Vor Start von Kollege Maurer

Alexander Gerst hofft auf weiteren Weltraum-Flug – Detail verrät ihn

Alexander Gerst ist gerne im Weltall. Doch nun steht der Plan für seine Rückkehr zur Erde.
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Alexander Gerst war selbst schon auf der ISS.
  • Julia Thielen
    VonJulia Thielen
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Alexander Gerst wird am kommenden Mittwoch ein bisschen neidisch gen in Himmel schauen. Dann soll Kollege Matthias Maurer zur ISS abheben.

Am Mittwoch soll Matthias Maurer als erster deutscher Astronaut in einem „Crew Dragon“ in Richtung Internationale Raumstation abheben. Einer der dann ganz genau hinschaut, ist Alexander Gerst. Der 45-Jährige war selbst bereits zwei Mal auf der ISS. Ein dritter Weltraumflug ist für ihn zudem offenbar nicht ausgeschlossen. Ein Detail seines Alltags zeigt, dass er mit einer weiteren Mission durchaus liebäugelt.

„Als Astronaut hat man natürlich immer auch so einen Wunsch, da mit dabei zu sein bei so einer Mission“, sagte Gerst, der 2014 und 2018 auf der ISS war, der Deutschen Presse-Agentur. Gerst will den geplanten Start sogar vor Ort in Cape Canaveral verfolgen.

Alexander Gerst hält sich für möglichen weiteren Weltraum-Flug fit

Aktuell ist ein weiterer Aufenthalt für „Astro-Alex“ im All nicht geplant. Wann er selbst möglicherweise wieder in den Weltraum fliege, könne er nicht sagen, so Gerst. „Das weiß man eigentlich nicht im Voraus.“ Alexander Gerst macht aber keinen Hehl daraus, dass er gerne wieder abheben würde. Das bestimmt sogar seinen Alltag: Er halte er sich mit Training fit.

Alexander GerstAstronaut
Alter45
GeburtsortKünzelsau
Stationen auf der ISS2014, 2018

Immerhin: Der Flug mit einer SpaceX-Kapsel würde Gerst offenbar schon reizen. Gerst selbst war zweimal mit der russchen „Sojus“-Kapsel geflogen. Die „Crew Dragon“ ist von der privaten Raumfahrtfirma von Elon Musk. „.Das ist einfach eine neue Generation und auch eine neue Philosophie.“

Alexander Gerst: Jetzt unterstützt er Astronauten-Kollegen vor Start zur ISS

Trotzdem zählt für den aus Künzelsau stammenden Astronauten, der einst seiner Heimat sogar aus dem All eine Botschaft schickte, jetzt erst einmal etwas anderes: „Viel wichtiger ist es, dass man seine Kollegen unterstützen kann. Wenn ein Freund und Kollege fliegt, das ist toll, man sieht das dann mal von einer anderen Seite. Matthias hat mich während meiner Missionen immer unterstützt und jetzt bin ich hier und kann ihm so ein bisschen helfen.“

Der Weltraumrekord-Halter habe sich mit Maurer ausgiebig über seine Erfahrungen auf der ISS ausgetauscht und sei nach wie vor „viel in Kontakt“ mit ihm, sagte Gerst weiter. Die beiden kennen sich schon seit ihrer Bewerbung bei der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) 2008, von wo aus es für Maurer ein „langer Weg“ mit „ein paar Rückschlägen“ zum Start in den Weltraum gewesen sei. „Ich habe höchsten Respekt vor dieser Resilienz, dass er das durchgezogen hat.“

Start zur ISS verschoben: Maurer soll Mittwoch abheben

Letzte Tipps von ihm brauche Maurer nicht, sagte Gerst. „Er ist ja jetzt super trainiert, was SpaceX angeht hat er viel mehr Erfahrung als ich und ich sehe auch, die sind bereit zu fliegen.“

Maurer soll am Mittwoch gemeinsam mit drei Nasa-Kollegen vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida aus zur ISS starten. Der Start war eigentlich bereits für Sonntag geplant, wurde wegen schlechter Wetterverhältnisse dann aber auf Mittwoch verschoben. Auf der ISS soll der 51-jährige Saarländer in rund 400 Kilometern Höhe etwa sechs Monate lang zahlreiche Experimente durchführen und wohl auch einen Außeneinsatz absolvieren.

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