Gedichtband veröffentlicht

Bilder: Annâweech-Frontmann erstmals solo

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Damit er sich nicht so einsam fühlt, holt sich Botsch für einzelne Lieder seine Band-Mitstreiter auf die Bühne.

Gibt man den Namen Peter Botsch in einer Suchmaschine ein, landet man als Erstes beim Stichwort "Der Möbeldoktor2. Klar, die Möbelreparatur-Werkstatt am Schloßplatz dürfte jedem Künzelsauer bekannt sein. An zweiter Stelle erscheint "Annâweech". Bei der Hohenloher Mundartband ist "Boudsch" Gitarrist und Sänger - auch das weiß fast jeder Hohenloher. Jetzt ist der vielseitige Schreiner und Musiker also unter die Schriftsteller gegangen und hat ein Gedichtband veröffentlicht. Das stellt er am Donnerstagabend vor rund 150 Neugierigen in der Stadthalle in Künzelsau vor.

Eigentlich ist das Büchlein mit dem vielsagenden Titel "Zufriedenheit ist relativ" mehr als ein Gedichtband. Es ist auch ein Bilderbuch und - Dank beigelegter Bonus-CD - ein Liederbuch zum Reinhören. "Wir haben in Künzelsau Weltmarktführer, Weltraumfahrer und jetzt auch einen Weltanschauer", scherzt Frieder Uebele von der veranstaltenden Buchhandlung Breuninger bei seiner Begrüßungsrede.

In der Tat: Botsch schaut sich in seinen teilweise ironischen, teilweise gar sarkastischen Gedichten die Welt ganz genau an. Er macht sich Gedanken um den Klimawandel, das Älterwerden und das Dasein. Aber es geht auch um ganz Alltägliches wie die Verdauung, die Mülltrennung oder die Reiselust. Die Lesung entpuppt sich im Laufe des Abends als ein Lesekonzert. Denn zu jedem Gedicht, das Peter Botsch auf hochdeutsch vorliest, gibt er ein thematisch passendes Lied aus dem Fundus von Annâweech zum Besten - natürlich auf Hohenlohisch.

Damit er sich nicht so einsam fühlt, holt sich Botsch für einzelne Lieder seine Mitstreiter von Annâweech auf die Bühne. Mit Frank "Molle" Winkler singt er ein Liebeslied im Duett. Beim Nikotin-Blues begleitet ihn Harry Weber am Bass. Am Ende des Abends versammeln sich doch noch alle Bandmitglieder auf der Bühne - obwohl es "definitiv kein Annâweech-Konzert" werden sollte - und singen ihren Hit "Hohâloher Land". Und das sehr zur Freude der zahlreichen Fans im Saal.

"Ein Abend mit Peter Botsch - das darf man auf keinen Fall versäumen", findet Birgit Gäbele, die den Künzelsauer als "Urgestein" bezeichnet. Mundart-Fan Sigrid Steinle hat schon vor der Lesung am Büchertisch zugeschlagen. Sie hat gleich drei Exemplare des Gedicht-Bands gekauft. "Zum Verschenken", wie sie sagt.

Von Nicole Mücke

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