Coronavirus in Baden-Württemberg

Gegen Corona-Ausbreitung in BaWü: Was ist beim Kontaktverbot erlaubt, was untersagt?

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Baden-Württemberg: Im Kampf gegen das Coronavirus entschieden sich Bund und Länder gegen eine Ausgangssperre. Alle Infos über die neuen Maßnahmen.

Coronavirus in Baden-Württemberg weiter auf dem Vormarsch. 
• Land Baden-Württemberg setzt Maßnahmen gegen Ausbreitung in Kraft.
• Harte Eingriffe in den Alltag, um Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Coronavirus Baden-Württemberg: Kontaktverbot statt Ausgangssperre - alle Informationen

Update vom 22. März, 17.50 Uhr: In einer Presskonferenz hatte der baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann noch einmal erklärt, dass Bund und Länder sich in der Telefonschalte gegen eine Ausgangssperre entschieden haben. 

In Baden-Württemberg habe sich das Verhalten der Menschen seit den letzten Maßnahmen noch einmal verändert. In den Lebensmittelläden halten die Menschen Abstand, Corona-Partys finden weitestgehend nicht mehr statt und auch auf den Straßen sind noch einmal mehr weniger Menschen unterwegs. Kretschmann erklärte, dass nun auch bundesweit Friseursalons, Kosmetik- und Tattoostudios und Massagepraxen schließen müssen. Medizinische Behandlungen bleiben weiterhin möglich. 

Wegen des Coronavirus: Baden-Württemberg verschärft Maßnahmen

Statt der Ausgangsperre haben sich Bund und Länder auf ein Kontaktverbot geeinigt. Kontakte sollen auf ein maximales Minimum reduziert werden. In der Öffentlichkeit ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu fremden Menschen einzuhalten. 

"Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und was ist jetzt noch erlaubt? Lebensmittel einkaufen, zur Arbeit oder zum Arzt und an die frische Luft gehen, erklärte Kretschmann.  

"So retten wir Leben", sagt die Kanzlerin. Diese Maßnahmen werden eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Diskussion über Ausgangssperren

Update vom 22. März, 16.10 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs haben sich nach ersten Informationen von ntv nun offenbar geeinigt. Es soll wohl kein Ausgangsverbot geben. Dafür aber ein Kontaktverbot! Doch was bedeutet das? Eine Ansammlung von mehr als zwei Menschen soll verboten werden - ausgenommen sind im eigenen Haushalt lebende Menschen. 

Mehr Informationen folgen...

Coronavirus in Baden-Württemberg: Heute Entscheidung über Ausgangssperren

Update vom 22. März, 15.20 Uhr: Die Bundeskanzlerin Angela Merkel berät heute in einer Telefonschalte mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über weitere Maßnahmen  gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Ein ganz großes Thema in der Konferenz: Ausgangssperren. Das Verhalten der Bürger an diesem Wochenende soll entscheidend sein. Nach ersten Informationen gehen die Meinungen der  Länderchefs auseinander, berichtet ntv. Die ersten Entscheidungen könnten schon am Sonntag, 22. März gegen 16 Uhr bekannt gegeben werden. Kanzlerin Merkel möchte sich gegen 17.30 Uhr ebenfalls äußern.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kretschmann schließt alle Restaurants und Gaststätten!

Update 20. März, 14.30 Uhr: Bei einer Pressekonferenz am Freitag kündigte der Ministerpräsident Winfried Kretschmann weitere drastische Maßnahmen an. Ab morgen müssen alle Gaststätten und Restaurants ganztägig geschlossen bleiben. Ausnahmen gelten für Drive-In- und To-Go-Restaurants sowie Speise-Lieferungen. Außerdem sind ab sofort Zusammenkünfte von Gruppen und Ansammlungen ab drei Personen verboten. Wer sich nicht daran hält, dem drohen Bußgeld bis zu 25.000 Euro sowie mehrjährige Haftstrafen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Land will Versammlungen untersagen!

Update, 20. März, 9.30 Uhr: Baden-Württemberg bereitet wegen des Coronavirus ein Niederlassungsverbot für Gruppen auf öffentlichen Plätzen vor. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen.

