Produktion von A4, A6 und A8

Unter strengen Corona-Auflagen: Audi fertigt im Einschichtbetrieb - mit einer Ausnahme

  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Seit Montag läuft die Produktion am Audi-Standort in Neckarsulm wieder. Doch für viele Mitarbeiter gilt weiter Kurzarbeit.

  • Audi nimmt in Neckarsulm die Produktion wieder auf.
  • Zum Schutz der Mitarbeiter gilt wegen des Coronavirus ein strenger Maßnahmenkatalog.
  • Die Autos werden zunächst im Einschichtbetrieb gebaut.

Audi Neckarsulm: Fertigung im Einschichtbetrieb - mit einer Ausnahme

Nachdem Bund und Länder begonnen haben, die im Kampf gegen das Coronavirus beschlossenen hartenMaßnahmen schrittweise zu lockern, normalisiert sich das Leben in Deutschland und Baden-Württemberg ganz langsam wieder. Das gilt auch für den Audi-Standort in Neckarsulm bei Heilbronn, an dem seit Montag wieder - wie geplant - Autos gebaut werden. 

Dazu wurde ein strenger Maßnahmenkatalog beschlossen, um die Gesundheit der Beschäftigten am Standort in Neckarsulm zu schützen. "Dieser umfasst beispielsweise konkrete Abstands- und Hygieneregeln, eine angepasste Schichtfahrweise, um Kontakte zu vermeiden und die Pflicht zu Mund- und Nasenschutz in Bereichen, wo Abstände von 1,5 Meter nicht möglich sind", erklärt eine Audi-Sprecherin auf echo24.de-Anfrage und bestätigt 18 Coronafälle am Standort in Neckarsulm. Davon seien aber bereits 17 Mitarbeiter wieder genesen.

Audi in Neckarsulm: Umfassender Maßnahmenkatalog zum Schutz der Mitarbeiter am Standort

Um das Risiko einer Covid-19-Ansteckung zu minimieren, sind laut dem SWR beispielsweise mobile Plexiglasschilde im Einsatz. Die Fertigung  der Modelle A4 und A6 läuft laut der Audi-Sprecherin zunächst im Einschicht betrieb an, das Luxusmodell A8 bildet dabei eine Ausnahme: "In der A8-Montage wird ab 4. Mai für die Sicherstellung einzelner Märkte noch zweischichtig produziert, bevor es ab 11. Mai in einen Einschichtbetrieb geht."

Neben der Fertigung greift der Maßnahmenkatalog bei Audi in Neckarsulm auch für die Mitarbeiter in den Büros. Dort gelten "umfassender Sicherheitsvorkehrungen, sowie angepasste Arbeitsreglungen". Beispielsweise gibt es dort die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Zudem gibt es regelmäßige Updates in den internen Onlinemedien und über Aushänge im Werk. Die Audi-Sprecherin garantiert: "Für alle Bereiche hat Audi adäquate Lösungen entwickelt."

Audi in Neckarsulm: Weiter Kurzarbeit für viele Mitarbeiter

Trotzdem wurde die Kurzarbeit im Audi-Werk in Neckarsulm - die derzeit rund 11.000 Mitarbeiter betrifft - in Absprache mit dem Betriebsrat bis zum 31. Mai verlängert. In einigen Bereichen des Unternehmens kommt es trotz der zahlreichen Maßnahmen weiterhin zu Arbeitsausfällen. 

Immer mehr Mitarbeiter von Audi kehren in die Werke und Büros zurück.

"Unser Ziel ist es natürlich, dass alle Audianerinnen und Audianer wieder voll ihrer Arbeit nachgehen können. Aktuell bleibt aber die Situation, vor allem aufgrund von Lieferengpässen und Nachfragerückgängen, herausfordernd und verlangt von uns allen weiterhin viel Flexibilität", erklärt Stefanie Ulrich, Leiterin Personal Neckarsulm. Neben Audi hat auchDaimler in Stuttgart die Produktion von Autos wieder aufgenommen.

Rubriklistenbild: © Andreas Gebert/dpa

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