Ganz seltene Einblicke

So habt ihr die Kochertalbrücke der A6 garantiert noch nie gesehen

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Der Blick aus 185 Metern Höhe in Richtung Schwäbisch Hall: aufgenommen aus dem Bauch der Brücke.
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Den Blick von der Kochertalbrücke der A6 kennen alle. Jetzt zeigte sich die höchste Brücke Deutschlands von ihrer unbekannten Seite.

Das war sicher ein beeindruckendes Erlebnis. Mit dabei sein konnten leider nicht viele Menschen. Denn die Karten dafür waren ruck-zuck weg. Die Rede ist von dem Fest für die Kochertalbrücke der A6 bei Braunsbach im Landkreis Schwäbisch Hall, besser gesagt: von der Möglichkeit, das Innenleben der Brücke zu erkunden. Das Besondere: Normalerweise gibt es keine Möglichkeit der Besichtigung.

A6: Unbekannte Perspektive aus der Kochertalbrücke

Die höchste Brücke Deutschlands wurde an diesem Sonntag 40 Jahre alt. Aus diesem Anlass gab es ein großes Fest, und wer ein Ticket für die Besichtigung ergatterte, konnte das 185 Meter hohe Bauwerk, das bis 2004 als weltweit höchste Brücke galt, aus einer unbekannten Perspektive erkunden.

Am Sonntagnachmittag war es dann soweit: Die Bevölkerung konnte den Hohlkörper der Brücke unter der Fahrbahn zur Hälfte zu Fuß zu durchqueren. Die Brücken der A6 sorgten in jüngster Zeit öfter für Schlagzeilen, zuletzt die Sprengung der alten Neckartalbrücke bei Heilbronn im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der A6.

Blick von der Kochertalbrücke: nicht für Touristen

Bei der Besichtigung der Kochertalbrücke mit dabei: echo24-Mitarbeiterin Linda Beyer. Beeindruckt berichtete sie: "Das war toll. So kann man die Brücke ja nie mehr sehen." Vom Inneren machte sie tolle Aufnahmen. Allerdings sind die Ausblicke nicht sooo spektakulär, wie man glauben könnte. "Die Brücke ist ja auch nicht als Aussichtsplattform für Touristen gebaut", sagt Beyer. 

Bildergalerie: So sieht die Kochertalbrücke der A6 von innen aus

Trotzdem: Ihre Fotos vermitteln einen guten Eindruck von den Dimensionen der Kochertalbrücke. Ob durch einen kreisrunden Auslass hinunter auf die 185 Meter tiefer liegenden Bäume oder durch einen Schacht in einen der begehbaren Brückenpfeiler - so bekommt die Öffentlichkeit das Innenleben der Brücke nie mehr zu Gesicht.

Von 2013 bis 2016 war die Kochertalbrücke saniert worden. Im Rahmen der Ertüchtigung wurde durch eine zusätzliche Verstärkung der Betonstege und der Bodenplatten im Hohlkasten der Brücke deren Tragfähigkeit erhöht. Das Vorhaben steht in engem Zusammenhang mit dem seit vielen Jahren diskutierten Ausbau zwischen dem Autobahnkreuz Walldorf und dem Autobahnkreuz Feuchtwangen als wichtige Ost-West-Verbindung.

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