Coronavirus Baden-Württemberg: Diese Regeln gelten ab heute

Update, 18. März, 9.30 Uhr: Es ist gar nicht so einfach, in diesen Tagen noch den Überblick zu behalten, was jetzt Sache ist. Was ist erlaubt und was nicht? Das Land informiert. 

In einer Mitteilung heißt es: "Die neuen Regelungen gelten ab Mittwoch, den 18. März 2020. Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, werden Einrichtungen und Geschäfte in großem Umfang geschlossen." Aber: Niemand muss um seine Versorgung bangen. Es bleiben einige Betriebe geöffnet

Einzelhandel für Lebensmittel,

Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste,

Getränkemärkte,

Apotheken,

Sanitätshäuser,

Drogerien,

Tankstellen,

Banken und Sparkassen,

Poststellen,

Frisöre, Reinigungen, Waschsalons,

der Zeitungsverkauf,

Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel

Hofläden und Raiffeisenmärkte

Mit der neuen Regelung können diese Geschäfte auch an Sonntagen und Feiertagen öffnen

Alle weiteren Verkaufsstellen des Einzelhandels, die nicht zu den oben genannten Einrichtungen gehören, werden geschlossen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Diese Geschäfte müssen schließen

Der Betrieb von Gaststätten wird grundsätzlich untersagt. Hier gibt es Ausnahmeregelungen: 

Vom Verbot ausgenommen sind allerdings Gaststätten, die Speisen und Getränke anbieten sowie Mensen, wenn sichergestellt ist, dass die Plätze für die Gäste so angeordnet werden, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist, Stehplätze so gestaltet sind, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Gästen gewährleistet ist.

Die Gaststätten dürfen frühestens ab sechs Uhr geöffnet und müssen spätestens ab 18 Uhr geschlossen werden.

Der Betrieb folgender Einrichtungen wird untersagt:

Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen, Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater,

Bildungseinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Akademien und Fortbildungseinrichtungen, Volkhochschulen,

Kinos,

Schwimm- und Hallenbäder, Thermal- und Spaßbäder, Saunen,

alle öffentlichen und privaten Sportanlagen und Sportstätten, insbesondere Fitnessstudios, und ähnliche Einrichtungen,

Volkshochschulen und Jugendhäuser,

öffentliche Bibliotheken,

Vergnügungsstätten, insbesondere Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen

Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen

Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen,

Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks sowie Anbieter von Freizeitaktivitäten (auch außerhalb geschlossener Räume), Spezialmärkte

Öffentliche Spiel- und Bolzplätze.

Maßnahmen gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg: Das gilt für Veranstaltungen: 

Aus der Mitteilung es Landes geht weiter hervor: "Untersagt sind Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Angebote von Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen."

Untersagt sind Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften. Auch alle sonstigen Veranstaltungen sind untersagt.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Landesregierung informiert über aktuelle Situation

Update vom 17. März, 12 Uhr: Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Gesundheitsminister Manne Lucha und Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann berichten in einerPressekonferenz um 12 Uhr aktuell über die Ergebnisse und Entscheidungen der heutigen Kabinettssitzung zur aktuellen Coronavirus-Situation in Baden-Württemberg.

Klar ist: Im Gegensatz zu Bayern hat Baden-Württemberg nicht den Katastrophenfall ausgerufen. Ministerpräsident Kretschmann betont jedoch, dass es besonders wichtig ist, dass alle sich an die angeordneten Maßnahmen halten, um weitere Schritte wie zum Beispiel eine Ausgangssperre zu vermeiden.

Drastische Maßnahmen gegen Corona-Ausbreitung: Baden-Württemberg macht dicht - Kretschmann äußert sich

Erstmeldung vom 16. März: Der Alltag wie wir ihn kennen, ist vorübergehend vorbei: Am Montag, 16. März, haben Bund und Länder ein Maßnahmenpaket zur weiteren Eingrenzung der Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Zunächst hatten die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder in enger Abstimmung die Beschlüsse abgesegnet, die bundesweit umgesetzt werden sollen. Baden-Württemberg zieht nun nach!

