Covid-19 in Baden-Württemberg

Kontaktverbot in BaWü auch an Ostern! Was ist erlaubt - und was nicht?

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Baden-Württemberg: Im Kampf gegen das Coronavirus entschieden sich Bund und Länder für ein Kontaktverbot - das gilt aktuell bis zum 19. April. Doch was ist an Ostern erlaubt? 

Coronavirus in Baden-Württemberg weiter auf dem Vormarsch. 
• Land Baden-Württemberg setzt Maßnahmen gegen Ausbreitung in Kraft.
• Bis zum 19. April bleibt das Kontaktverbot vorerst bestehen - und damit auch über Ostern. 

Statt einer Ausgangssperre wie beispielsweise in europäischen Nachbarländern haben sich Bund und Länder auf ein Kontaktverbot geeinigt. Doch was ist in Baden-Württemberg nun erlaubt, was untersagt? echo24.de gibt einen Überblick über die geltende Corona-Verordnung - Details sind auf der Homepage des Landes Baden-Württemberg nachzulesen, zusätzlich auch in Englisch, Russisch, Polnisch, Türkisch und Italienisch. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Regeln und Maßnahmen sind auch an Ostern notwendig!

Update, 08. April: Am Mittwoch hat sich Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl zu Ostern in der Corona-Krise geäußert. Gelten die Regeln auch an den Feiertagen? Strobl in einer Mitteilung des Innenministeriums: "Die Ostertage werden eine Bewährungsprobe. Ich habe größtes Verständnis, die Menschen haben in diesen Tagen eine besondere Sehnsucht, ihre Lieben zu sehen, das herrliche Wetter zieht nach Draußen." 

Dann kommt das, womit viele schon gerechnet haben: Die Regeln und Maßnahmen wegen des Coronavirus gelten auch an Ostern. Strobl: "Aber trotzdem steht über allem: Die Regeln der Corona-Verordnung sind notwendig, um Menschenleben zu retten. Deshalb müssen sie auch an den Feiertagen unbedingt beachtet werden." 

Strobl zeigt Verständnis und sagt, dass er weiß, wie schwer das gerade an Feiertagen fällt, aber: "Es muss so sein. Und klar ist, das kann ich allen Bürgerinnen und Bürgern sagen, die Regeln werden nur so lange gelten, wie es notwendig ist. Noch ist es notwendig."

Coronavirus Baden-Württemberg: Was ist beim Kontaktverbot erlaubt? 

Update vom 01. April: Am 22. März haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs auf ein Kontaktverbot gegen die Ausbreitung des Coronavirus geeinigt. Diese Maßnahme soll mindestens bis nach Ostern, genauer gesagt bis zum 19. April, bestand haben - das wurde in einer weiteren Telefonkonferenz zwischen Bund und Ländern am 1. April beschlossen. Das Ziel: Die Ausbreitung von Covid-19 verlangsamen und somit eine Überlastung des Gesundheitssystems vermeiden. 

Gegen Corona-Ausbreitung in Baden-Württemberg: Was ist beim Kontaktverbot erlaubt?

Besonders unklar scheint einigen Bürgern immer noch der Punkt "Zusammenkünfte sind verboten" zu sein. Für Baden-Württemberg gilt wegen der Corona-Maßnahmen in der Kurzfassung:

  1. Draußen darf man sich alleine oder maximal zu zweit aufhalten. Außnahme: Angehörige des gleichen Haushalts dürfen sich zusammen draußen aufhalten, auch wenn es mehr als zwei Personen sind.
  2. Bei Begegnungen mit anderen Menschen muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.
  3. Gottesdienste dürfen nicht mehr stattfinden. Beerdigungen, Taufen und Trauungen dürfen unter bestimmten Bedingungen besucht werden - zuständig ist das Kultusministerium.
    Besuche bei Ehegatten, Lebenspartnern oder Partnern sind selbstverständlich erlaubt.
  4. Besuche von Kindern bei Verwandten, die in gerade Linie verwandt sind (beispielsweise Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder) sind erlaubt.

Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg: Welche Einrichtungen sind geschlossen?

Viele Einrichtungen bleiben in Baden Württemberg wegen derCorona-Maßnahmen bis zum 19. April 2020 geschlossen. Davon betroffen sind:

  1. Gaststätten und ähnliche Einrichtungen wie Cafés, Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen
  2. Geschäfte und Outlet-Center
  3. Frisöre, Tattoo-/Piercing-Studios, Massagestudios, Kosmetikstudios, Nagelstudios, Studios für kosmetische Fußpflege sowie Sonnenstudios
  4. Kultureinrichtungen wie Museen, Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater - ebenso Kinos
  5. Bildungseinrichtungen wie Volkshochschulen oder Musikschulen - ebenso öffentliche Bibliotheken
  6. Sportanlagen und Sportstätten, insbesondere Fitnessstudios und Tanzschulen - ebenso Schwimm- und Hallenbäder, Thermal- und Spaßbäder, Saunen

  7. Jugendhäuser, öffentliche Spiel- und Bolzplätze
  8. Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten
  9. Hotels, Pensionen, Campingplätze und Wohnmobilstellplätze. Es gibt aber Ausnahmen für geschäftliche Zwecke oder für besondere private Härtefälle - ebenso Betrieb von Reisebussen für Freizeitreisen
  10.  Vergnügungsstätten, insbesondere Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen - ebenso Prostitutionsstätten und Bordelle
In Baden-Württemberg wurden wegen der Ausbreitung des Coronavirus auch Spielplätze gesperrt.

Wegen Sars-CoV-2: Schließung von Schulen und Kindergärten in Baden-Württemberg - Notbetreuung eingerichtet

Die Schließungen betreffen im Besonderen auch Schulen, Kindergärten, Hochschulen und Wohnheime. Hier gilt:

  1. Alle Schulen und Kindergärten in Baden-Württemberg bleiben bis zum 19. April 2020 geschlossen.
  2. Universitäten und Hochschulen bleiben bis 19. April 2020 geschlossen.
  3. Die Wohnheime, in denen Minderjährige wohnen, bleiben geöffnet. Auch die Wohnheime für Menschen, die auf einer sonderpädagogischen Schule sind, bleiben geöffnet.
  4. Die Schulen, in denen Kranken- und Altenpfleger ausgebildet werden, bleiben ebenfalls geöffnet.

Für Kinder gibt es während der Schließung von Schulen und Kindergärten eine Notbetreuung . Diese gilt allerdings nicht für alle Kinder in Baden-Würrtemberg. Eine Notbetreuung gibt es für Schüler an Grundschulen, an Grundschulstufen von Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, Grundschulförderklassen, Schulkindergärten und den Klassenstufen 5 und 6 der auf der Grundschule aufbauenden Schulen sowie Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege, wenn:

  1. beide Erziehungsberechtigte oder die oder der Alleinerziehende in Bereichen der kritischen Infrastruktur im Sinne arbeiten und nicht abkömmlich sind.
  2. Alleinerziehenden gleichgestellt sind Erziehungsberechtigte dann, wenn die oder der weitere Erziehungsberechtigte aus schwerwiegenden Gründen an der Betreuung gehindert ist - dies muss die zuständige Gemeinde entscheiden.

Regeln in Zeiten von Covid-19: Baden-Württemberg veröffentlicht Bußgeldkatalog

Geregelt sind diese und andere Maßnahmen in der aktuellen Corona-Verordnung der Landesregierung gegen die Ausbreitung von Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg - diese wiederum gilt vorerst bis zum 15. Juni 2020 (nachzulesen auf der Seite des Landes Baden-Würtemberg). Das Sozialministerium kann den Termin des Außerkrafttretens jedoch ändern. 

