Keine Konkurrenz zwischen Nationen

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kommen bald 30 Millionen Schutzmasken aus China?

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Atemschutzmasken gegen das Coronavirus sind Mangelware. Daher ruht die Hoffnung von Baden-Württemberg nun darauf, aus China Schutzkleidung gegen Covid-19 zu bekommen.

  • Land Baden-Württemberg hat bislang drei Millionen Atemschutzmasken ausgeliefert.
  • Hoffnung auf neue Schutzausrüstung ruht auf China.
  • Bislang noch keine Schutzausrüstungs-Konkurrenz zwischen Nationen.

Die Bedrohung durch das Coronavirus bleibt in Baden-Württemberg weiterhin existent. Mittlerweile gibt es rund 24.000 Infizierte mit dem Sars-CoV-2-Virus. Um die Ausbreitung des Coronavirus weiter zu verlangsamen, ist also dringend Schutzausrüstung notwendig. Doch die ist rar. Nicht nur im Landkreis Heilbronn mangelt es an Atemschutzmasken. Daher hofft das Land Baden-Württemberg nun auf Schutzausrüstung aus China.

Wie der SWR berichtet, erwartet das Land Baden-Württemberg in den kommenden Wochen rund 30 Millionen Handschuhe, Schutzanzüge und Atemschutzmasken aus China. Dies würde eine deutliche Aufwertung des bisherigen Bestands an Schutz gegen das Coronavirus bedeuten. Denn bislang habe das Land Baden-Württemberg gerade einmal drei Millionen Atemschutzmasken an Einrichtungen wie die Polizei, Kliniken und Pflegeheime verteilt.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Betrüger wollen aus Atemschutzmasken Kapital schlagen

Verantwortlich für die Beschaffung von Atemschutzmasken und Co. als Schutz gegen Infizierte in Baden-Württemberg sei Wolf Hammann. Der Ministerialdirektor im baden-württembergischen Sozialministerium nehme gerne Angebote an, die er dann zusammen mit seiner "Task Force" gründlich prüfe.

Ein eher seltener Anblick: Eine gebrauchte Atemschutzmaske liegt am Straßenrand.

Doch versuchen offenbar auch Trittbrettfahrer und Betrüger Kapital aus dem derzeitigen Mangel an Atemschutzmasken zu schlagen. Solche Gauner verlangen etwa den kompletten Betrag für die Schutzkleidung im Voraus. Insgesamt gehen täglich 400 Angebote bei Hammann und seinem Team ein. Doch gerade mal in Bezug auf zwei solcher Angebote ergeben sich konkrete Verhandlungen zum Thema Schutzkleidung gegen das Coronavirus Sars-CoV-2.

Um zu vermeiden, dass man gefälschte oder minderwertige Schutzausrüstung kauft, prüfen der TÜV oder Dekra direkt am Flughafen die Qualität der Ware. Dass sich Länder in Anbetracht der Knappheit von Atemschutzmasken und Co., die man notfalls für den privaten Gebrauch auch selbst herstellen kann, sich gegenseitig die Ausrüstung wegschnappen, sei allerdings übertriebene Panikmache, wie Hammann erklärt. Etwa die USA als vermeintlicher Atemschutzmasken-Kauf-Konkurrent sei ihm bei seinen Verhandlungen zur Schutzkleidung noch nie in die Quere gekommen.

Rubriklistenbild: © dpa/Archiv

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