Über 20.000 Verstoße geahndet

Corona-Regeln in Baden-Württemberg: So lief der erste Monat!

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Die Corona-Verordnung schränkt die Menschen in Baden-Württemberg seit einigen Wochen stark ein. Aber: Halten sich denn auch alle dran? Das zeigt die Bilanz nach rund einem Monat.

  •  Seit dem 23. März gibt es die Corona-Verordnung in Baden-Württemberg. Nun zieht die Regierung eine Bilanz.
  • Über 20.000 Verstöße gegen die Corona-Verordnung in Baden-Württemberg geahndet.
  • Innenminister Thomas Strobl ist mit der Bilanz zufrieden.

Die rasante Ausbreitung des Coronavirus konnte einigermaßen verlangsamt werden. Dennoch mahnten nicht nur Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nach dem Corona-Gipfel am 30. April vor zu schnellen Lockerungen der bestehenden Regeln, sondern auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Das Motto der Politik lautet zurecht: Lieber kleine Schritte nach vorne, als Rückschritte. 

Wer auf die Straßen schaut, sieht, dass sich viele Menschen an die Corona-Regeln halten. Hier und da fallen allerdings auch Menschen auf, die sich beispielsweise nicht an das Kontaktverbot halten. Dabei steigt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Baden-Württemberg täglich - wenn auch nicht mehr so stark wie zu Beginn der Corona-Krise. Nun gab das Innenministerium einen kleinen Überblick über die bisherigen Verstoße gegen die strenge Verordnung.

Ein Monat Corona-Verordnung in Baden-Württemberg - die Bilanz!

Partys in Shisha-Bars, Picknick mit Freunden im Park oder eine Spritztour zu viert mit dem Auto - gegen die strengen Corona-Auflagen ist in Baden-Württemberg innerhalb der vergangenen Wochen mehr als 21.500 Mal verstoßen worden. Bis Ende April gab es 20.802 Ordnungswidrigkeiten und 715 Straftaten, teilte das Innenministerium mit. Dabei war die Polizei nicht untätig: Sie kontrollierte mehr als 222 000 Menschen und untersuchte zudem 37 500 Autos zwischen dem 23. März und dem 29. April.

Zu den Ordnungswidrigkeiten zählen unter anderem der Verstoß gegen das Besuchsverbot in einem Pflegeheim, der Betrieb einer Kneipe oder eine Zahn-OP. Auch die Teilnahme an einer Versammlung in einer Wohnung oder ein Spaziergang mit mehreren Freunden werden geahndet. Als Straftaten im Zusammenhang mit der Pandemie gelten Verstöße gegen die Quarantäne-Verordnung oder auch die Organisation größerer Veranstaltungen.

Verstöße gegen Corona-Verordnung: Empfindliche Strafen drohen, Innenminister Strobl zufrieden

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus drohen empfindliche Strafen bei Verstößen gegen die sogenannte Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen. Wer sich zum Beispiel mit mehr als zwei Personen, die nicht zur Familie gehören, auf Straßen und Plätzen aufhält, muss ein Bußgeld zwischen 100 Euro und 1000 Euro zahlen. Wird eine wegen Corona geschlossene Bar oder ein Club weiter betrieben, drohen Strafen zwischen 2500 Euro und 5000 Euro. Und wer trotz Verbots ein Krankenhaus oder ein Pflegeheim besucht, riskiert ein Bußgeld zwischen 250 Euro und 1500 Euro. Bei wiederholten Verstößen kann es bis 25 000 Euro teuer werden.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl ist mit der Bilanz des ersten Monats Corona-Verordnung zufrieden.

Trotz der scheinbar vielen Verstöße zeigt sich Innenminister Thomas Strobl zufrieden: "Obwohl die Regeln der Corona-Verordnung große Einschränkungen bringen, obwohl den Menschen viel zugemutet wird, halten sie sich im Großen und Ganzen sehr vernünftig und diszipliniert an diese Regeln und Vorgaben." Die festgestellte Zahl der Verstöße sei Woche für Woche gesunken. Strobl: "Das macht deutlich, wie ernst die Bürgerinnen und Bürger die Bedeutung der Maßnahmen nehmen." Also: Weiter so!

Rubriklistenbild: © scg alf

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