In einer Telefonkonferenz hatten sich Bundeskanzlerin Merkel und die Länderchefs am 22. März auf ein Kontaktverbot geeinigt. Diese Maßnahme solle eine Mindestdauer von zwei Wochen haben. Wer sich nicht an die geltenden Corona-Regeln hält, dem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro

Coronavirus Baden-Württemberg: Kontaktverbot statt Ausgangssperre - alle Informationen

Update vom 22. März, 17.50 Uhr: In einer Presskonferenz hatte der baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann noch einmal erklärt, dass Bund und Länder sich in der Telefonschalte gegen eine Ausgangssperre entschieden haben. 

In Baden-Württemberg habe sich das Verhalten der Menschen seit den letzten Maßnahmen noch einmal verändert. In den Lebensmittelläden halten die Menschen Abstand, Corona-Partys finden weitestgehend nicht mehr statt und auch auf den Straßen sind noch einmal mehr weniger Menschen unterwegs. Kretschmann erklärte, dass nun auch bundesweit Friseursalons, Kosmetik- und Tattoostudios und Massagepraxen schließen müssen. Medizinische Behandlungen bleiben weiterhin möglich. 

Wegen des Coronavirus: Baden-Württemberg verschärft Maßnahmen

Statt der Ausgangsperre haben sich Bund und Länder auf ein Kontaktverbot geeinigt. Kontakte sollen auf ein maximales Minimum reduziert werden. In der Öffentlichkeit ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu fremden Menschen einzuhalten. 

"Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und was ist jetzt noch erlaubt? Lebensmittel einkaufen, zur Arbeit oder zum Arzt und an die frische Luft gehen, erklärte Kretschmann.  

"So retten wir Leben", sagt die Kanzlerin. Diese Maßnahmen werden eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Diskussion über Ausgangssperren

Update vom 22. März, 16.10 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs haben sich nach ersten Informationen von ntv nun offenbar geeinigt. Es soll wohl kein Ausgangsverbot geben. Dafür aber ein Kontaktverbot! Doch was bedeutet das? Eine Ansammlung von mehr als zwei Menschen soll verboten werden - ausgenommen sind im eigenen Haushalt lebende Menschen. 

Mehr Informationen folgen...

Coronavirus in Baden-Württemberg: Heute Entscheidung über Ausgangssperren

Update vom 22. März, 15.20 Uhr: Die Bundeskanzlerin Angela Merkel berät heute in einer Telefonschalte mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über weitere Maßnahmen  gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Ein ganz großes Thema in der Konferenz: Ausgangssperren. Das Verhalten der Bürger an diesem Wochenende soll entscheidend sein. Nach ersten Informationen gehen die Meinungen der  Länderchefs auseinander, berichtet ntv. Die ersten Entscheidungen könnten schon am Sonntag, 22. März gegen 16 Uhr bekannt gegeben werden. Kanzlerin Merkel möchte sich gegen 17.30 Uhr ebenfalls äußern.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kretschmann schließt alle Restaurants und Gaststätten!

Update 20. März, 14.30 Uhr: Bei einer Pressekonferenz am Freitag kündigte der Ministerpräsident Winfried Kretschmann weitere drastische Maßnahmen an. Ab morgen müssen alle Gaststätten und Restaurants ganztägig geschlossen bleiben. Ausnahmen gelten für Drive-In- und To-Go-Restaurants sowie Speise-Lieferungen. Außerdem sind ab sofort Zusammenkünfte von Gruppen und Ansammlungen ab drei Personen verboten. Wer sich nicht daran hält, dem drohen Bußgeld bis zu 25.000 Euro sowie mehrjährige Haftstrafen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Land will Versammlungen untersagen!

Update, 20. März, 9.30 Uhr: Baden-Württemberg bereitet wegen des Coronavirus ein Niederlassungsverbot für Gruppen auf öffentlichen Plätzen vor. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen.

Coronavirus Baden-Württemberg: Diese Regeln gelten ab heute

Update, 18. März, 9.30 Uhr: Es ist gar nicht so einfach, in diesen Tagen noch den Überblick zu behalten, was jetzt Sache ist. Was ist erlaubt und was nicht? Das Land informiert. 

