Gefühlt kracht es täglich!

Verkehrs-Chaos auf der A6: Das raten ADAC und ACE

+
Stau ist schlimm!
  • schließen

Fast täglich gehen Horror-Meldungen ein. Was empfehlen Experten, um lästige Reiseverzögerungen zu vermeiden?

+++ Update 7. November +++ Verkehrs-Chaos auf der A6: Das raten ADAC und ACE

Seit Jahren nimmt der Verkehr immer mehr zu. Das ist auch in Heilbronn und der Region spürbar. Auch die A6 ist davon betroffen und wird daher aktuell ausgebaut. Die Folge: Zahlreiche Baustellen und somit auch viele schwere Unfälle und Staus auf der A6. 

Die neuste Baustelle zwischen Sinsheim und Wiesloch-Rauenberg wird die Autofahrer in der Region noch länger belasten. Geplant ist hier auf der A6 eine Bauzeit von 15 Monaten. Durch angemessenes Verhalten im Straßenverkehr lassen sich diese Unannehmlichkeiten aber umgehen. 

Die Heilbronner Polizei rät, hier den ausgeschilderten Umleitungen zu folgen. Insbesondere Navigations-Apps wie Google Maps raten nach Angaben der Beamten oftmals dazu auf der Autobahn A6 zu bleiben oder schicken die Autofahrer durch die Ortschaften. Im Zweifel ist es auch sinnvoll Baustellen und Staus auf der A6 schon weiträumig zu umfahren. "Zum Beispiel ab Sinsheim-Steinsfurt", sagt ein Sprecher der Heilbronner Polizei. 

A6: So vermeidet ihr Stau 

Antonia Eckert vom Auto Club Europa (ACE) empfiehlt, sich vorher über Alternativrouten zu informieren. "Zudem kann es lohnenswert sein - nach Möglichkeit - etwas außerhalb der Stoßzeiten auf die A6 zu fahren. Außerdem sollte die aktuelle Staulage vor der Abfahrt überprüft werden", erklärt Eckert. Auch Fahrgemeinschaften können zur Entlastung der Straßen beitragen. "Je mehr Verkehrsteilnehmer sich ein Auto teilen, desto weniger Autos sind auf den Straßen und auf der A6 unterwegs", sagt die Pressesprecherin des ACE. 

Fällt eine Spur weg, kann die Gefahr eines Staus durch die Beachtung des Reißverschlussverfahrens gesenkt werden." Dabei gilt: So weit wie möglich bis zum Hindernis fahren und erst dann einfädeln. Das Nichtbeachten des Reißverschlussverfahrens kann mit 20 Euro Bußgeld geahndet werden", erklärt Julian Häußler vom ADAC Württemberg. Häußler rät zudem zu einer angepassten Fahrweise in Baustellen, insbesondere sollten Autofahrer auf die Breite ihres Autos achten, um den Verkehr auf der A6 flüssig zu halten.

Gegen lange Staus auf der A6: Rettungsgasse bilden! 

Steht man dennoch im Stau, gilt auch in Baustellen: Rettungsgasse bilden! "Autofahrer sollten bereits bei stockendem Verkehr eine Rettungsgasse bilden", sagt Häußler. "Zudem ist es wichtig, ausreichend Abstand zum Vordermann einzuhalten. So kann im Ernstfall rangiert werden, um den Rettungskräften auf der A6 den nötigen Platz zu schaffen."

+++ Originaltext: So gefährlich ist die A6 +++

Vergleicht man die Zahlen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg zur A6 für die ersten sieben Monate von 2018 und 2019 fällt eines auf: Die Zahl der Verkehrstoten ist in diesem Zeitraum von drei auf fünf gestiegen. 2018 sind insgesamt zehn Menschen auf der Autobahn ums Leben gekommen. 

"Auf der A6, zwischen Wiesloch-Rauenberg und Sinsheim, führt die Einrichtung einer Baustelle, die für 15 Monate geplant ist, seit Mitte Oktober gefühlt zu Dauermeldungen über Staus und Unfällen in diesem Abschnitt", erklärt Antonia Eckert vom Auto Club Europa. Aber auch auf anderen Abschnitten der A6, die als eine der wichtigsten Verkehrsachsen Europas gilt, kommt es immer wieder zu Zwischenfällen.

A6: Mehr Staus und Unfälle nach Buga-Ende

Ein Grund hierfür könnte die Baustellensituation auf der A6 sein. "Nach der Buga wurden einige Baustellen wieder aufgenommen, deshalb kommt es jetzt zu Beeinträchtigungen, die vorher nicht da waren", erklärt ein Sprecher der Heilbronner Polizei auf Nachfrage von echo24.de. Aber auch die tief stehende Sonne und schlechte Wetterverhältnisse spielen laut der Heilbronner Polizei eine Rolle.

Zieht man die Meldungen zwischen dem 23. und 30. Oktober heran, so scheint sich diese Vermutung zu bestätigen. In dieser Zeit gab es etwa zehn Unfälle auf der Autobahn A6 in Baden-Württemberg. Dabei verletzen sich neun Menschen schwer, im gesamten Oktober waren es lediglich acht.

A6: Polizei kontrolliert Lkw

"Die Zahl der schweren Unfälle ist sehr bedauerlich", sagt ein Sprecher der Heilbronner Polizei. "Die Kollegen tun alles, was machbar ist." Dazu gehört zum Beispiel eine stärkere Absicherung der Stau-Enden. Aber:  "Auch das gelingt nicht immer." Bei menschlichem Versagen sei auch die Polizei machtlos. 

Oft sind auchLkw in die Unfälle auf der A6 in Baden-Württemberg verwickelt, gerade, wenn es um Unfälle am Stau-Ende geht. "Die Kollegen sind täglich dabei, Lkw und Überholverbote zu kontrollieren", erklärt der Polizeisprecher. "Für jeden überprüften LKW fahren 20 vorbei."  Außerdem versuchen die Beamten der Polizei, die Lkw von den Standstreifen an der Autobahn fernzuhalten, wo diese teilweise ihre Pause einlegen. Am Ende des Tages müssten aber die Verkehrsteilnehmer auch selbst aufeinander achten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare