Unterricht in der Corona-Zeit

Schule nach Pfingsten: Diese Corona-Regeln gelten jetzt!

  • Jason Blaschke
    vonJason Blaschke
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Viele Schüler in Baden-Württemberg gehen wieder vermehrt zum Präsenzunterricht in die Schule. Möglich macht das ein ausgeklügeltes System.

  • Seit Montag (15.06.) sind wieder mehr Schüler in Baden-Württemberg im Präsenzunterricht vor Ort.
  • An Schulen in Baden-Württemberg gilt wegen des Coronavirus ein "rollierendes System".
  • Schüler in Baden-Württemberg müssen Hygieneregeln beachten, wenn sie im Präsenzunterricht sind. 

Schulöffnung in Baden-Württemberg: Präsenzunterricht startet im "rollierenden System"

Seit heute sind die Pfingstferien in Baden-Württemberg offiziell zu Ende und für viele Schüler dürfte das ein Segen in der Coronavirus-Zeit sein. Denn seit 17. März sind Schulen und Kitas in Baden-Württemberg geschlossen, erst langsam läuft der Unterricht vor Ort an. 

Davon haben bis jetzt vor allem die Abschlussjahrgänge und die Oberstufe profitiert - das soll sich jetzt ändern. Nach den Plänen von Kultusministerin Susanne Eisenmann sollen nach Pfingsten wieder mehr Schüler in Baden-Württemberg zum Präsenzunterricht in die Schule kommen.

Das Kultusministerium spricht von einem "rollierenden System" in Schulen, das für alle Klassenstufen seit Montag gilt. Ausgenommen sind lediglich die Jahrgänge, die bereits seit 4. Mai wieder zum Präsenzunterricht in der Schule sind und in diesem oder im nächsten Jahr ihren Abschluss machen.

Schulen in Baden-Württemberg starten mit "rollierendem System": Das müssen Schüler beachten 

Sie bleiben auch weiterhin im Präsenzunterricht vor Ort. Daher trifft das "rollierende System" vor allem die Klassenstufen, die bis jetzt vorwiegend im "Homeschooling" waren. Die betreffenden Klassen sollen sich jetzt mit Präsenzunterricht in der Schule abwechseln. 

Heißt: Die eine Gruppe ist in der Schule, während die andere Gruppe wegen des Coronavirus weiter Zuhause lernt. Nach einer Woche wird gewechselt. Ziel ist, dass jeder Schüler in Baden-Württemberg regelmäßig zum Präsenzunterricht in die Schule kommen kann.

Die Schule nach Pfingsten kommt also für fast alle, aber eben zeitversetzt. Damit wollen die Entscheidungsträger sicherstellen, dass die Hygienekonzepte an Schulen in Baden-Württemberg eingehalten werden. Das Kultusministerium gibt für das "rollierenden System" zudem folgenden Rhythmus vor:

  • In Grundschulen sollen eine Woche lang die Erst- und Drittklässler in die Schule kommen.
  • In der zweiten Woche sind dann die Zweit- und Viertklässler in der Grundschule dran.
  • An weiterführenden Schulen werden die Klassen fünf bis acht im wöchentlichen Wechsel unterrichtet.
  • Die Klassen neun und zehn am Gymnasium werden in Präsenzphasen in der Schule unterrichtet.

Die oben aufgeführten Vorgaben gelten erstmal für die letzten sechs Schulwochen. Wie es danach weitergeht, ist noch nicht klar. Alle Schulen inBaden-Württemberg gestalten ihre Studienpläne aber weiterhin selbstständig. Im Einzelfall können Schulen die Vorgaben auch ändern.

Das ist zum Beispiel dann möglich, wenn nicht genügend große Räume in einer Schule zur Verfügung stehen oder es zu wenig Lehrkräfte gibt, die in der Coronavirus-Zeit unterrichten dürfen, da einige Lehrer zur Risikogruppe in der Coronavirus-Pandemie gehören.

Präsenzunterricht an Schulen in Baden-Württemberg: Schüler werden in Gruppen aufgeteilt

Für Schüler heißt das: Nicht jeder ist jeden Tag im Unterricht vor Ort. Somit gibt es auch Schüler, die nur an zwei bis drei Tagen pro Woche in der Schule sind. Der Rest der Schulstunden findet weiterhin im "Homeschooling" statt. In der Schule werden vorrangig die Kernfächer unterrichtet.

Für mehr Präsenzunterricht fehlt Schulen in Baden-Württemberg oft der Platz. Hinzu kommen strenge Hygieneauflagen.

Jede Klasse wird zudem nochmal in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe soll wöchentlich für mindestens zehn Stunden in der Schule sein, heißt es vom Kultusministerium. In der Schule gelten wegen des Coronavirus zudem folgende Hygieneregeln, die Schüler beachten müssen:

  • Vor dem Unterricht müssen alle Schüler die Hände waschen.
  • Nach jedem Lehrerwechsel müssen die Tische desinfiziert werden.
  • Die Pausen dürfen nicht gemeinsam genommen werden.

Wie ein solcher Schulalltag in der Coronavirus-Zeit aussieht, erfährt echo24.de von einer Realschule aus Heilbronn, die auch nach Pfingsten noch im Corona-Modus bleibt. Denn klar ist: Das Coronavirus wird Schüler in Baden-Württemberg noch länger begleiten.

Zuvor berichtete der SWR über die Schulöffnungen in Baden-Württemberg und das "rollierende System", das seit heute gilt. Alle Informationen zum Thema Unterricht in der Coronavirus-Zeit fasst auch das Kultusministerium von Baden-Württemberg auf einer Infoseite zum Coronavirus zusammen. 

Rubriklistenbild: © Philipp von Ditfurth/dpa

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