Kommentar zum Attentat

Brandanschlag auf Moschee: Darum war er ein Akt sinnloser Gewalt

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Offenbar waren fünf Personen an dem Anschlag auf die Moschee in Lauffen am 9. März beteiligt.
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Was hat eine Glaubensgruppe im Heilbronner Landkreis mit dem Krieg in Syrien zu tun?

Egal, was man bisher erlebt hat, welcher Unterdrückung man ausgesetzt war und wie sehr der Hass aufgrund von Volkszugehörigkeit, Geschlecht oder Religion auf einen niedergeprasselt ist: Dagegenschießen mit denselben Waffen ist in jedem Fall die schlechteste Reaktion.

Brandanschlag auf Moschee in Lauffen: Androhung weiteren Terrors

Wie bei dem Brandanschlag auf die Moschee in Lauffen am 9. März 2018: Benzinbomben zerbersten die Scheiben eines Gotteshauses, mitten in der Nacht, während in unmittelbarer Nähe unbescholtene Menschen schlafen. Die Veröffentlichung des Anschlagsvideos im Anschluss auf einer PKK-nahen Seite rückt das Attentat in einen politischen Kontext. Der Tenor: Weiterer Terror wird folgen, wenn das Morden in Syrien nicht aufhört. Gewalt im Sinne des Friedens also? Eher mit Vollgas Richtung Abgrund!

Die drei Angeklagten beim Prozessbeginn gestern am Heilbronner Landgericht.

Unabhängig davon, ob die drei seit dieser Woche vor dem Heilbronner Landgericht angeklagten jungen Männer für den Anschlag in Lauffen verantwortlich sind: Eine solche Aktion sät nur Hass und Missgunst und zieht die Gräben zwischen einzelnen Menschen und Gruppen tiefer, anstatt sie zusammenzuführen. Erst recht, weil eine Glaubensgemeinschaft im südlichen Heilbronner Landkreis wohl kaum für Krieg, Terror und Morden im nahen Osten verantwortlich ist.

Brandanschlag auf Moschee: Positive Effekte? Fehlanzeige!

Zum Glück blieb es bei dem Anschlag vor knapp einem Jahr bei überschaubarem Sachschaden. Sinnlose Menschenopfer hätten die Liste der Terror-Toten nur verlängert. Positive Effekte? Fehlanzeige! Vielmehr sollte man um jeden Tag eines Lebens in Frieden froh sein. Erst recht, wenn man aus einem Krisengebiet kommt und der hässlichen Fratze der Gewalt ins Gesicht geblickt hat.

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