Nach "Echo"-Eklat

PUR-Sänger Hartmut Engler schießt gegen Farid Bang und Kollegah

Hartmut Engler (links) wurde in Lauffen zum "Weingenießer des Jahres" ausgezeichnet.
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Der Künstler wurde als "Weingenießer des Jahres" ausgezeichnet und nutzte seine Dankesrede für ein politisches Statement.

Er ist nicht nur einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands, sondern er gilt auch als Mann klarer Worte: PUR-Frontmann Hartmut Engler. Als der Künstler am Samstagvormittag in Lauffen als "Weingenießer des Jahres“ ausgezeichnet wird, nutzt er seine Dankesrede, um seinem Ärger um den diesjährigen Echo-Eklat Luft zu machen: "Campino hat an dem Abend eine sehr schöne Rede gehalten. Dem konnten wir uns nur anschließen. Grundsätzlich ist aber auch diese Band (Die Toten Hosen, Anmerkung der Redaktion) sehr provokativ aufgestellt. Wer uns als Familienband kennt, wir haben es zu Erfolg gebracht, ohne Leute zu beleidigen. ohne sie anzupieseln, ohne ihnen in die Fresse zu hauen. Und das über 35 Jahre."

Und weiter: "Man kann zu Rap stehen wie man will, ich habe selbst zwei Kinder, die sind 19 und 21 Jahre alt, die finden das auch ziemlich cool. Aber eben diesen Scheiß nicht!" Gemeint sind die beiden Rapper Farid Bang und Kollegah, die bei der Echo-Verleihung für das beste Hip-Hop-Album des Jahres ausgezeichnet wurden. Unter anderem gibt es auf der CD einen Bonussong, in dem die Zeile "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" vorkommt.

"Für mich ist diese Provokation, die da stattfindet nur ein ganz, ganz billiges Marketing-Tool", sagt Engler im Anschluss seiner Rede zu echo24.de. Während der Verleihung hatten die beiden Rapper angeboten, dass man sehr gerne auf der Aftershowparty zu ihnen kommen könne, wenn man noch Redebedarf habe. Doch Engler und Co. lehnten diesen Vorschlag dankend ab. Dazu sagt Engler nun: "Ich sage einfach mal ganz vorsichtig: Da stehen zwei Schränke, die, anstatt Musik zu machen, in der Muckibude sind. Offensichtlich sechs Stunden am Tag - und dann nur eine Stunde im Studio. Offensichtlich leidet dann auch das Gehirn etwas drunter. Die gehen dann hin und sagen: 'Wir treffen uns dann auf der Aftershowparty.' Das heißt so viel wie: 'Haut uns einen in die Fresse, aber ihr kriegt drei zurück!' So habe ich es verstanden..."

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