Am Freitag tagen die Aufsichtsräte von VW und Audi 

Audi: Entscheidet sich in dieser Woche die Zukunft?

+
Das Audi-Werk in Neckarsulm steht vor einer ungewissen Zukunft. Bis zum Ende des Jahres wird die Produktion heruntergefahren.
  • schließen
  • echo24.de Redaktion
    echo24.de Redaktion
    schließen

Bleibt der Pate für das Audi-Werk in Neckarsulm weiter im Amt?

+++Update 11. November+++ Audi in Neckarsulm: Entscheidet sich in dieser Woche die Zukunft?

Noch immer herrscht für die 17.000 Beschäftigten im Audi-Werk in Neckarsulm keine Gewissheit über die zukünftige Marschrichtung des Konzerns und die Zukunft ihrer Arbeitsplätze. Am Ende dieser Woche können aber wichtige Entscheidungen fallen.

Wie die Heilbronner Stimme  (Artikel hinter Bezahlschranke) berichtet, stehen offenbar vier Audi-Vorstände auf der Abschuss-Liste. Dazu zählt angeblich auch Vorstandschef Bram Schot. Hintergrund: Am kommenden Freitag tagen die Aufsichtsräte von VW und Audi - und diskutieren die Werkbelegung sowie das Führungspersonal.

Audi in Neckarsulm: Wie geht's weiter mit Wendelin Göbel?

Auf Schot könnte Markus Duesmann folgen, der jedoch bis ins kommende Frühjahr bei BMW im Wort steht. Entscheidend für das Audi-Werk in Neckarsulm könnte vor allem die Zukunft von Personalvorstand Wendelin Göbel sein, der für das Audi-Werk in Neckarsulm die Patenschaft im Vorstand übernommen hatte. Trotz aller Diskussionen um die weitere Ausrichtung des Audi-Werks in Neckarsulm sei laut stimme.de zuletzt wenig aus Göbels Richtung zu hören gewesen.

+++ Update 09. November +++ Audi in der Krise: Wegschauen ist keine Lösung

Für das Audi-Werk in Neckarsulm sieht's nicht rosig aus: Ab 2020 soll die Jahresproduktion an Audis in Neckarsulm von 300.000 auf 200.000 Autos runtergehen. Die Nachfrage bleibt im Werk in Neckarsulm hinter den Erwartungen und der Kapazität zurück. Das ist zunächst einmal Fakt und lässt sich ganz objektiv an Zahlen belegen – ob man die Entwicklung nun gut oder schlecht findet.

Die Krise der Autoindustrie betrifft auch das Audi-Werk in Neckarsulm.

Dass aber nun in privaten Diskussionen oder in sozialen Netzwerken behauptet wird, die Presse würde Audi "kaputtschreiben", geht an der Realität vorbei. Audi ist ein wichtiger Arbeitgeber der Region. Und wenn der Konzern Sparpläne vermeldet, ist es Pflicht der Medien, diese Entwicklung zu thematisieren und einzuordnen. Schließlich ist Audi ein Thema, das in der Region nicht nur interessiert, sondern mit dem auch die Lebensgrundlage der Mitarbeiter direkt verbunden ist.

Audi in Neckarsulm: Auto-Industrie ist bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland

Der Berichterstattung über Audi gar Schadenfreude zu unterstellen, ist ebenfalls nicht korrekt: Immerhin ist die Auto-Industrie nicht nur ein zentraler Wirtschaftsfaktor der Region, sondern der gesamten Bundesrepublik. Man denke nur an Hunderttausende Beschäftigte, die bei Autoteile-Zulieferern in Lohn und Brot stehen. Geht es der Auto-Industrie schlecht, stehen auch die Jobs dieser Menschen – und damit ein zentraler Teil des Wirtschaftsstandorts Deutschland auf dem Spiel.

Um Problemlösungen und Zukunftsperspektiven zu finden, muss man die Situation, so unangenehm sie ist, erstmal klar benennen. Wer Tatsachen verschweigt, macht sich erst recht angreifbar. Und bewegt sich schneller als ihm lieb sein kann im Dunstkreis von "Fake News".

