App warnt Anwohner in Bad Friedrichshall

Hunderte Liter Salzsäure in Salzbergwerk ausgetreten - Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei

Bad Friedrichshall: 400 Liter Salzsäure im Salzbergwerk ausgetreten 
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Zeitweise sind am Donnerstagabend über 100 Einsätzkräfte vor Ort. 
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In Bad Friedrichshall treten am Donnerstag 400 Liter Salzsäure im Bergwerk aus. Es kommt zum Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr. 

  • Im Salzbergwerk in Bad Friedrichshall tritt Salzsäure aus.
  • Polizei und Feuerwehr rücken mit einem Großaufgebot an. 
  • Schätzungen zufolge handelt es sich um 400 Liter Salzsäure.

Bad Friedrichshall: Salzsäure-Austritt - Schnelle Reaktion konnte Schlimmeres verhindern

Update vom 10. Januar, 11 Uhr: Am Abend des 9. Januars traten aufgrund einer defekten Leitung im Salzbergwerk in Bad Friedrichshall 400 Liter Salzsäure aus. Diese dient üblicherweise zur Entsalzung des Prozesswassers der Saline. Die verantwortlichen Mitarbeiter hätten daraufhin unverzüglich die Handlungskette für solche Fälle in Gang gesetzt, heißt es in einer Pressemitteilung der Südwestdeutschen Salzwerke AG.

Auch durch die sofortige Unterstützung der alarmierten Feuerwehr konnte der weitere Austritt von Salzsäure und damit das Einfließen der Säure in die Umwelt verhindert werden. Die Bevölkerung wurde zur Sicherheit über die Einsatzleitstelle informiert, obwohl es zu keiner Luftbelastung durch Säuredämpfe kam. 

Verletzt wurde niemand. "Die Einsatzkräfte wurden vorsorglich dekontaminiert, da Salzsäure auf der Haut zu Verletzungen führen kann", erklärt Polizeisprecher Rainer Köller auf echo24.de-Nachfrage. 

Bad Friedrichshall: Salzsäure im Salzbergwerk ausgetreten

Erstmeldung vom 10. Januar, 6.40 Uhr: Ein Großaufgebot von Einsatzkräften ist am Donnerstagabend in Bad Friedrichshall vor Ort. Der Grund: Im ortsansässigen Salzbergwerk ist eine große Menge Salzsäure ausgetreten.

Bad Friedrichshall: Salzsäure am Bergwerk ausgetreten - App warn Anwohner

Gegen 21 Uhr kommt es zu dem Großeinsatz. Ein defekter Behälter scheint nach erstem Kenntnisstand schuld daran zu sein, dass mehrere hundert Liter Säure in die Umgebung gelangen können. Die Anwohner werden durch eine Notfall-App (Nina) gewarnt und zeitweise dazu angehalten, die Fenster und Türen geschlossen zu halten. 

Sofort gibt es Absperrmaßnahmen. Dadurch kann wohl verhindert werden, dass die Säure in die nahen Fließgewässer Neckar und Kocher gelangen kann. Obwohl es zunächst angenommen wird, ergeben Messungen, dass keine gefährlichen Gase in die Umgebungsluft entweichen. 

In Bad Friedrichsall sind am Abend über 100 Einsatzkräfte am Bergwerk im Einsatz

Obwohl Anwohner durch die Nina-App gewarnt werden, besteht zu keinem Zeitpunkt eine akute Gefahr. Die Feuerwehr ist zeitweise mit über 100 Einsatzkräften vor Ort. Die Polizei teilt mit, dass heute weiter Ermittlungen folgen werden. Mittlerweile gibt es auch in der App keine Warnung mehr.

Zuvor war die Feuerwehr bei einem spektakulären Brand auf der A6 im Einsatz. Ausrücken musste die Feuerwehr außerdem zu einem Brand in Bad Wimpfen. Hier wurde ein SUV in Brand gesetzt.

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