Bald drohen härtere Strafen!

Proteste gegen neue Regeln im Straßenverkehr: Scheuer will Bußgeldkatalog überarbeiten

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Baden-Württemberg: Seit dem 28. April gelten neue Regeln im Straßenverkehr. Doch jetzt sollen einige Änderungen wieder überarbeitet werden.

  • Ab dem 28. April gibt es neue Regelungen im Straßenverkehr!
  • Autofahrer sollten diese unbedingt wissen.
  • Temposünder werden härter bestraft.
  • Jetzt könnte es erneut Änderungen geben.

Baden-Württemberg: Proteste gegen neue Regeln im Straßenverkehr: Scheuer will Bußgeldkatalog überarbeiten

Update vom 17. Mai:Seit knapp drei Wochen gelten die neuen Regeln im Straßenverkehr. Und eigentlich sollen die neuen Regelungen Radfahrerschützen. Einige Änderungen sorgten aber für große Aufregung bei Autofahrern. Neuerdings bekommt man, bei einer

Tempoüberschreitungvon 21 Kilometer pro Stunde innerorts und 26 km/h außerorts einen Monat Fahrverbot. Nach der alten Regelungen wäre der Führerscheinfür einen Monat erst weg, wenn man 31 km/h innerorts und 41 km/h außerorts zu schnell war. Viele halten diese Regelungfür "unverhältnismäßig", berichtet stuttgarter-nachrichten.de. Mehr als 135.000 Unterstützerhat die Petition mit dem Titel "Führerschein-Falle der StVO-Novelle rückgängig machen". 

Der Verkehrsminister Andreas Scheuer kündigte nun eine Überarbeitung des Bußgeldkatalogs an. Das Ministerium sei  sogar schon auf die Bundesländer zugegangen. Diese müssen für die Umsetzung zustimmen. 

Auch die Bußgelder bis zur 20 km/h-Marke wurden erhöht. Bis 10 km/h innerorts drohen jetzt 30 Euro, bis 15 km/h 50 Euro und bis 20 km/h 70 Euro. Außerhalb sind es nun 20, 40 und 60 Euro. 

Baden-Württemberg: Neue Regeln in der StVO - das sollten jetzt wissen!

Ab dem 28. April tritt die neue Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft! Dann gelten neue Regeln im Straßenverkehr. Neben neuen fahrradfreundlichen Regelungen gibt es auch härtere Strafen für Tempoverstöße. Und da gilt besondere Vorsicht: Wer seinen Führerschein für einen Monat nicht verlieren will, sollte sich mehr an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. 

Baden-Württemberg: Tempoverstöße werden härter bestraft

Denn schon bei Geschwindigkeitsüberschreitungen ab 21 km/h innerorts und ab 26 km/h außerorts gibt es einen Monat Fahrverbot. Zuvor lag die Grenze bei 31 km/h innerorts und 41 km/h außerorts. 

Zu den wichtigsten Änderungen gehört auch die neue Regelung in Bezug auf das Bilden einer Rettungsgasse. Wer das nicht macht, muss blechen! 200 Euro Bußgeld  und zwei Punkte in Flensburg drohen dem Fahrer. Ab sofort gibt es auch noch einen Monat Fahrverbot obendrauf! Wer die Rettungsgasse missbraucht, zahlt 240 Euro, bekommt zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.

Beim Parken gibt es auch eine neue Regelung: Halten in zweiter Reihe, Parken auf Geh- und Radwegen oder halten auf Schutzstreifen werden mit 55 bis 70 Euro und einem Punkt bestraft.

Baden-Württemberg: Neue StVO-Regelungen - Fahrradfahrer profitieren 

Für Fahrradfahrer wird die bestehende Grünpfeilregelung erweitert. Bei diesem Schild dürfen nun auch Radfahrer von einem Radfahrstreifen oder einem Radweg nach rechts abbiegen. 

Kommunen dürfen künftig Fahrradzonen einrichten, in denen nur das Radfahren erlaubt ist. Ein Zusatzschild dürfte dann die Zone auch für weitere Verkehrsteilnehmer freigeben. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in diesen Zonen 30 km/h.

Der Abstand beim Überholvorgang ändert sich auch! Statt wie bisher "ausreichend Abstand", muss jedes Kraftfahrzeug außerorts mindestens zwei Meter, innerorts 1,5 Meter Abstand zu Radfahrern, Fußgängern und E-Scootern halten. 

Fahrzeuge über 3,5 Tonnen dürfen innerorts beim Rechtsabbiegen nur  noch Schrittgeschwindigkeit fahren. Die neue StVO sieht auch vor, unberechtigtes Parken auf Elektro-Stellplätzen zu bestrafen. Dafür gibt es - unabhängig von der Dauer des Parkens - in Zukunft ein Verwarnungsgeld in Höhe von 55 Euro. 

Baden-Württemberg: Verwendung von Blitzer-Apps kann bestraft werden

Carsharing-Nutzer sollen mit einem neuen Symbol von bevorrechtigtem Parken profitieren, berichtet ADAC in einer Pressemitteilung vom 24. April. Diese Regelung soll jedoch nur für professionelle Anbieter vorgesehen sein. Wer ab sofort in der Heilbronner Innenstadt parken möchte, sollte zudem die neuen Parkschein-Regeln im Bereich der Lohtorstraße/Gerbergasse beachten.

Auch die Verwendung von Apps auf Smartphones und Navigationsgeräten, die auf Blitzer aufmerksam machen, sowie die Nutzung von Radarwarnern kann ab dem 28. April Folgen haben. Eine Missachtung dieser Regel kostet den Fahrer 75 Euro Geldbuße und es gibt noch einen Punkt in Flensburg mit dazu. 

Der neue Blitzer in der Heilbronner Südstraße schien ein Eigenleben entwickelt zu haben, denn er blitzte auch unschuldige Autofahrer! Jetzt ist er repariert und wieder in Betrieb.

Die Polizei in Heilbronn-Franken hat die Unfallstatistik für 2019 veröffentlicht. Eine Zahl ist besonders erschreckend.

Rubriklistenbild: © Pixabay

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