+++ Update 8. November +++Audi Betriebsrat schlägt Alarm

Noch immer kommentieren Audi-Sprecher den Wegfall von 100.000 Fahrzeugen pro Jahr im Werk Neckarsulm nicht. Aber ein Sprecher betont gegenüber der RNZ: Wir stehen zur Beschäftigungsgarantie 2025." Aufatmen können Mitarbeiter nach dieser Aussage dennoch nicht. Ihre Zukunft bei Audi steht weiterhin in den Sternen. Deshalb meldet sich nun auch der Betriebsrat zu Wort. 

Dem Handelsblatt liegt folgende Äußerung vor: "Die Audi AG steckt derzeit in einer schwierigen Phase." Und weiter: "Auch wir sehen akuten Handlungsdruck." Doch was heißt das konkret? Wer auf klare Aussagen hofft, wird derzeit nur vertröstet.

Audi Betriebsrat fordert konkrete Investitionsbeschlüsse

Betriebsratsvorsitzender Rolf Klotz blickt wenig optimistisch nach vorne. "Die große offene Frage ist für uns: Wird Neckarsulm mitgenommen ins Zeitalter der Elektroautos?", äußert er sich gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Klotz fordert konkrete Investitionsbeschlüsse speziell für das Neckarsulmer Audi Werk und sagt: "Ohne eine klare Perspektive geben wir uns nicht zufrieden." Eine Entscheidung von oben wird mit Spannung erwartet. Sollte sie für Neckarsulm negativ ausfallen, könnte dies das Ende des Werks bedeuten. 

+++Update 7. November +++ Wie geht's weiter? Das sagen der Audi-Chef und OB Hertwig zur Audi-Zukunft

Wie geht es in Zukunft weiter bei Audi in Neckarsulm? Diese Frage stellen sich nicht nur die 17.000 Beschäftigten im Neckarsulmer Audi-Werk. Audi-Chef Bram Schot erklärt nun laut faz.net, dass konkrete Pläne in der Mache seien, um Geld einzusparen, aber gleichzeitig die Mitarbeiter zu halten: "Wir haben klare Vorstellungen, wie wir die Beschäftigung in Ingolstadt und in Neckarsulm sichern und stehen dazu im konstruktiven Austausch mit den Arbeitnehmervertretern."

Können die Beschäftigtem bei Audi in Neckarsulm nun also aufatmen? Was die Aussage des Audi-Chefs konkret bedeutet, bleibt zumindest vorerst unklar.

Audi in Neckarsulm: Perspektive entscheidend

Die Verunsicherung der Beschäftigten und Bürger rund um die Zukunft von Audi in Neckarsulm lässt auch die Neckarsulmer Stadtverwaltung nicht kalt. Wie der SWR berichtet, macht sich auch Neckarsulms Oberbürgermeister (OB) Steffen Hertwig derzeit Sorgen um Audi: "Natürlich bin ich irgendwo besorgt, dass die Zahlen, die dort am Standort produziert werden könnten, nicht erreicht werden. Aber das ist ja keine komplett neue Entwicklung." 

Auch in den vergangenen Jahren, sei die wirtschaftliche Entwicklung bei Audi in Neckarsulm rückläufig gewesen. Für OB Hertwig sei vor allem entscheidend, wie sich die Zukunftsperspektiven zum Audi-Standort in Neckarsulm für die kommenden Jahre gestalten.

+++ Update 6. November +++ Gravierende Sparpläne bei Audi in Neckarsulm

Die Schreckensnachrichten aus dem Hause Audi mehren sich. Laut SWR seien enorme Sparpläne ausgerufen. Mehrere Milliarden Euro sollen so eingespart werden. Gegenüber dem SWR Studio Heilbronn bestätigte ein Audi-Sprecher, dass es Gespräche mit dem Betriebsrat zur Situation der deutschen Audi-Werke in Neckarsulm und Ingolstadt gebe. Spekulationen zum dramatischen Produktionsabbau bestätigte er aber nicht.

