Susanne Eisenmann arbeitet Konzept aus 

Schul-Regelbetrieb nach Sommerferien? Für Kretschmann unrealistisch

  • Julia Cuprakowa
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Nach den Sommerferien sollen die Schulen in Baden-Württemberg wieder in Regelbetrieb gehen. Doch Ministerpräsident Kretschmann hält genau das für unrealistisch. 

  • Nach den Sommerferien sollen die Schulen in Baden-Württemberg wieder in den Regelbetrieb gehen. 
  • Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält das für unrealistisch. 
  • Zu viele Lehrer gehören zur Risikogruppe.

Baden-Württemberg: Regelbetrieb in Schulen wie vor Corona? - für Kretschmann unrealistisch

Schulbetrieb nach den Sommerferien wie vor der Coronavirus-Pandemie? Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält eine Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen in Baden-Württemberg nach den Sommerferien für unrealistisch. "Unser Kernproblem ist die hohe Zahl der Lehrkräfte und Erzieher, die sich zu den vulnerablen (anfälligen) Gruppen zählen. In den Schulen sollen das bis zu 20 Prozent sein", sagte Kretschmann in einem Interview der "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". "So kann man keinen Regelbetrieb wie vor der Corona-Pandemie machen", so Kretschmann. 

Baden-Württemberg: Kultusminister beschließen vollständige Öffnung nach Sommerferien

In der vergangenen Woche hatten die Kultusminister der Länder beschlossen, dass die Schulen nach den Sommerferien wieder vollständig öffnen und in den Regelbetrieb zurückkehren sollen. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte angekündigt, dass sie bis Anfang Juli erklären werde, wie es mit dem Unterricht im Südwesten im neuen Schuljahr weitergehen werde. Grundsätzlich solle es so viel Präsenzunterricht wie möglich geben.

Erst vor kurzem stand Eisenmann wegen vollständigen Kita und Grundschulöffnung in der Kritik. Grund: Viele Lehrer gehören zur Risikogruppe in der Coronavirus-Pandemie und werden daher nicht vor Ort unterrichten können.

Am 16. Juni legte Kultusministerin Susanne Eisenmann in Stuttgart Konzepte für die vollständige Wiedereröffnung der Grundschulenund Kindergärten vor

Kretschmann: "Wahlkampf wirkt sich auf Regierungsgeschäft aus"

Eisenmann ist auch Spitzenkandidatin der CDU bei der Landtagswahl im kommenden März. Der aufziehende Wahlkampf wirkt sich nach Angaben Kretschmanns schon jetzt erheblich auf die Regierungsarbeit aus. "Zwar nicht auf die Ergebnisse, die erzielen wir auf allen Gebieten. Aber der Aufwand wird immer größer", sagte der Regierungschef den Zeitungen. "Jede interne Forderung wird sofort an die Öffentlichkeit gespielt. Das nimmt dramatisch zu und macht das Regierungsgeschäft schwerer."

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