In einer Mitteilung heißt es: "Die neuen Regelungen gelten ab Mittwoch, den 18. März 2020. Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, werden Einrichtungen und Geschäfte in großem Umfang geschlossen." Aber: Niemand muss um seine Versorgung bangen. Es bleiben einige Betriebe geöffnet

Einzelhandel für Lebensmittel,

Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste,

Getränkemärkte,

Apotheken,

Sanitätshäuser,

Drogerien,

Tankstellen,

Banken und Sparkassen,

Poststellen,

Frisöre, Reinigungen, Waschsalons,

der Zeitungsverkauf,

Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel

Hofläden und Raiffeisenmärkte

Mit der neuen Regelung können diese Geschäfte auch an Sonntagen und Feiertagen öffnen

Alle weiteren Verkaufsstellen des Einzelhandels, die nicht zu den oben genannten Einrichtungen gehören, werden geschlossen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Diese Geschäfte müssen schließen

Der Betrieb von Gaststätten wird grundsätzlich untersagt. Hier gibt es Ausnahmeregelungen: 

Vom Verbot ausgenommen sind allerdings Gaststätten, die Speisen und Getränke anbieten sowie Mensen, wenn sichergestellt ist, dass die Plätze für die Gäste so angeordnet werden, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist, Stehplätze so gestaltet sind, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Gästen gewährleistet ist.

Die Gaststätten dürfen frühestens ab sechs Uhr geöffnet und müssen spätestens ab 18 Uhr geschlossen werden.

Der Betrieb folgender Einrichtungen wird untersagt:

Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen, Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater,

Bildungseinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Akademien und Fortbildungseinrichtungen, Volkhochschulen,

Kinos,

Schwimm- und Hallenbäder, Thermal- und Spaßbäder, Saunen,

alle öffentlichen und privaten Sportanlagen und Sportstätten, insbesondere Fitnessstudios, und ähnliche Einrichtungen,

Volkshochschulen und Jugendhäuser,

öffentliche Bibliotheken,

Vergnügungsstätten, insbesondere Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen

Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen

Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen,

Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks sowie Anbieter von Freizeitaktivitäten (auch außerhalb geschlossener Räume), Spezialmärkte

Öffentliche Spiel- und Bolzplätze.

Maßnahmen gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg: Das gilt für Veranstaltungen: 

Aus der Mitteilung es Landes geht weiter hervor: "Untersagt sind Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Angebote von Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen."

Untersagt sind Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften. Auch alle sonstigen Veranstaltungen sind untersagt.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Landesregierung informiert über aktuelle Situation

Update vom 17. März, 12 Uhr: Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Gesundheitsminister Manne Lucha und Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann berichten in einerPressekonferenz um 12 Uhr aktuell über die Ergebnisse und Entscheidungen der heutigen Kabinettssitzung zur aktuellen Coronavirus-Situation in Baden-Württemberg.

Klar ist: Im Gegensatz zu Bayern hat Baden-Württemberg nicht den Katastrophenfall ausgerufen. Ministerpräsident Kretschmann betont jedoch, dass es besonders wichtig ist, dass alle sich an die angeordneten Maßnahmen halten, um weitere Schritte wie zum Beispiel eine Ausgangssperre zu vermeiden.

Drastische Maßnahmen gegen Corona-Ausbreitung: Baden-Württemberg macht dicht - Kretschmann äußert sich

Erstmeldung vom 16. März: Der Alltag wie wir ihn kennen, ist vorübergehend vorbei: Am Montag, 16. März, haben Bund und Länder ein Maßnahmenpaket zur weiteren Eingrenzung der Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Zunächst hatten die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder in enger Abstimmung die Beschlüsse abgesegnet, die bundesweit umgesetzt werden sollen. Baden-Württemberg zieht nun nach!

