"Nothing’s Lost in Numbers"

Für immer verloren? Galerie zeigt Fotos aus gelöschten Daten

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Felix Gärtner (l) und Romano Duda? (r), Künstler aus Stuttgart, stehen in der Ausstellung "Nothing's Lost in Numbers".
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Gelöschte digitale Daten ist nicht für immer verloren und verschwunden. Das zeigen zwei Künstler nun eindrucksvoll.

Ab in den digitalen Mülleimer und anschließend löschen. Damit ist das peinliche Foto der letzten Party für alle Ewigkeiten verschwunden. Doch sind gelöschte Daten wirklich gelöscht? Unter dem Titel "Nothing’s Lost in Numbers" stellen zwei Künstler aus Stuttgart in den kommenden Wochen aus, was eigentlich nicht mehr zu sehen sein sollte: scheinbar gelöschte Fotos und Videos, wiederhergestellt und ausgedruckt.

Ausstellung gelöschter Daten: Sicherheitslücke und rechtliche Grauzone

Die in der Galerie Kernweine ausgestellten Fotos stammen von 31 im Internet gekauften und vermeintlich leeren Speicherkarten aus der ganzen Welt. Felix Gärtner und Romano Dudaš (beide 28) nutzten ein gewöhnliches Datenrettungsprogramm und stießen auf Fotos, Textdateien und Videos, auf Schnappschüsse aus dem Urlaub ebenso wie auf Bilder von einem Flugzeugträger und einem Brand in einem afrikanischen Dorf.

Rechtlich sei das "eine Grauzone", räumt Gärtner ein. "Aber wir wollen die Besucher wachrütteln und ihnen einen Spiegel vorhalten, wir wollen auf Sicherheitslücken aufmerksam machen." Die wenigsten Nutzer wüssten, wie man Daten von Speichern wirklich löscht. Und für viele werde ein Problem wie dieses eben erst sichtbar, wenn es physisch vor ihnen an der Wand hänge.

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