eine stufenweise Rückkehr in die Realität, wie sie Eisenmann schon in der vergangenen Woche vorgeschlagen hat, für den Unterricht an Schulen in Baden-Württemberg nicht unwahrscheinlich. Aber weiterhin gilt auch eine Schließung der Schulen bis in den Sommer als nicht komplett ausgeschlossen. In der kommenden Woche sollen die Pläne für das weitere Vorgehen rund um das Bildungssystem für Schüler in Baden-Württemberg vorgelegt werden. Zwischenzeitlich hat Heinz-Peter Meidinger vom Deutschen Lehrerverband empfohlen, dass schwache Schüler das Corona-Schuljahr gleich freiwillig wiederholen sollen.

Schulen in Baden-Württemberg geschlossen: Entscheidung zur Fortsetzung steht aus

Erstmeldung 3. April: Die Kitas und Schulen in Baden-Württemberg sind derzeit wegen der Coronavirus-Krise alle geschlossen. Nach aktuellem Stand bis zum Ende der Osterferien am 19. April. Nun erledigen die Schüler ihre Aufgaben zu Hause, bekommen von ihren Lehrern Unterricht und Aufgaben per E-Mail oder im Video-Stream. Eigentlich soll mit dem Ende der Osterferien der Unterrichtsbetrieb in den Schulen in Baden-Württemberg wieder weitergehen. Zumindest die Abiturprüfungen in Baden-Württemberg sollen trotz Covid-19 stattfinden - aber ganz so einfach ist das nicht.

Laut Susanne Eisenmann, Kultusministerin von Baden-Württemberg, bereitet sich die Schulverwaltung des Landes angesichts der Corona-Krise, die zunächst eine Einschränkung von sozialen Kontakten bis zum Sonntag nach Ostern notwendig macht, auf unterschiedliche Szenarien vor. Denn da es rund um Covid-19 täglich neue Entwicklungen gibt, sind finale Entscheidungen zur Fortsetzung des Schulbetriebs in Baden-Württemberg nach Ostern noch nicht endgültig zu treffen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Regulärer Unterricht in Schulen nach Ostern?

Wie der SWR berichtet, ist eines der möglichen Szenarien zur Fortsetzung des Schulbetriebs in Baden-Württemberg nach Ostern, dass die Schüler einzelner Klassenstufen nur an bestimmten Tagen der Woche in die Schule kommen dürfen. Denkbar ist etwa auch, dass nur die Schüler von Abschlussklassen in die Schulen zurückkehren, um sich gezielt auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Ein Vorteil bei diesem Vorgehen: Wenn die Schüler wieder - zumindest eingeschränkt - in die Schule gehen, sinkt der Corona-Stresslevel in den Familien.

Eine Rückkehr zum normalen Unterricht in den Schulen nach den Osterferien ist damit wegen des Coronavirus sehr unwahrscheinlich. Der Schulbetrieb würde schrittweise, nach und nach, wieder aufgenommen werden. Eisenmann erklärt laut SWR: Gleich ein Start "von Null auf Hundert" sei unrealistisch. "Man wird sich darauf einstellen müssen, dass manches erst langsam wieder anlaufen wird", sagt die Kultusministerin von Baden-Württemberg.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Muss das ganze Schuljahr wiederholt werden?

Da die Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg immer weiter steigen, ist offenbar auch ein Horror-Szenario nicht völlig auszuschließen: Wie Susanne Eisenmann sagt, bereite sich das Kultusministerium auch auf das mögliche Szenario vor, dass die Schulen in Baden-Württembergauch bis zum Sommer geschlossen bleiben, um die Ausbreitung des Sars-CoV-2-Virus weiter einzudämmen. Laut Radio Regenbogen, soll in der kommenden Woche entschieden werden, ob, wie und ab wann der Unterricht für die Schüler in Baden-Württemberg weitergeht. Eine Wiederholung des ganzen Schuljahrs schließt Eisenmann ebenso aus wie das Verkürzen oder Absagen der Pfingst- und Sommerferien.

Ministerpräsident Kretschmann richtete sich am Wochenende mit einem klaren Appell an die Menschen in Baden-Württemberg: Die Maßnahmen gegen das Coronavirus wirken, hieß es. Die Menschen sollten sich dringend weiterhin an das Kontaktverbot halten.

Seit Wochen ein brisantes Thema: Die diesjährigen Abitur-Prüfung - finden die statt? Und wenn ja, wann? Viele offene Fragen, aber der echo24.de-Artikel fasst die wichtigsten Informationen zu den Prüfungen in Baden-Württemberg zusammen. Denn klar ist: Abi und Co. finden statt – und zwar schon sehr bald. 

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