Spektakuläre Szenen im Vorbeifahren

Bauarbeiten an der A6: So stirbt eine riesige Autobahnbrücke

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Spektakulärer Anblick: Die riesigen Trümmerteile der alten A6-Brücke ziehen die Blicke der Fahrer auf sich.
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Seit Monaten sehen Autofahrer auf der neuen A6-Neckarbrücke bei Heilbronn spektakuläre Szenen: das Sterben der riesigen alten Autobahnbrücke.

+++ Update 3. September +++

Seitdem die alte A6-Neckartalbrücke zwischen den Anschlussstellen Neckarsulm und Obereisesheim im Juni gesprengt wurde, ragen ihre gewaltigen Überreste in die Höhe, es sieht aus wie nach dem Krieg. Seit der spektakulären Sprengung hat sich viel getan, die Abbrucharbeiten schreiten voran. 

Wie riesige Spinnweben wirkt die Stahl-Armierung, an der zum Teil noch Betonbrocken hängen. Teils hängen Metallstränge wie mächtige weichgekochte Spaghetti aus dem zerstörten Bauwerk.

A6-Neckartalbrücke: riesige Recycling-Maschinerie

Das Abbruchmaterial landet nicht auf der Deponie, sondern wird wiederverwertet. Wie Michael Endres, Pressesprecher des Autobahnbetreibers ViA6West berichtet, werde nahezu alles getrennt. Riesige Abbruchbirnen sind im Einsatz, der Beton wird mit Steinbrechern zu Schotter verarbeitet, die Stahl-Armierung recycelt und eingeschmolzen.

Die Arbeiten nehmen Monate in Anspruch. Derzeit laufen Bauarbeiten am Widerlager der neuen Brücke bei Obereisesheim, auch in Neckarsulm geht es mit dem neuen Fundament voran. 

A6-Ausbau: der weitere Fahrplan

Und so sieht der weitere Fahrplan für die A6 aus: Während der Buga in Heilbronn, die viel Autoverkehr durch Publikum mit sich bringt, ruhen die großen Straßenarbeiten. Aber schon einen Tag nach dem Buga-Abschluss am 6. Oktober geht es wieder los: Die Fahrbahn in Richtung Nürnberg wird ausgebaut – die südliche Seite der A6. 

Teils hängen Metallstränge wie mächtige weichgekochte Spaghetti aus dem zerstörten Bauwerk.

In dieser Phase wird der Verkehr in Richtung Nürnberg über die bereits fertiggestellte neue Trasse zwischen Bad Rappenau und der Anschlussstelle Untereisesheim geleitet. Achtung, Autofahrer! Dann wird’s wieder eng auf der stark befahrenen Autobahn.

Die spektakulärste Aktion ist dann Ende 2021 beziehungsweise Anfang 2022 zu erleben: Das seitliche Verschieben der bestehenden neuen Autobahnbrücke mit der auffälligen Schallschutz-Welle auf die künftige Endposition. Das gesamte Bauwerk muss dabei auf einer Länge von 1,3 Kilometern verschoben werden – eine technische Meisterleistung.

+++ Update, 20. Juni +++ Bilder zeigen Brückensprengung

Die alte Neckartalbrücke ist Geschichte. Am Morgen lösten sich bei einer Sprengung rund 310 Meter von ihr in einer Staubwolke und Schutt auf. Nun muss letzterer noch abtransportiert werden. Die Sperrung der A6 ist inzwischen aufgehoben worden.

Schaulustige konnten aus der Ferne beobachten, wie die Brücke bei der Sprengung hinabstürzte.

Staubwolken steigen während der Sprengung der Brücke auf.

Eine Bilderserie der dpa zeigt, wie zunächst Staubwolken aufsteigen, ehe die Brücke einbricht. Am Ende inspizierten die Fachleute das Ergebnis der Sprengung.

Die Neckartalbrücke wird gesprengt.

Die spektakuläre Sprengung war auch von weitem gut erkennbar. Die A6 musste für die Dauer der Sprengung aus Sicherheitsgründen voll gesperrt werden. Inzwischen fließt der Verkehr aber wieder.

Fachleute inspizieren nach der Sprengung die Brücke.

+++ Ursprungsmeldung, 19.6. +++ A6: Vollsperrung wegen Brücken-Sprengung

Wegen des sechsspurigen Ausbaus der Autobahn A6 wird an Fronleichnam, 20. Juni, die sogenannte alte Neckartalbrücke teilweise gesprengt. Das führt zu mehreren Sperrungen im Bereich der Brücke. Unter anderem wird es eine kurzfristige Vollsperrung der A6 geben.

Zwischen dem Weinsberger Kreuz und der Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg wird der insgesamt 1,3 Kilometer lange Neckartalübergang bei Heilbronn schon seit Monaten stückweise durch die Via6West erneuert. Während die neue Brücke nach und nach zusammenwuchs, muss die alte nun ihren Platz räumen.

A6: Brücken-Sprengung erfordert Sperrungen

Hierfür werden am 20. Juni früh morgens die beiden Pfeiler der ersten 310 Brückenmeter gesprengt und abgebaut. Aus Sicherheitsgründen wird der Bereich weiträumig abgesperrt. Straßensperrungen sind die Folge. Betroffen davon sind neben der A6 auch die Neckartalstraße (L1100) sowie schon länger auch einige Rad- und Fußgängerwege.

Folgende Sperrungen gibt es:

  • A6: Vollsperrung zwischen den Anschlussstellen Bad Rappenau und Neckarsulm von 7.15 bis ca. 8.30 Uhr
  • A6: Sperrung der Anschlussstelle Untereisesheim in beide Fahrtrichtungen ab 6 bis ca. 9 Uhr
  • Neckartalstraße (L1100): Vollsperrung von Donnerstag, 20. Juni, 6 Uhr, bis einschließlich Montag, 24. Juni, 6 Uhr

Vollsperrung der A6: Folgende Umleitungen sind eingerichtet

Umleitungen sind in jedem Fall eingerichtet. Autofahrer in Richtung Nürnberg nutzen ab Bad Rappenau die U65 und U67. In Richtung Mannheim gelten ab der Anschlussstelle Heilbronn/Neckarsulm die U60/U62.

Wer von der Sperrung der Neckartalstraße betroffen ist, nutzt die Umleitung über die Wimpfener Straße/Hätzenbergstraße. Die Strecke ist entsprechend ausgeschildert.

Ortskundigen wird in jedem Fall empfohlen, den Bereich der Neckartalbrücke nach Möglichkeit großräumig zu meiden oder zu umfahren.

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