Am Stuttgarter Haupbahnhof

Mit Explosionen und Schüssen: Polizei übt Terroranschlag

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Polizisten bei einer Anti-Terrorübung. 
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Die ganze Nacht werden verschiedene Szenarien nachgestellt. 

Der Stuttgarter Hauptbahnhof wird in der Nacht von heute auf morgen zum Schauplatz einer Anti-Terror-Großübung der Bundes- und Landespolizei. Eine Übung in vergleichbarer Größe habe es in Baden-Württemberg noch nicht gegeben, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur. 

Schüsse und Explosionen würden simuliert. Unter den 1.000 Beteiligten seien allein 400 Statisten. Schminkspezialisten der Bundeswehr würden den Statisten Verletzungen und Schusswunden anmalen, damit die Szenarien möglichst realistisch wirken - es wird also blutig!

Übungsdatum am 11. September keine Absicht

In mehreren Durchgängen würde Polizei die ganze Nacht das Vorgehen gegen Terroristen in verschiedenen Szenarien üben. Dazu gehörten etwa ein Sprengstoffanschlag kombiniert mit einem Angriff von Terroristen mit Sturmgewehren auf Reisende im Gebäude und an den Gleisen.

Mehrere Gleise des Hauptbahnhofs in Stuttgart, Teile der Haupthalle und die Taxi-Spur vor dem Gebäude werden in der Nacht für den Verkehr gesperrt. Den 11. September habe man nicht aus symbolischen Gründen in Anlehnung an die Anschläge auf das World Trade Center im Jahr 2001 gewählt, sagte der Sprecher der Stuttgarter Polizei. 

Vielmehr gebe es eine andere, ebenso einfache Begründung: Man habe demnach einfach keinen anderen Termin gefunden. Von der Polizei heißt es, dass man sich aber der Symbolträchtigkeit des Datums bewusst sei.

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