Audi Neckarsulm: Jahreskapazität sinkt auf 200.000 Autos

Das Handelsblatt wartete gestern mit erschreckenden Zahlen auf. Bei einer Kapazität von 300.000 Autos, die in Neckarsulm vom Band laufen könnten, waren es im laufenden Jahr 2019 lediglich 186.000 Fahrzeuge. Der Sanierungsplan sehe vor, dass die Jahreskapazität für das Werk in Neckarsulm um 100.000 auf 200.000 Fahrzeuge herabgesetzt werde. Um auf diese Weise langfristig Geld einzusparen, benötige es künftig weniger Maschinen, Flächen und Arbeitspersonal.

Audi Werk Neckarsulm: Produktionsstopp aufgrund schlechter Marktbedingungen

Stimmen aus Unternehmenskreisen bestätigen diese besorgniserregenden Zahlen, so die dpa. Doch wie wird der Stellenabbau konkret aussehen? Im März dieses Jahres war von rund 15 Prozent der Beschäftigten die Rede. Heute aber wirken diese Zahlen wenig glaubwürdig. Fakt ist: Die Produktion von vier Modellreihen wurde in Neckarsulm gestoppt. Grund sei die schleppende Nachfrage. Von Audi heißt es offiziell: "Das Unternehmen steuert die Produktion am Standort flexibel unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Marktbedingungen."

Audi Neckarsulm: Zwangs-Urlaub werde über Arbeitszeitkonten geregelt

Über die vorgezogenen Weihnachtsferien werden sich Audi Mitarbeiter in Neckarsulm wohl kaum freuen. Unternehmen und Betriebsrat hätten aber vereinbart, dass produktionsfreie Tage in einem angemessenen Verhältnis über die Arbeitszeitkonten geregelt werden würden. 

+++ Update 4. November+++ Audi-Mitarbeiter beobachten Entwicklung mit Sorge

Die Verunsicherung wächst in der Region, denn das Audi-Werk in Neckarsulm steht vor einer ungewissen Zukunft. Mitarbeiter und Zulieferbetriebe fragen sich, wie es weitergehen soll. Die Pressestelle des Audi-Werks in Neckarsulm trägt auf Nachfrage wenig Erhellendes bei. Noch im November werden Mitarbeiter des Neckarsulmer Werkes nicht zur Arbeit erscheinen, weil die Produktion von vier Modellreihen vorerst gestoppt wurde. 

Welche Tage das genau sind, das konnte die Pressestelle auf Anfrage nicht mitteilen. Grund: Es seien verschiedene Bereiche betroffen, daher könne für die Öffentlichkeit eine genaue Aufschlüsselung nicht vorgenommen werden. Die Fragezeichen bleiben also bestehen. Das gilt auch für das kommende Jahr. Es werde dann relativ kurzfristig entschieden - auch angepasst an die aktuelle Marktsituation.

+++ Update 31. Oktober +++ Bei Audi wird die Produktion heruntergefahren

Die Audi-Mitarbeiter in Neckarsulm werden dieses Jahr schon früher in die Weihnachtsferien geschickt. Doch das ist für sie leider kein Grund zur Freude. Denn bei Audi in Neckarsulm wurde die Produktion von vier Modellreihen erst einmal gestoppt.

Grund für den Stopp sei die geringe Nachfrage an bestimmten Audi-Modellen. Das betrifft gerade die Modelle, die in Neckarsulm produziert werden. Gerade bei den Modellen A6 und A8, sei die Nachfrage gesunken, berichtet der SWR.

Bereits im November werden die Audi-Mitarbeiter an manchen Tagen nicht zur Arbeit kommen, da die Produktion bereits zurückgefahren wird. Wie es für die Zukunft des Audi-Werks in Neckarsulm aussieht, soll Mitte November bekanntgegeben werden. Der Betriebsrat hatte gefordert, dass Neckarsulm die Produktion eines Elektromodells erhalten solle.

+++ Update 23. Oktober +++ Elektro-Modelle sollen die Zukunft sein

Der Autohersteller Audi will bis zum Jahr 2022 etwa 15 Milliarden Euro einsparen. Um das zu erreichen, will Audi weniger Autos in den Werken Neckarsulm und Ingolstadt bauen. Der Grund für die Einsparung: Die deutschen Werke seien nicht ausgelastet! Audi hat im Jahr 2019 3,6 Prozent weniger Autos verkauft als im Jahr 2018. 

