Coronavirus in Baden-Württemberg

Deutschlandweiter Anstieg von Neuinfektionen: Wie schlägt sich Baden-Württemberg im Corona-Vergleich?

  • Julia Cuprakowa
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Fast 1000 infizierte Personen in Baden-Württemberg - Tendenz steigend. Auch im Vergleich mit dem Rest Deutschlands fällt das Land zurück. 

  • Unaufhaltsam breitet sich das neuartige Coronavirus in Baden-Württemberg aus. 
  • Die Zahl der aktuell Infizierten im Land liegt bei 985 Personen.
  • Täglich meldet das Landesgesundheitsamt neue Fälle - Tendenz steigend. 

Baden-Württemberg: Entwicklung der aktuellen Corona-Zahlen - Gibt es einen Grund zur Sorge? 

Das Coronavirus scheint nicht nur neuartig, sondern auch hartnäckig zu sein. Denn trotz aller Eindämmungs- und Hygienemaßnahmen infizieren sich weiterhin Menschen mit dem Virus - und das fast täglich. Das geht aus dem Bericht des Landgesundheitsamtes zu den registrierten Infektionen. Aber wie ist die Tendenz in Baden-Württemberg? Hat das Land die Ausbreitung des Coronavirus weitgehend im Griff? 

Am Donnerstag, 30. Juli, wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden insgesamt weitere 109 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Freitag sind wieder über 1000 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert, wie das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg mitteilt. Zugegeben: Im Vergleich zum April, sind die heutigen Zahlen sehr viel niedriger. Denn am 1. April wurden dem Gesundheitsministerium 1.267 neue Covid-19-Fälle am Tag übermittelt. Also: Gibt es keinen Grund zur Sorge - oder etwa doch? 

Baden-Württemberg: Kontinuierlicher Anstieg aktueller Corona-Zahlen - RKI zeigt sich besorgt 

Seit dem Ausbruch der Pandemie wurden viele Maßnahmen zur Eindämmung des Virus getroffen, wie zum Beispiel das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit oder die Abstandsregel. Und die Einschränkungen zeigten Wirkung. Denn Ende Juni gab es einen Tiefstand der Corona-Zahlen. So weit, so gut! Beunruhigend ist jedoch, dass die Zahl an Neuinfektionen wieder kontinuierlich steigt. Laut Robert-Koch-Institut scheint sich die Lage nicht nur in Baden-Württemberg, sondern bundesweit zu verschlechtern.

"In den letzten Wochen ist der Anteil an Kreisen, die über einen Zeitraum von 7 Tagen keine COVID-19-Fälle übermittelt haben, deutlich zurückgegangen. Parallel dazu ist die COVID-19 Inzidenz in vielen Bundesländern angestiegen. Dieser Trend ist beunruhigend", heißt es auf der RKI-Seite. Im Klartext: Die Zahl an aktuell Infizierten steigt deutschlandweit. Aber wie steht es umBaden-Württemberg im Vergleich mit dem Rest Deutschlands? 

Aktuelle Corona-Zahlen Baden-Württembergs im Bundesvergleich 

Laut StN.de, steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg zuletzt kontinuierlich an. Der Anteil Baden-Württembergs an der Bevölkerung in Deutschland beträgt etwa 13 Prozent. Das entspricht exakt dem aktuellen Anteil der netto Infizierten. Das heißt: Im Bundesvergleich befindet sich Baden-Württemberg auf einem absteigenden Ast und verzeichnet den dritthöchsten Anstieg an Infektionen der letzten sieben Tagen - gleich nach Bayern und Nordrhein-Westfalen.  

Die Zahl der Neuinfektionen in Baden-Württemberg steigt kontinuierlich an. 

Anstieg der Corona-Zahlen in Baden-Württemberg - viele kleine Ausbruchsherde 

In Baden-Württemberg, wie auch bundesweit, gibt es viele kleinere Ausbruchsgeschehen in verschiedenen Landkreisen. Diese stehen mit unterschiedlichen Situationen in Zusammenhang. Wie zum Beispiel größeren Feiern im Familien- und Freundeskreis, Freizeitaktivitäten, an Arbeitsplätzen, aber auch in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen. Hinzu kommt, dass COVID-19-Fälle zunehmend unter Reiserückkehrern identifiziert werden. 

Erst am Dienstag, 28. Juli, wurde vom Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises eine Flächentestung bei der rumänisch christlichen Gemeinde in Sinsheim (Baden-Württemberg) durchgeführt. Nun liegen die Laborergebnisse vor, teilt das Gesundheitsamt in einer Pressemitteilung mit. "Bei den 105 freiwillig getesteten Mitgliedern dieser Glaubensgemeinschaft konnte bei 40 Personen eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachgewiesen werden", erklärt der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Andreas Welker.

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