Aus zwei Bildern entsteht ein drittes

Irrer Trick von Alexander Gerst! Wer bei diesen Fotos heftig schielt, erlebt eine Überraschung

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Alexander Gerst fotografiert Wolkenfelder von der ISS aus.
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Astro-Alex nimmt im All Wolkenfelder auf - und bietet eine faszinierende optische Täuschung.

Immer wieder liefert Astronaut Alexander Gerst beeindruckende Bilder aus dem Weltall. Schon bei seinem letzten Aufenthalt auf der Internationalen Raumsattion ISS sorgte er so für tausende begeisterte Erdenbewohner. Mit seinen neuesten Fotos arbeitet sich aber selbst der kameraaffine Astro-Alex in eine neue Dimension vor. Denn: Sie verbergen eine echte Überraschung.

Alexander Gersts Fotos: Wolken sind sein Lieblingsmotiv

Auf den ersten Blick lässt sich an den beiden Fotografien, die Alexander Gerst heute bei Twitter veröffentlichte, kaum ein Unterschied erkennen. Zwei Mal ist eine fast identische Wolkenlandschaft zu sehen. Erst bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die Bilder offenbar ganz kurz hintereinander geknipst wurden. Aus gutem Grund!

Immer wieder hält Alexander Gerst von der ISS aus, die zum Teil auch über Deutschland mit dem bloßen Auge erkennbar ist, Wolken fest. Sie scheinen sein Lieblingsmotiv zu sein. Diesmal wollte er den Zuhausegebliebenen aber offenbar einen noch besseren Eindruck seines Blickwinkels verschaffen.

Alexander Gerst: Astro-Alex bietet optische Täuschung

"Wolkenwelt. Wer einen Eindruck von ihrer Tiefe bekommen will, braucht nur schnell zwischen diesen beiden Bildern hin- und herzuwechseln", schreibt Gerst auf Twitter. Einige User sind da zunächst ganz schön irritiert. Denn der Haken an der Sache: Die Technik lässt ein allzu schnelles Umschalten fast nicht zu. Doch genau das braucht es, um die besondere optische Täuschung hervorrufen zu können, auf die Gerst anspielt.

Zum Glück empfehlen seine Fans eine andere Methode, die vielleicht sogar noch besser funktioniert: schielen! Mit dem sogenannten Kreuzblick, oder auch dem Stereoskopen Sehen, können die menschlichen Augen nämlich echte Tiefe wahrnehmen. So wird aus zwei Wolken-Bildern plötzlich EIN irres 3D-Foto aus dem All.

Optischer Trick bei Alexander Gerst: So funktioniert der Kreuzblick

Manche mögen den Kreuzblick noch aus Büchern über optische Täuschungen kennen. Der Trick ist, dem Gehirn zu vermitteln, dass es auf einen anderen Punkt scharfstellen muss. Beim Lesen tut es das beispielsweise ganz automatisch. Beim Betrachten von Bildern ist aber meist nur kurze Übung nötig. Statt zwei getrennten Fotos sehen die Augen ein drittes, das beide übereinanderlegt und dadurch dreidimensional wird.

Am einfachsten ist es, etwa siebzig Zentimeter Abstand zu den Bildern zu haben. Die Nase sollte dann auf die Mitte der beiden Fotos ausgerichtet sein. Dann schielt das rechte Auge auf das linke Wolkenbild und umgekehrt. Helfen kann es, einen Finger etwa zwanzig Zentimeter vom Gesicht entfernt vor die Mitte der Bilder zu halten und auf diesen zu schielen. Im Hintergrund sollte sich dann langsam das 3D-Bild ergeben. Und damit auch die Überraschung: Die beeindruckenden Wolkenfelder lassen sich auch auf der Erde so dreidimensional erkennen wie von der ISS.

Diese beiden Bilder könnt ihr mit einem Klick vergrößern und dann mit Hilfe des Kreuzblicks zu einem zusammen fügen. ©Alexander Gerst/Twitter

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