Offenbar sind Banden am Werk

Sinnlos und heftig: Immer mehr Geldautomat-Sprengungen!

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Nur selten können die Räuber beim Sprengen von Geldautomaten wirklich Mäuse machen.
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Der Sachschaden liegt meist deutlich höher als die erbeutete Summe der Gauner.

Im Südwesten haben Kriminelle in den ersten fünf Monaten des Jahres bereits 13 Geldautomaten gesprengt. Aber nur in zwei Fällen konnten sie dabei tatsächlich Geld erbeuten, wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte. Gleichwohl ist die Anzahl der Sprengungen im Vergleich zur Gesamtzahl von 2017 relativ hoch. So schlugen die Diebe im vergangenen Jahr insgesamt 18 mal zu und waren in zehn Fällen erfolgreich. Im Jahr 2016 lag die Zahl bei insgesamt bei 22 Sprengungen. In vier Fällen gelang es den Tätern Geld zu erbeuten, in 18 Fällen blieb es beim Versuch.

Wie ein LKA-Sprecher weiter mitteilte, werden diese Delikte in den Fachdezernaten der regionalen Polizeipräsidien bearbeitet. Das LKA erfasst die einzelnen Taten und wertet sie aus. Demnach arbeiten die Behörden nicht nur bundesweit zusammen, sondern tauschen sich auch mit den Ermittlern in den europäischen Nachbarstaaten aus.

Meist Banden am Werk

Deutschlandweit sprengten Kriminelle im ersten Halbjahr nach Daten des Bundeskriminalamtes (BKA) in 187 Fällen Geldautomaten, um an Bares zu kommen. Nach Erfahrungen der Polizei sind meist Banden am Werk, die häufig aus dem Ausland stammen. Die Täter leiten oft Gas oder ein Gasgemisch ein und bringen es zur Explosion. Die Sprengungen richten teilweise größere Schäden an als der Diebstahl des Geldes.

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