Wachstum bis 2023

Zukunftspläne: So will Audi aus der Krise!

  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Neckarsulm: Auch der Autohersteller Audi steckt in der Krise.  Aber: Das soll sich bald ändern, wenn es nach Audi-Chef Markus Duesmann geht.

  • Wegen derCorona-Krise musste Audi seine Werke zeitweise schließen.
  • Ab 2021 erwartet Audi wieder steigende Absatzzahlen.
  • Auch dank der Elektro-Offensive.

Audi Neckarsulm: Vollgas in die Zukunft - So geht's aus der Krise

Die Corona-Krise hat die Autobranche in Deutschland schwer getroffen. In Baden-Württemberg wo mit Audi, Daimler und Porsche gleich drei große Automobilhersteller-Standorte haben, waren die Folgen durch die vorübergehende Schließung von Werken und Kurzarbeit besonders spürbar.

Letztere Maßnahme hat Audi erst kürzlich verlängert. Aber trotz der Corona-Krise und der allgemein schwierigen Situation in der Automobilbranche guckt Audi positiv in die Zukunft. Auch das aktuelle Jahr möchte der neue Audi-Chef Markus Duesmann laut der Heilbronner Stimme noch nicht abschrieben, obwohl Audi zwischen Januar und Mai lediglich 553.900 Autos verkauft hat. Das  sind 25,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Audi Neckarsulm: Gewinn soll ab 2021 steigen 

Laut einer internen Prognose geht Audi davon aus,in diesem Jahr 1,6 Millionen Autos  - von denen viele im Audi-Werk in Neckarsulm gebaut werden - verkaufen zu können. 2019 lag die Verkaufszahl noch bei 1,845 Millionen Fahrzeugen. Als Umsatzrendite peilt Duesmann 3,3 Prozent an, im Vorjahr lag Audi hier bei 8,1 Prozent. Schon 2021 erwartet Audi dann wieder einen Gewinn von 4,2 Milliarden, 2023 sollen es dann schon wieder sechs Milliaden Euro werden. 

Das geht aus Unterlagen hervor, die Audi mit den Einladungen zur Hauptversammlung - auf der auch über den Squeeze-Out der anderen Aktionäre durch VW entschieden werden soll - am 31. Juli hervor. Audis neuer Chef Duesmann soll jüngst versprochen haben: "Audi hat die besten Zeiten noch vor sich!" Heißt: Audi will nach der Corona-Krise richtig Vollgas geben und durchstarten.

Audi Neckarsulm: Steigender Absatz dank E-Autos

Das soll durch zwei Aspekte erreicht werden. Zum einen prognostiziert das Team um Audis Chefstrategen Jan Michel für die nächsten Jahre ein kontinuierliches Wachstum des Absatzes. Bis 2025 könnte dieser zwischen 2,1 und 2,3 Millionen Autos liegen. Ein Wachstum um 4000.00 bis 500.00 Einheiten im Vergleich mit 2019. Eine besondere Rolle spielt dabei Audis Elektro-Offensive, bis 2025 sollen weitere 20 Elektromodelle auf den Markt kommen.

Zum anderen werden im gleichen Zeitraum an den deutschen Standorten 9500 Stellen im Rahmen des Projektes "Audi Zukunft" gestrichen. Dieses soll insgesamt sechs Milliarden Euro einsparen. Auch am Audi-Standort in Neckarsulm kommt es zu Personalveränderungen. In der vergangenen Woche waren bereits die neuen Audi-Vorstände Sabine Maaßen (Personal und Organisation) und Dirk Große-Loheide (Beschaffung und IT) gemeinsam mit Peter Kössler (Produktion und Logistik) zum Informationsaustausch mit Werksleiter Helmut Settner in Neckarsulm.

Audi Neckarsulm: Neues Betriebssystem für die Zukunft

Die Personalveränderungen betreffen vor allem die technische Entwicklung am Audi-Standort in Neckarsulm. Denn Oliver Hoffmann - der auch die Tochter Audi Sport leitet - wurde kürzlich zum Chief Operating Officer (COO) für die gesamte technischen Entwicklung befördert. 

Bei Audi in Neckarsulm wird sich in den kommenden Wochen einiges tun.

Ab Mittwoch startet für Audi zudem eine weitere Herausforderung, denn die vier Ringe sollen für den VW-Konzern ein eigenes Auto-Betriebssystem entwickeln, das ab 2022 als Grundplattform bei Audi und Porsche in Serie gehen soll.

Rubriklistenbild: © Armin Weigel dpa/lby

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