Über 10 Millionen Euro

Nach Soforthilfe für die Wirtschaft - Baden-Württemberg greift Sportvereinen unter die Arme

  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Der Wirtschaft hat Baden-Württemberg bereits unter die Arme gegriffen, jetzt folgen die Sportvereine.

  • Die Landesregierung hilft den Sportvereinen mit einem Soforthilfeprogramm.
  • Baden-Württemberg stellt dafür über 11 Millionen Euro zur Verfügung.
  • Es gib zahlreiche Auflagen.

Baden-Württemberg: Coronavirus-Soforthilfe für Sportvereine  - unter Auflagen

So langsam kehrt nach dem Ausbruch des Coronavirus wieder Normalität in Baden-Württemberg ein. Zahlreiche Maßnahmen im Kampf gegen Covid-19 konnten bereits wieder gelockert werden.  Doch vor wenigen Wochen sah das noch ganz anders aus, da waren im ganzen Land Restaurants, Kneipen und Bars geschlossen. Auch Sport war fast nicht möglich.

Die Auswirkungen auf die Wirtschaft waren enorm, sodass die baden-württembergische Landesregierung den Unternehmen mit Soforthilfen unter die Arme griff. Am Dienstag folgte nun auch ein Soforthilfeprogramm für die Sportvereine und -verbände in Baden-Württemberg.

Baden-Württemberg: Über 11 Millionen Euro für die Sportvereine

Das Programm richtet sich an Sportvereine und -fachverbände die durch die Corona-Krise unverschuldet in einen existenzgefährdenden Liquiditätsengpass geraten sind. Dafür stellt die Landesregierung 11,635 Millionen Euro zur Verfügung. 10 Millionen davon stellt das Land zusätzlich zur Verfügung, die restliche Summe wird durch die Umschichtungen von Mitteln aus dem Solidarpakt Sport III verfügbar. 

"Die Sportvereine sind Eckpfeiler und Stützen unserer Gesellschaft. Für mich ist deshalb klar, dass wir sie auch in dieser Situation nicht alleine lassen und die Folgen der Corona-Pandemie abmildern", erklärt Sportministerin Dr. Susanne Eisenmann. Um die Mittel zubekommen, müssen die Sportvereine und -verbände jedoch bereits die bestehenden Hilfsmöglichkeiten - wie beispielsweise die Soforthilfe Corona für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb oder Kurzarbeitergeld - ausgeschöpft haben.

Baden-Württemberg: Sportministerin stellt zweites Soforthilfeprogramm in Aussicht

Sollte am Ende des Jahres dennoch ein Überschuss entstehen, so muss die Soforthilfe bis zur Höhe des Überschusses zurückgezahlt werden. Beantragt werden kann das Hilfspaket der baden-württembergischen Landesregierung ab dem 25. Juni, die Anträge müssen an die regionalen Sportbünde gestellt werden. Zudem ist eine eidesstattliche Versicherung durch die vertretungsberechtigt Person abzugeben.Zusätzlich zur Soforthilfe können die Sportvereine und -verbände in Baden-Württemberg für die Monate März bis Ende Juni 2020 Übungsleiterzuschüsse beantragen. Diese werden auf der Basis der Zahlungen aus dem Vorjahr ausgezahlt.

Sportministerin Susanne Eisenmann schließt ein weiteres Soforthilfeprogramm nicht aus.

Dadruch können die Vereine ausgefallene Übungs- und Trainingsstunden dennoch vergüten. "Diese Maßnahme ist ein weiteres, faires Angebot an den Sport. Wir sichern damit auch die Trainerinnen und Trainer ab, die ebenso wie die Sportvereine teilweise auf diese Einnahmen angewiesen sind", sagt die Sportministerin. Bei Bedarf können auch für das zweite Halbjahr 2020  Soforthilfen ausgezahlt werden. Das Geld hierfür stammt ebenfalls aus den 16,7 Millionen Euro starken Solidarpakt Sport III.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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