In einerMitteilung des Landes heißt es am Montag: "Aufgrund der sich zuspitzenden Lage und der stark steigenden Zunahme von Corona-Infektionen in Baden-Württemberg hat die Landesregierung eine Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen beschlossen." Inzwischen beträgt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg über 1.000

Und weiter: "Diese gilt sofort und wird das öffentliche Leben für die Menschen in Baden-Württemberg in vielen Bereichen stark einschränken." Die Verordnung bleibt vorerst bis zum 15. Juni 2020 bestehen - das Sozialministerium kann diesen Termin jedoch noch ändern. Bereits am Montagmorgen machte Baden-Württemberg Teile der Grenzen zu

Verschärfte Maßnahmen gegen Coronavirus: Baden-Württemberg schließt Einrichtungen landesweit

Ministerpräsident Winfried Kretschmann: "Die Zahl der infizierten Menschen im Land steigt weiter stark. Gleichzeitig gelingt es uns aktuell sehr gut, alle erkrankten Menschen medizinisch bestmöglich zu versorgen." Das soll auch so bleiben, weshalb nun die Ausbreitung noch stärker verlangsamt werden soll. Nachdem ab dem morgigen Dienstag, 17. März, Schulen und Kindergärten dicht machen, folgen nun weitere Einrichtungen landesweit:

• Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen, Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater
• Bildungseinrichtung jeglicher Art, insbesondere Akademien und Fortbildungseinrichtungen, Volkhochschulen
• Kinos
• Schwimm- und Hallenbäder, Thermalbäder, Saunen
• Fitnessstudios und sonstige Sportstätten in geschlossenen Räumen
• Volkshochschulen und Jugendhäuser
• öffentliche Bibliotheken
• Vergnügungsstätten
• Prostitutionsstätten

Kretschmann: "Ich bin mir bewusst, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern damit einiges abverlangen. Aber nur so können wir die Krise mit geeinter Kraft bewältigen." Kretschmann und Gesundheitsminister Manne Lucha appellieren zudem nochmals an die Bevölkerung, soziale Kontakte nur auf die unbedingt notwendigen zu beschränken. Das betrifft auch Besuche in Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen. Diese sind ebenfalls verboten und können lediglich mit Ausnahmen (erkrankte Kinder, Sterbebegleitung und Teile der Psychiatrie) wahrgenommen werden.

1.105 bestätigte Coronavirus-Fälle gibt es in Baden-Württemberg (Stand: 16. März 2020, 14.30 Uhr).

Coronavirus in BaWü: Gaststätten werden geschlossen, Speisegaststätten bekommen Auflagen 

Hart treffen die neuen Maßnahmen auch Gaststätten, denn: DerBetrieb einer Gaststätte wird grundsätzlich untersagt. Es sei denn, es handelt sich um eine Speisegaststätte, die wiederum einige Vorgaben erfüllen muss. So muss der Abstand zwischen den Tischen mindestens 1,5 Metern betragen, ebenso zwischen den an Stehplätzen positionierten Gästen. Auch die Ermittlung möglicher Kontaktpersonen für einen Zeitraum von jeweils einem Monat müssen in geeigneter Weise sichergestellt sein, wenn es zu einer Infektion kommt.

Größere Veranstaltungen wurden ohnehin schon abgesagt, das Personenlimit liegt aktuell bei 100 Menschen. Aber: In Heilbronn beispielsweise droht schon ein Personenlimit von 50. In der Mitteilung des Landes heißt es: "Bei öffentlichen Veranstaltungen mit weniger als 100 Teilnehmern entscheiden die zuständigen Behörden vor Ort auf Basis einer Risikoabwägung anhand der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und unter Berücksichtigung des lokalen Infektionsgeschehens über ein Verbot."

Auch Heilbronn ist vom Coronavirus betroffen. Der Maßnahmen-Katalog der Bundesregierung ist für viele ganz hartes Brot. Die Stadtinitiative wendet sich an die Händler.

Rubriklistenbild: © kri

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