“Ich werde diesen wundervollen Mann...“

Legendärer Beatles-Fotograf gestorben - Paul McCartney mit emotionalem Statement

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Robert Freeman vor einem seiner Lieblingsmotive von John Lennon

Er zeichnet für das wohl berühmteste Beatles-Cover verantwortlich. Jetzt ist er im Alter von 82 Jahren verschieden.

  • Der Fotograf Robert Freeman ist tot
  • Er arbeitete unter anderem für die Beatles und den Pirelli-Kalender
  • Ex-Beatle Paul McCartney äußert sich bewegt

London - Der berühmte Beatles-Fotograf Robert Freeman ist im Alter von 82 Jahren gestorben. "Er war einer unserer Lieblingsfotografen während der Beatles-Jahre, der einige unserer legendärsten Albumcover realisiert hat", würdigte Ex-Beatle Paul McCartney den Verstorbenen auf seiner Internetseite. „Ich werde diesen wundervollen Mann vermissen und die schönen Erinnerungen, die ich an ihn habe, in Ehren halten.“ Auch das ehemalige Bandmitglied Ringo Starr sprach sein Mitgefühl aus: "Gott segne Robert Freeman, Frieden und Liebe für seine ganze Familie", twitterte er.

Die britische Band teilte den Tod des Fotografen im Internet mit, machte jedoch keine Angaben zur Todesursache. Freeman, der am 5. Dezember 1936 geboren wurde, fotografierte unter anderem das Cover des zweiten Albums "With the Beatles" (1963), auf dem die vier Bandmitglieder auf einem Schwarz-Weiß-Foto mit zur Hälfte belichteten Gesichtern zu sehen sind.

Beatles-Fotograf tot: Er gestaltete Cover von „Help“ und „Rubber Soul“

Viele hätten gedacht, dass dieses Foto in einem Fotostudio entstanden sei, schrieb McCartney auf seiner Homepage. "Tatsächlich nahm Robert es ziemlich schnell im Flur eines Hotels auf, in dem wir übernachteten, wo natürliches Licht aus den Fenstern am Ende des Gangs kam. Ich denke, es hat nicht länger als eine halbe Stunde gedauert."

Neben "With the Beatles" schoss Freeman auch die Fotos für die Cover der Alben "Beatles for Sale" (1964), "Help" (1965) und "Rubber Soul" (1965). Freeman, der seine Karriere bei der britischen Zeitung The Sunday Times begonnen hatte, war außerdem der Fotograf des allerersten Pirelli-Kalenders, der im Jahr 1964 veröffentlicht wurde.

Ein Fan twitterte zum Tod von Robert Freeman: „Unfassbar traurige Nachrichten“. Und: „Seine Fotos werden immer mit der Band verwoben sein. Das hier ist eines meiner Lieblings-Beatles-Cover. Robert entwarf es. Es ist ein wunderschönes Kunstwerk, welches die Band einfängt. Ruhe in Frieden, Robert.“ 

Beatles-Experte über Freeman: „Er hat den Stil der Sechziger Jahre beinflusst“

Der Autor der Beatley-Trilogie „All These Years“, Mark Lewinsohn“, twitterte: „Robert gehörte zu den hellen Köpfen der Nachkriegszeit, die den Stil der Sechziger Jahren beeinflusst haben. Sein Film ‚The Touchables‘ ist bemerkenswert. Ich habe ihn einmal lange für meine Trilogie interviewt.“ 

Erst kürzlich hatte Paul McCartney gesagt, dass es ihn sehr zuversichtlich stimme, dass viele Menschen angesichts der heftigen Brexit-Debatten Trost in der Musik der Beatles fänden. Eine Sonder-Edition zum 50. Jahrestag des Erscheinens des Beatles-Albums "Abbey Road" kletterte kürzlich weltweit wieder in die Pop-Charts. Das Brexit-Referendum bleibe ein Schlamassel, sagte der 77-Jährige der Welt am Sonntag, aber: „Es gehört zu jenen Dingen im Leben, die du durchstehen musst. Wir werden einfach unser Bestes geben müssen."

Ex-Beatles Paul McCartney und Ringo Starr erregen weiter Aufmerksamkeit

Die Fans hoffen ohnehin, dass die Beatles sich wieder zusammen tun. Ringo Starr hatte zu seinem Geburtstag ein neues Lied veröffentlicht und darin gemeinsam mit seinem Ex-Bandkollegen Paul McCartney zu mehr Liebe in der Welt aufgerufen - das sorgte für Spekulationen. Paul McCartney hatte in einem Interview tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt gegeben und offenbart, wie hart ihn die Trennung der Band traf - fast hätte er die Musik ganz aufgegeben. Auch bislang unbekannte private Filmaufnahmen der jungen Beatles sorgten für Aufsehen.

Video: Vor 50 Jahren kam das letzte Beatles-Album raus

AFP/frs

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