Diese Mittel helfen gegen Trauermücken

Sie machen Zimmerpflanzen kaputt: Das hilft gegen Trauermücken

Die Trauermücke ist extrem anpassungsfähig. Foto: Universität Göttingen
+
Die Trauermücke ist extrem anpassungsfähig.
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
    schließen

Pflanzenliebhaber aufgepasst - kleine, unscheinbare Mücken können Zimmerpflanzen massiv schädigen. Die besten Tipps, wie man Trauermücken los wird.

Zimmerpflanzen sind im Trend. Besonders in Städten, wo viele sich nicht den Traum vom eigenen Garten erfüllen können, schaffen sich Menschen ihre eigene kleine Wohlfühloase im Wohnzimmer. Besonders schön ist dabei eigentlich, dass die Pflanzen vor den meisten Natureinflüssen und Schädlingen geschützt sind und individuell nach ihren Bedürfnissen versorgt werden können. Doch ein unscheinbares Tierchen kann in der vermeintlich sicheren Umgebung großen Schaden anrichten.

Die Trauermücke (Sciaridae) ist der Übeltäter. Ihre Larven schleichen sich häufig mit neuen Pflanzen oder frisch gekaufter Blumenerde in die Wohnung ein. Wenn die Blumen dann ordentlich gegossen werden, gedeihen die Tierchen prächtig. Die Larven fressen sich genüsslich durch die Pflanzenwurzeln und wenn die fertigen Fliegen dann geschlüpft sind, legen sie ihre Eier auch in andere Blumentöpfe. Aber wie kann man Trauermücken erkennen?

Gefahr durch Trauermücke - wie man den Schädling in seinen Zimmerpflanzen erkennt

Die Mücken selbst ähneln in ihrem Aussehen Fruchtfliegen. Sie sind etwa ein bis sieben Millimeter klein, schimmernd und schwarz. Wenn man diese Tiere sieht, ist es aber meist schon zu spät für befallene Pflanzen. Denn die Trauermücken selbst fressen gar nicht mehr. Sie legen bis zu 200 durchsichtige Eier in die Blumenerde und sterben dann nach wenigen Tagen.

Deshalb ist es vor allem wichtig, die Larven zu erkennen. Sie schlüpfen nach etwa sieben bis acht Tagen aus den Eiern. Dann sind sie schlank, weiß und werden etwa einen sechs bis sieben Millimeter lang. Ihr Kopf ist schwarz. Bis sie ausgewachsen sind, verpuppen und häuten sie sich mehrmals. Doch was tun, wenn ich in meinen Blumenkübeln Trauermückenlarven finde?

Gefahr durch Trauermücke - so wird man den Schädling wieder los

Es gibt die unterschiedlichsten Methoden, einen Trauermückenbefall im eigenen Haus-Dschungel loszuwerden. Dazu gibt das Umweltbundesamt wertvolle Tipps - und auch einen cleveren Rat, wie man überhaupt erst verhindern kann, dass Larven aus möglicherweise abgelegten Eiern in der Erde von neuen Topfpflanzen schlüpfen können. Es gilt, das geliebte Grün nicht zu überwässern. Denn Trauermückenlarven können sich nur dann entwickeln, wenn die Blumenerde schön feucht ist.

  • Gelbtafeln: Sie sind genau, was der Name verspricht - gelbe Tafeln, an denen die Mücken kleben bleiben, wenn sie sich darauf niederlassen. Da die Farbe Gelb anziehend auf die Tierchen wirkt, kann man Trauermücken gut mit dieser Methode fangen.
  • Dichte Perlonstrümpfe: Diese Methode hilft insofern, dass man den Strumpf ganz über den Topf und die erdige Oberfläche zieht. Dann nur noch verschließen - und die Mücke kann ihre Eier nicht mehr in die Blumenerde legen.
  • Quarzsand: Gleiches Prinzip wie bei den Strümpfen - der Sand wird etwa einen Zentimeter dick auf die gesamte Fläche des befallenen Blumentopfs gegeben. Die Mücke kann ihre Eier somit nicht mehr in die Erde legen.
  • Trockenheit: Die Sciaridae bevorzugt feuchte Erde, um ihre Eier darin abzulegen. Gießt man seine Pflanzen eine Weile lang etwas weniger oder mal ein bis zwei Wochen gar nicht, so verschlechtern sich auch die Bedingungen für die Trauermücke.
  • Obere Erdschicht abtragen: Hier befinden sich häufig die Eier, aus denen dann beim nächsten Gießen die Larven schlüpfen können.
  • Nematoden: Es handelt sich um mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die ins Gießwasser gegeben werden. Befinden sie sich erst im Pflanztopf, befallen sie die Trauermückenlarven als Parasiten und töten sie dadurch ab. Bis alle Larven verschwunden sind, kann es zwei bis drei Wochen dauern.

Die Trauermücke ist übrigens nicht das einzige Insekt, dessen Larven gefährlicher sind als das fertig ausgebildete Tier selbst. Auch bei Maikäfer und Junikäfer sind die „Engerlinge“ der eigentliche Übeltäter für Natur und Umwelt. Anders steht es mit Tieren, die tatsächlich gefährlich für den Menschen sind. Bestes Beispiel ist hier die asiatische Tigermücke, die als gefährlichstes Tier der Welt gilt und mittlerweile auch in Baden-Württemberg vorkommt. Außerdem ist der Schwarzblaue Ölkäfer ein echter Killer.

Das könnte Sie auch interessieren