Polizei ermittelt: Betrug am Telefon, in Testzentren und mit Impfpässen

Der Betrug mit der Corona-Krise: Die miesen Maschen fürs schnelle Geld

  • Dominik Jahn
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Der fiese Betrug mit der Corona-Krise: Mit diesem Maschen machen die Täter Geld und täuschen die Behörden.

In der Corona-Krise nutzen Betrüger die angespannte Lage zu ihrem Vorteil. So bekommt der Enkeltrick vereinzelt ein neues Gewand. Was bleibt ist das Motiv - Schmuck, Geld und sonstige Wertsachen stehlen. Und auch Schnelltest-Zentren und Impfpässe haben für strafbare Machenschaften Potential.

Polizei Heilbronn warnt: Betrüger mit der Corona-Masche

Beim SWR ist zu lesen, dass das Polizeipräsidium Heilbronn eindringlich vor Trickbetrügern mit der Corona-Masche warnt. Auf echo24.de-Nachfrage heißt es dazu von der Pressestelle: „Vereinzelt kam es im Land zu Anrufen durch scheinbare Ärzte und Krankenhäuser, die eine angebliche Covid-19-Infektion eines Angehörigen vorgaben. In der Folge wurde für die Heilung und ein Medikament Geld gefordert.“

Die Betrüger gehen dabei sehr gut organisiert und in Gruppen vor. Opfer werden meist im Vorfeld genau ausspioniert. Der fiese Trick hat dann fast immer einen immensen Schaden zur Folge. Laut der Meldung der Landesrundfunkanstalt wurde erst im Frühjahr ein älteres Ehepaar aus Heilbronn um satte 100.000 Euro erleichtert. In Mainhardt (Kreis Schwäbisch Hall) zahlte eine Rentnerin stolze 200.000 Euro an einen Unbekannten.

Die Corona-Krise könnte zudem für weiter wachsende Zahlen in der Betrugsstatistik führen. Nicht nur die Polizei Heilbronn warnt, auch das baden-württembergische Innenministerium macht auf die zunehmenden Gefahren aufmerksam und rät: Unbekannte auf gar keinen Fall in die Wohnung lassen, immer misstrauisch bleiben, von vermeintlichen Amtspersonen immer einen Ausweis verlangen.

Betrug mit Corona: Gefälschte Impfpässe, Testzentren im Visier der Polizei

Und Betrug findet in der Corona-Krise eben auf noch ganz anderen Ebenen statt. Auch gefälschte Impfpässe erleben aktuell einen echten Boom. Wie echo24.de berichtet hat, wächst der Handel mit den falschen Nachweisen auf der Plattform Telegram rasant. Ein aktuelles Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung läuft derzeit laut der Polizei Heilbronn im Bereich Grünsfeld aus dem Main-Tauber-Kreis.

Auch die Schnelltest-Zentren sind in der Vergangenheit immer wieder in den Blickpunkt von Betrügereien gerutscht. Nach Angaben der Heilbronner Polizei wurde im Hohenlohekreis ein Ermittlungsverfahren wegen Abrechnungsbetrug in Zusammenhang mit Corona-Schnelltestzentren eingeleitet. Nähere Informationen werden aufgrund des laufenden Verfahrens nicht gemacht.

Erst im Juni wurde scharfe Kritik an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geäußert. Von der Landesregierung Baden-Württemberg kam damals eine klare Forderung, wie der Bund sich bei den Maßnahmen gegen die Betrügereien zu verhalten habe.

Rubriklistenbild: © Bernd Weissbrod/dpa

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