In einerMitteilung des Landes heißt es am Montag: "Aufgrund der sich zuspitzenden Lage und der stark steigenden Zunahme von Corona-Infektionen in Baden-Württemberg hat die Landesregierung eine Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen beschlossen." Inzwischen beträgt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg über 1.000

Und weiter: "Diese gilt sofort und wird das öffentliche Leben für die Menschen in Baden-Württemberg in vielen Bereichen stark einschränken." Die Verordnung bleibt vorerst bis zum 15. Juni 2020 bestehen - das Sozialministerium kann diesen Termin jedoch noch ändern. Bereits am Montagmorgen machte Baden-Württemberg Teile der Grenzen zu

Verschärfte Maßnahmen gegen Coronavirus: Baden-Württemberg schließt Einrichtungen landesweit

Ministerpräsident Winfried Kretschmann: "Die Zahl der infizierten Menschen im Land steigt weiter stark. Gleichzeitig gelingt es uns aktuell sehr gut, alle erkrankten Menschen medizinisch bestmöglich zu versorgen." Das soll auch so bleiben, weshalb nun die Ausbreitung noch stärker verlangsamt werden soll. Nachdem ab dem morgigen Dienstag, 17. März, Schulen und Kindergärten dicht machen, folgen nun weitere Einrichtungen landesweit:

• Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen, Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater
• Bildungseinrichtung jeglicher Art, insbesondere Akademien und Fortbildungseinrichtungen, Volkhochschulen
• Kinos
• Schwimm- und Hallenbäder, Thermalbäder, Saunen
• Fitnessstudios und sonstige Sportstätten in geschlossenen Räumen
• Volkshochschulen und Jugendhäuser
• öffentliche Bibliotheken
• Vergnügungsstätten
• Prostitutionsstätten

Kretschmann: "Ich bin mir bewusst, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern damit einiges abverlangen. Aber nur so können wir die Krise mit geeinter Kraft bewältigen." Kretschmann und Gesundheitsminister Manne Lucha appellieren zudem nochmals an die Bevölkerung, soziale Kontakte nur auf die unbedingt notwendigen zu beschränken. Das betrifft auch Besuche in Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen. Diese sind ebenfalls verboten und können lediglich mit Ausnahmen (erkrankte Kinder, Sterbebegleitung und Teile der Psychiatrie) wahrgenommen werden.

1.105 bestätigte Coronavirus-Fälle gibt es in Baden-Württemberg (Stand: 16. März 2020, 14.30 Uhr).

Coronavirus in BaWü: Gaststätten werden geschlossen, Speisegaststätten bekommen Auflagen 

Hart treffen die neuen Maßnahmen auch Gaststätten, denn: DerBetrieb einer Gaststätte wird grundsätzlich untersagt. Es sei denn, es handelt sich um eine Speisegaststätte, die wiederum einige Vorgaben erfüllen muss. So muss der Abstand zwischen den Tischen mindestens 1,5 Metern betragen, ebenso zwischen den an Stehplätzen positionierten Gästen. Auch die Ermittlung möglicher Kontaktpersonen für einen Zeitraum von jeweils einem Monat müssen in geeigneter Weise sichergestellt sein, wenn es zu einer Infektion kommt.

Größere Veranstaltungen wurden ohnehin schon abgesagt, das Personenlimit liegt aktuell bei 100 Menschen. Aber: In Heilbronn beispielsweise droht schon ein Personenlimit von 50. In der Mitteilung des Landes heißt es: "Bei öffentlichen Veranstaltungen mit weniger als 100 Teilnehmern entscheiden die zuständigen Behörden vor Ort auf Basis einer Risikoabwägung anhand der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und unter Berücksichtigung des lokalen Infektionsgeschehens über ein Verbot."

Auch Heilbronn ist vom Coronavirus betroffen. Der Maßnahmen-Katalog der Bundesregierung ist für viele ganz hartes Brot. Die Stadtinitiative wendet sich an die Händler.

Rubriklistenbild: © Sperber

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