Allerdings hat der Autohersteller Audi genaue Vorstellungen wie sie ihre Beschäftigten in Neckarsulm halten können. Noch seien die Pläne jedoch nicht spruchreif. Eine Möglichkeit könnte sein, dass Audi bis zum Jahr 2025 rund 30 Elektro-Modelle auf den Markt bringen will. Damit will das Unternehmen künftig 40 Prozent seines Absatzes erwirtschaften, berichtet der SWR.de

+++ Update 14. Oktober, 13.15 Uhr: Bei Audi Neckarsulm wird in die Zukunft investiert +++ 

Ein "Alleinstellungsmerkmal für die Region" soll das Audiwerk in Neckarsulm sein. Das Kompetenzzentrum soll den Standort zukunftssicher machen. Audi-Vorstand und die Bürgermeister von Heilbronn und Neckarsulm hatten sich, laut einer Pressemeldung von Audi, zu einem Gespräch getroffen.

Dabei lautete das Versprechen des Vorstands: "Der Audi-Standort Neckarsulm wird auch in Zukunft ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmens sein." Momentan arbeite man gemeinsam mit Arbeitnehmervertretern an einem Konzept für die Zukunft.

So soll der Audi e-tron GT, ein vollelektrisches Auto, in Neckarsulm vom Band laufen. Und auch im Kompetenzzentrum für die Weiterentwicklung der Brennstoffzelle stecke viel Potenzial für die Zukunft in Neckarsulm.

+++ Update 14. Oktober, 11.15 Uhr: Elektromobilität für Audi Neckarsulm +++

Bei der Audi-Betriebsversammlung in Neckarsulm war Elektromobiltät ein großes Thema, denn nach den rückläufigen Produktionszahlen am Standort Neckarsulm, hoffen die Mitarbeiter auf neue Modelle.

Eigentlich war ausgemacht, dass Neckarsulm gleich zwei Elektromodelle in Zukunft produzieren solle. Doch dieses Versprechen wurde dann wieder zurückgenommen. Alexander Reinhart, Betriebsrat bei Audi in Neckarsulm, machte bei der Betriebsversammlung klar, dass der Standort auch Teil der Weiterentwicklung der Elektromobiltät sein müsse.

"Halten Sie ihr Wort und nehmen Sie die rund 17.000 Menschen am Standort von Beginn an mit in die Elektromobilität", forderte Reinhardt bei der Versammlung, wie die Heilbronner Stimme berichtet. Doch konkrete Zusagen für neue Modelle, die in Neckarsulm gebaut werden sollen, gab es noch nicht.

+++ Ursprungsmeldung vom 13. Oktober +++

Die Produktion bei Audi in Neckarsulm ist weiter rückläufig. Hat Audi zwischen den Jahren 2010 und 2016 pro Jahr weit über 200.000 Autos produziert, werden bis Ende dieses Jahres voraussichtlich nur rund 178.000 Fahrzeuge vom Band laufen. Damit ist die Stückzahl, die Audi in Neckarsulm produziert, auf das Niveau des Krisenjahres 2009 gesunken.

Bereits in den Jahren 2017 und 2018 war die Zahl der produzierten Autos in Neckarsulm stark rückläufig. Das Audi-Werk in Neckarsulm sei allerdings auf eine Produktion von 300.000 Autos pro Jahr ausgelegt. Das berichtet die Heilbronner Stimme.

Audi in Neckarsulm: Wie sieht die Zukunft aus?

Derzeit ist unklar, welche Audi-Modelle genau in Zukunft am Audi-Standort in Neckarsulm produziert werden. Der Plan, in Neckarsulm zwei Elektrofahrzeuge zu bauen, war im Frühjahr dieses Jahres wieder in Frage gestellt worden. Möglicherweise wird ab 2022/2023 der Nachfolger des Audi A4 statt in Ingolstadt in Neckarsulm hergestellt.

Bislang hat Audi weltweit in diesem Jahr 1,36 Millionen Autos ausgeliefert. Im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr ist das ein Rückgang von 3,6 Prozent bei Audi.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare